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Der Fremde in uns [Taschenbuch]

Arno Gruen
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 240 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. November 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423351616
  • ISBN-13: 978-3423351614
  • Größe und/oder Gewicht: 19,8 x 11,9 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 118.014 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Arno Gruen
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Produktbeschreibungen

Neue Zürcher Zeitung

Uns selbst fremd

rox. Der seit 1979 in der Schweiz lebende Psychologe Arno Gruen hat in seinem 77. Lebensjahr eine Standortbestimmung über das Fremdsein «in unserem eigenen Innern» publiziert. Ausgehend davon, dass die Menschen heute in einer Welt lebten, in der sie zunehmend voneinander abhängig sind, sei es doch augenfällig, wie sehr sich Menschen immer wieder gegeneinander wendeten. Anstatt nach Gemeinsamem im Menschsein zu suchen, sei heute eine Anthropologie der Ab- und Ausgrenzung zu beobachten. Ein Kapitel der anzuzeigenden Analyse handelt davon, «wie alles anfängt». Ob Völkermorde, Folter oder die «alltägliche Erniedrigung von Kindern durch ihre Eltern» – alle noch so unterschiedlichen Beispiele für Gewalt und Hass hätten doch immer das Gefühl der Abscheu vor dem «fremden» Anderen gemeinsam. Zur Psychologie der Täter gehöre es, dass sie sich selbst als Menschen einstuften, dem erniedrigten Gegenüber aber just dieses Menschsein absprächen. – Gruen entwickelt seine These exemplarisch an den Exponenten des nazistischen Terrors. Doch auch bei den Managern von heute liessen sich Aspekte dieses «reduzierten» Menschseins beobachten. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Perlentaucher.de

Pressenotiz zu : Neue Zürcher Zeitung, 02.09.2000
Mit einem kurzem Hinweis nimmt sich der Rezensent mit dem Kürzel "rox." des Buches an, dessen Inhalt er kurz skizziert. Der Autor analysiere die Wurzeln von Ausgrenzung und Gewalt, wobei er seine Thesen – besonders das Absprechen des Menschseins der Opfern durch die Täter – an den Naziverbrechen entwickele, sich diese aber auch auf den "Manager von heute" übertragen ließen, wie der Rezensent vermutet.

© Perlentaucher Medien GmbH
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .


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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
31 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Dieses Buch hat mich im Rahmen meiner therapeutischen Ausbildung sehr beeindruckt, lesen sollte es jeder Mensch. Arno Grün zeigt auf, wie durch die Verletzungen in der Kindheit und die Muster die dadurch entstehen, das Eigene abgespalten und dann als fremd eingestuft wird. Das Fremde, also z.Bsp. die Gebote und Verbote durch Andere werden als das Eigene angesehen und verinnerlicht. So ist ein unabhängiges, freies Leben nicht möglich. Er führt am Beispiel vom Leben Adolf Hitlers und seiner Gefolgschaft seine Thesen an. Dadurch wird ein wenig verständlicher, wodurch diese Bürde der Geschichte entstehen konnte und wie leicht wir wieder hineingeraten können, indem wir das Eigene in uns, daß uns fremd geworden ist, im anderen bekämpfen.
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Happyx TOP 50 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Wenn man so will, war Hitler die Katharsis der traditionellen Erziehung, in der Kindern jahrhundertelang vor allem der Willen gebrochen werden musste. Dieser Erziehungsstil war bis vor kurzem noch gang und gäbe. Arno Grün analysiert in diesem Buch, woher - im Vergleich mit Leidensgeschichten von Patienten - bei den Nazi-Größen die großen Verletzungen herrühren: Sie stammen aus der Zerstörung der kindlichen Empathie.

Gruen sieht Empathie (Mitgefühl) als die Schranke zur Unmenschlichkeit, sie ist der Kern unseres Menschseins, das Fundament von Moral und Gewissen. Aus den Biographien von Hitler etc. analysiert er, dass in deren Erziehung jeder Ausdruck von Schmerz oder Leid nicht erlaubt war. Verletzlichkeit wird so zum Fremden in einem Selbst, sie stirbt ab und wird auch anderen nicht mehr geschenkt, man wird gefühllos. Für Gruen ist Empathie konstituierend für das Menschsein, nicht so sehr die Triebnatur gemäß Freud. Er sieht vor allem die Notwendigkeit einer stimmigen Erziehung, nicht ohne Reibung notwendigerweise, aber mit liebevolleren sanfteren Übergängen und Entwicklungsstadien von Kindern.

Gruen argumentiert stimmig und sieht den Typus mit fehlender Empathie auch heute vorne: unsere Ellbogengesellschaft benötigt vor allem diese Charaktere. Aber sind sie natürlich, sozusagen gottgegeben in unserer Gesellschaft? Nein, wir haben m.E. die Kooperation, das Mitgefühl nur verlernt.
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39 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
ein ausgezeichnetes buch!!! 17. Oktober 2000
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
dieses buch ist sicherlich eines der besten bücher die ich jemals gelesen habe. gruen versteht es seine gedankliche klarheit, sowie die erzählungen der "kranken" menschen, so auf das papier zu bringen, dass man nur noch so an seinen lippen klebt. auch wenn einige kapitel oder fallbeispiel stark an seine vorherigen bücher erinnern, so z.b. "der wahnsinn der normalität", macht es mir immer noch sehr viel spaß seine werke zu lesen und immer mehr zu verstehen, weshalb menschen sich "unmenschlich" verhalten. die bisherigen bücher von gruen sollte man als einzelne kapitel eines großen ganzen sehen, was hoffentlich noch nicht fertig zusammen getragen wurde. ich hoffe, dass seine bücher viele verständige leser finden, die "das fremde in uns" wieder-finden und auch produktiv einsetzen. in seinen bücher kann man sich selber finden und vielleicht auch sogar verstehen.
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