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Der Fragebogen [Taschenbuch]

Ernst von Salomon
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

1. Mai 1961
Erschienen 1951, ist "Der Fragebogen" einer der größten Bucherfolge der Nachkriegszeit. Ein einzigartiger kühner literarischer Einfall führt eine bürokratisch-kollektive Maßnahme, die den Menschen zu kategorisieren suchte, ad absurdum und rundet sich im Bericht über ein bewegtes Leben zur Darstellung von 50 Jahren deutscher Geschichte.

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Der Fragebogen + Freikorps "Die Geächteten" + Freikorps "Ich befehle"
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 672 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 19 (1. Mai 1961)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499104199
  • ISBN-13: 978-3499104190
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 11,4 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 115.460 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Der Fragebogen
OA 1951 Form Roman Epoche Nachkriegsliteratur
Der Erfolgsroman von Ernst von Salomon gehört zu den ersten Publikationen in der Bundesrepublik Deutschland mit dem Prädikat »Bestseller«.
Entstehung: Anlass für den autobiografischen Rückblick auf die vergangenen Jahrzehnte deutscher Geschichte war die Internierung Salomons in der US-amerikanischen Besatzungszone und die Praxis der Entnazifizierung (Stichwort R S. 941).
Inhalt: Der Titel des Romans bezieht sich auf den Katalog von 131 Fragen, der dazu dienen sollte, die Beteiligung an den Verbrechen der NS-Diktatur und die Verstrickung mit dem System aufzuhellen. Hieraus ergibt sich eine subjektive Rückschau auf eigene Erlebnisse, Personen und Ereignisse, verbunden mit der Empörung über die Demütigungen und die Willkür der Siegermacht – als Grund für die Internierung Salomons und seiner jüdischen Lebensgefährtin etwa erweist sich eine Verwechslung.
Wirkung: Salomons Kritik am Schematismus der »Aufklärung« artikulierte das im Nachkriegsdeutschland weit verbreitete Unbehagen an einer als pauschal empfundenen Diskriminierung eines ganzen Volks. Scharfe Kritik richtete sich gegen Salomons Versuch einer Aufrechnung von nationalem Unrecht. C.W.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)
Salomon, Ernst von dt. Schriftsteller *25.9.1902 Kiel, †9.9.1972 Winsen/Luhe Der Fragebogen, 1951 Ernst von Salomon vertrat in vorwiegend autobiografischen Romanen zur Zeitgeschichte konservative nationale Positionen, die in der Bundesrepublik Deutschland zu Beginn der 1950er Jahre auf breites Interesse stießen. Der Sohn eines Rittmeisters erhielt seine Erziehung ab 1913 in den Kadettenanstalten in Karlsruhe und Berlin-Lichterfelde. Nach dem Ersten Weltkrieg gehörte Salomon zum Freikorps "Brigade Erhardt", deren Auflösungsorder den Kapp-Putsch (1920) auslöste. An diesem rechtsradikalen Umsturzversuch war Salomon ebenso beteiligt wie 1922 an der Ermordung des deutschen Außenministers Walter Rathenau (1867-1922) durch ehemalige Offiziere der sog. Organisation Konsul. Salomon verbüßte eine fünfjährige Zuchthausstrafe und wurde danach aufgrund eines versuchten Fememords erneut verurteilt, aus gesundheitlichen Gründen aber noch im selben Jahr freigelassen. 1930 erschien mit Die Geächteten sein erster Roman; er schildert den Werdegang des Autors vom preußisch-nationalen Kadetten zum antidemokratischen Freikorpskämpfer. Nationales Preußentum ist das zentrale Thema des Romans Die Kadetten (1933). Daraus, dass der Autor selbst Anhänger dieser Ideologie war, erklärt sich seine Distanz zum Nationalsozialismus. Während der NS-Zeit arbeitete Salomon zeitweise als Lektor des Rowohlt-Verlags sowie ab 1936 als Drehbuch-Autor für die Ufa und Bavaria. 1945/46 waren Salomon und seine jüdische Lebensgefährtin in einem US-amerikanischen Internierungslager inhaftiert. Nach dem sensationellen Publikumserfolg des Romans Der Fragebogen verfasste er erneut Drehbücher, so 1954/55 zu der als Antikriegsfilm konzipierten Trilogie 08/15 nach dem gleichnamigen Roman von Hans Hellmut Kirst (1914-89). Politisch wandte sich Salomon der Deutschen Friedensunion DFU zu (1960-69). Fragment einer Trilogie blieb Der tote Preuße (1973). Biografie: M.J.Klein, Ernst von Salomon, 1994

