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Der Freund, der keiner war: Kriminalnovelle
 
 
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Der Freund, der keiner war: Kriminalnovelle [Taschenbuch]

Janwillem van de Wetering , Klaus Schomburg
2.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 96 Seiten
  • Verlag: rororo (1. Dezember 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499247976
  • ISBN-13: 978-3499247972
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 11,4 x 0,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 298.965 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Janwillem Van de Wetering
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Mord verjährt nie. Der Bankierssohn Johan und sein Freund Henri wachsen zusammen im Rotterdam der dreißiger Jahre auf. Als die Nationalsozialisten die Niederlande besetzen, wird Henri zum Kollaborateur. Johan hingegen hält zu den jüdischen Freunden der Familie. Eines Tages kommt es zu einem Unglück mit tödlichem Ausgang, und Johan muss sich fragen, wie groß seine Schuld am Tod Henris ist.

Über den Autor

Geboren am 12.02.1931 in Rotterdam als Sohn eines wohlhabenden Gewürzkaufmanns. 1952-1957 lebte er in Südafrika, wo er Chemikalienhändler und Immobilienmakler und Mitglied einer Motorradgang war. 1958 studierte er kurze Zeit Philosophie im City College of London und schrieb im Fischerdorf St. Ives, Cornwall, einen ersten «langatmigen und unlesbaren Roman» (van de Wetering). Im selben Jahr ging er für 18 Monate in das zen-buddhistische Kloster Daitoku-ji in Kyoto (Japan), wo er sich unter der Leitung des Zen-Meisters Oda Sesso der Zen-Lehre und Meditation widmete. Ab 1960 arbeitete er wieder als Großhändler in Kolumbien und Peru, später mit seiner zweiten Frau Juanita, die er in Kolumbien kennengelernt hatte, in Australien. 1966 kehrte er nach Amsterdam zurück, wo er die Firma seines Vaters übernahm., setzte seine Zen-Studien fort und war eine bekannte Kontaktadresse für Zen-Adepten. In seiner Freizeit arbeitete er sieben Jahre lang abends und an den Wochenenden als Aushilfspolizist, wobei er die Prüfungen zum Seargent und Lieutenant ablegte. In Amerika setzte er bei dem bekannten Zen-Meister Walter Nowick und in Schottland bei dem Tibeter Chögyam Trungpa Rinpoche seine spirituelle Suche fort. 1974 begann er mit seine Krimireihe um die Polizeibeamten Grijpstra, de Gier und den namenlosen Commissaris, die in Amsterdam, teilweise auch in Amerika, Japan und Übersee spielen. Van de Wetering siedelte 1975 mit seiner Frau nach Amerika über, wo er seitdem in Surry an der Küste von Maine, in der Nähe der kanadischen Grenze, als Schriftsteller, Skulpturenkünstler und Übersetzer lebt. Sein Werk erschien bisher in 23 Sprachen. Auszeichnungen: Swedish Royal Mystery Prize (1979); Boekenweekgeschenk (1980); Grand Prix de la Litérature Policière (1984). Janwillem van de Wetering verstarb am 4. Juli 2008.

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Von RainLeser VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Johann Halbertsma, ein reicher alter Bankier, lebt in New York. Als dort am 11. September 2001 die Zwillingstürme fallen, bricht die Erinnerung an eine andere brennende Stadt über ihn herein. Seine Geburtsstadt Rottderdam, die am 10. Mai 1940 ebenfalls in ein flammendes Inferno verwandelt wurde. Seine Erinnerungen werfen eine Frage auf. Ist er Schuld am Tot seines Adoptivbruders Henri? War es ein Unfall, Totschlag, unterlassene Hilfeleistung oder Mord? Johann begibt sich auf seine letzte Reise. Eine Reise zu den Ursprüngen seiner Erinnerung, nach Rotterdam.

Janwillem van der Wetering erzählt in seiner Novelle "Der Freund, der keiner war" die Geschichte zweier Jungen. Johann Halbertsma, der Sohn eines reichen Bankiers wird von Henri, dem mittellosen Spross verarmter Adliger vor ein paar Rowdys gerettet. Zum Dank nehmen die Halbertsmas den gleichaltrigen Jungen in die Familie auf, adoptieren ihn später. Die beiden Brüder adaptieren Nietzsches Idee sich über Gut und Böse zu erheben. Und halten sich fortan für zwei Supermänner, die alles tun können, womit sie davonkommen. Wobei Henri immer die Rolle des Führenden übernimmt und Johann folgt. Bis zu dem unheilvollen Abend am Ende des zweiten Weltkrieges am Rotterdamer Hafen.

