Donald Westlake - in Amerika als einer der ganz großen des Kriminalromans gefeiert, in Deutschland noch eher unbekannt, ist mit diesem Buch ein ganz großer Wurf gelungen. Von der ersten Seite an versteht er es, beim Leser Spannung zu erzeugen und ihn von Kapitel zu Kapitel mehr in die Spannung einzuziehen. Der Plan von Burke, einem arbeitslos gewordenen Manager, ist recht einfach: 1. Seinen Traumjob finden 2. Weitere Bewerber ausfindig machen 3. Beseitigung von Jobinhaber und Mitbewerbern Der Beweggrund der Hauptfigur ist genauso makaber wie einleuchtend: Wenn er jemanden tötet, der seinen Job und somit das Überleben seiner Familie gefährdet, ist das dann nicht eher Notwehr? Dieses Buch ist wohl nur moralisch gefestigten Lesern zu empfehlen, denn je weiter die Geschichte erzählt wird, umso mehr gelingt es Westlake, den Hauptcharakter, eigentlich ein skrupelloser Mörder, zu vermenschlichen und um so mehr hofft der Leser am Schluss, dass sein Plan gelingt. Der makabre und rabenschwarze englische Humor ist für einen Amerikaner sehr bemerkenswert; ebenso die hervorragende Übersetzung von Johannes Schwab, durch die nichts von der Qualität des Originals verlorengeht.