Gut und Böse, Schuld und Unschuld. Recht und Unrecht. Supermänner und Unterprivilegierte. Große Begriffe die der Autor meiner Meinung nach zu leichtfertig behandelt. Der alte Johann ist sich nicht einmal sicher, ob er sich Schuld aufgeladen hat, als er den Bruder ertrinken ließ. Überhaupt sind die Gedanken des alten Mannes höchst fragwürdig. Wenn er sich an seine Kindheit erinnert, wird nicht deutlich für welche Seite er unterstützt. Die Nazis oder die Widerstandskämpfer des eigenen Landes. Sein Bruder Henri sieht alles ganz klar. Für ihn gibt es nur das eigene Recht. Hauptsache mir geht es gut, alle anderen sind mir egal. Johann übernimmt diese Einstellung. Richtet seine Handlungsweisen danach. Nachdem er direkter Augenzeuge der Anschläge des 11. Septembers wurde, sorgt er sich in erster Linie darum, wo man ihm nun eine erstklassige Seezunge serviert.

Fast ist man als Leser ein wenig abgestoßen von diesem selbstzufriedenen alten Mann. Am Ende ist die Frage ob er seinen Bruder getötet hat oder nicht gar nicht so wichtig. Schockierender ist das völlig belanglose Leben, das dieser alte Mann zurücklässt. Belanglos weil unreflektiert. Sinnentleert weil es keinen Sinn macht nur sich selber schadlos zu halten. Leblos weil es ihm nach dem Tod seines Bruder nicht mehr gelungen ist, in ein gelebtes Leben zurückzufinden. So leblos wie die Hauptfigur fühlt man sich nach der Lektüre dieses Buches.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ewige Schuld 10. Oktober 2010
Von kanemabe
Format:Taschenbuch
Laut Titel ist 'Der Freund, der keiner war' eine Kriminalnovelle und hat dementsprechend nur 93 Seiten für die ich trotzdem ganze vier Tage gebraucht habe. Dies lag nicht daran, dass sie schwer zu lesen war, es hat mir einfach keinen Spaß gemacht. Ursprünglich ist die Novelle unter dem Titel 'Die entartete Seezunge' erschienen. Der meines Erachtens, nach vollendeter Lektüre, auch deutlich besser passt. Anscheinend war der Tod des Autors der Auslöser dafür das Buch unter anderem Titel neu herauszubringen- hätte man sich auch sparen können.

Geboren in Rotterdam, wandert Johan Halbertsma nach dem 2. Weltkrieg in die Staaten aus, genauer nach New York City. Dort ist er auch als am 11. September 2001 das World Trade Center zerstört wird. Inzwischen weit über 80, hat er erhebliche körperliche Probleme, die er mit Opium betäubt. Das einzige, das die New Yorker Katastrophe in ihm auslöst, ist der plötzliche Hunger auf gebratene Seezunge. Eine Tradition der Familie Halbertsma bei besonderen Anlässen, auch wenn dies eher ein denkwürdiges Ereignis ist.

In den 30er Jahren rettet Henri, ein verarmter Adliger, ebenfalls 10 Jahre, Johan vor einer Bande Halbwüchsiger, die ihn vermöbeln wollen. Fortan ist Henri immer bei den Halbertsmas anzutreffen und wird einige Zeit später auch von Johans Eltern adoptiert. So weit- so gut. Henri und Johan sind nur noch zusammen unterwegs, gehen gemeinsam zur Schule, streifen durch Rotterdam und philosophieren über Nietzsche. Hierfür ist vor allem Henri der Auslöser. Die Jungs halten sich für Übermenschen, für etwas Besseres. Als Johan und Henri Ferien in Deutschland machen, weitet Henri seine Definition des Übermenschen auch auf die Nazis auf. Als diese schließlich die Niederlande besetzen, vielleicht auch schon etwas vorher, wird Henri Polizist und klettert aufgrund seiner Kooperation mit den Nazis schnell die Karriereleiter hinauf. Johan arbeitet in der Bank seiner Familie und hält zu den jüdischen Freuden, v.a. zu dem Fischhändler Herrn Levy, der die Halbertsmas stets mit frischer Seezunge versorgt hat.

Was Henris Tod betrifft, sage ich lieber nichts, da dann schon fast die gesamt Handlung von mir geschildert worden wäre. Nur so viel, die Schuldfrage kann Johan für sich selbst nicht klären. Nach Henris Tod nimmt er immer mehr dessen Charakterzüge an, dieses egozentrische Verhalten und Denken, das ihm früher trotz Henris Übermensch-Theorie fremd war. Der junge Johan war mir sympathisch, vor allem im Schatten des übermächtigen Bruders und Freundes, der alte ist mir zutiefst unsympathisch und kommt mir eher wie Henri vor.

Alles in allem hat mir 'Der Freund, der keiner war' überhaupt nicht gefallen. Das fing schon beim Titel an, der nicht passte und hörte beim Klappentext auf. Dieser ist obwohl nichts Falsches darauf steht doch nicht wirklich passend für das Buch. Das Philosophieren der Jungen über Nietzsche, das auf der älteren Ausgabe erwähnt wurde, fehlte komplett. Wäre dies geschehen, hätte ich mir das Buch wahrscheinlich auch nicht gekauft. 2 von 5 Sternen gibt es von mir, für die Tonne ist es nicht, aber ich vertauschen werde ich es wahrscheinlich.
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