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Gerade das Buch ausgelesen. Wenig später habe ich zurückgeblättert und erneut hineingelesen. Zugegeben, am Anfang habe ich mich mit den detaillierten Beschreibungen des Autors schwer getan. Aber mit jeder Seite wurde die Sogwirkung größer. Vermutlich hängt es auch damit zusammen, dass die Uhr im Buch ständig in Richtung "Drittes Reich", "Zweiter Weltkrieg" und "Niederlage/Internierung" tickt. Da will man als Leser wissen, was es damit auf sich hat. Wie es jemand erlebt hat. Was er gesehen hat. Ernst von Salomon, an dessen schreibenden Hände Blut klebt, ist ein findiger Beobachter, der die Wirklichkeit durch eine ausufernde Erzählform zu verbergen weiß. Wir dürfen nicht vergessen, dass das Buch in einem besetzten Deutschland geschrieben und veröffentlicht wurde. Trotzdem wagte es der Autor und der Verlag die Besatzungspolitik der Alliierten zu kritisieren und mit üppigen Beispielen bloßzustellen. Ich denke, jeder, der sich für die Epoche interessiert, sollte das Buch gelesen haben, auch wenn es nur eine Sichtweise der Dinge widerspiegelt. Wie zuvor gesagt, gewinnt der Text mit jeder Seite. Deshalb sollte man sich keine Sorgen machen, wenn einem die ersten Kapiteln trocken und langatmig und verwirrend vorkommen. Absolut beeindruckend die Schilderung des Autors über sein Gefangenschaft in einem Internierungslager. Das muss man gelesen haben. Und nebenbei erfährt man allerlei über Recht und Unrecht, Tugenden und Laster, Wahrheit und Lüge im (untergehenden) Dritten Reich.
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22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Ein moderner Klassiker! Wer sich mit deutscher Geschichte im 20.Jahrhundert beschäftigt, der wird kaum an Ernst von Salomon vorbeikommen. Und wer sich mit dem Dritten Reich beschäftigt, der sollte unbedingt genau dieses autobiographische Werk lesen. In schonungsloser Offenheit schildert der Autor sein Leben und Erleben nach der Haft, der Machtergreifung, der Verhaftung durch die Gestapo, im Krieg und während der Internierung durch die Besatzungsmacht. Für mich ein zu unrecht vergessener Spitzenautor, dem nur wenige das Wasser reichen können, zu mal er eben keine phantastischen Geschichten schreibt, sondern direkt aus seinem Leben.
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Zeitdokument 30. März 2011
Format:Taschenbuch
Diese Buch besticht durch eine Sprache wie sie es heute nicht mehr gibt. Anhand eines Entnazifierungsfragebogens lässt der Autor sein Leben Revue passieren. Er berichtet über seine Verwicklung in die politischen Wirren in Deutschlands nach dem 1. Weltkrieg und seine Verstrickung in das Attentat auf Rathenau. Sehr schön ist auch die Passage über seinen Aufenthalt im französischen Baskenland. In diesem Buch schildert ein Freigeist, der so recht in keine Schublade passen will sein Leben. Er war zwar Mitglied der Brigade Erhardt, jedoch nie Mitglied der NSDAP. Es ist eben nicht alles so einfach gewesen, wie uns unsere heutigen Vergangenheitsbewältiger glauben machen wollen, denn man konnte zwar als Konservative gegen die Weimarer Republik sein, aber war deswegen noch lange kein Nazi.Und dieses Buch ist auch ein Beleg für die Willkür der US-Bsatzungsmacht, welche die Rede Richard von Weizsäckers widerlegt. In dieser wurde von ihm behauptet Deutschland sei 1945 befreit worden. Wer dieses Buch bis zu Ende liest kommt zu einem anderen Schluss. Die naiven Träume von Salomons Frau mit den Amerikanern werde alles besser werden, erfüllten sich so zum Kriegsende nicht. Die vermeintlichen Nazis oder Kriegsverbrecher, oft harmlose Bürger wurden von den Amerikanern geschlagen, gedemütigt, ja unmenschlich behandelt. Das hohe moralische Roß auf dem die US-Streitmacht nach Deutschland kam, war gepanzert und geharnsicht. Ein lesenwertes Buch!!
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16 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Deutscher vor der Amerikanisierung 8. September 2011
Format:Taschenbuch
Wie ein anderer Beobachter schrieb, fand ich den Anfang des Buches auch eher trocken. Das Problem ist, dass der Autor immer auf Pointen zuarbeitet. Das bringt unterhaltenden Gewinn, zugegeben; die Prosa verliert aber auch dabei. Fuer mich war der Hoehepunkt eigentlich die Beschreibungen in den Konzentrationslagern Natternberg und Plattling und dass es so etwas ueberhaupt gab. Befragt man Wikipedia, so findet sich bei Plattling kein Eintrag ueber ein Lager, auch nicht bei Natternberg. Ich wurde durch die Schilderungen immer wieder an Primo Levi erinnert, der ja auch immer wieder sehr negativ ueber die KZ-Bewacher, in seinem Fall die Deutschen, schreibt (sie sind Killer und Moerder, sie koennen nicht anders, das liegt nun einmal in ihrer Natur). Ich kann mich nicht erinnern, dass ihm dies je jemand als 'anti-deutsch' angekreidet haette, waehrend manche Rezensenten hier der Meinung sind, dass die Beschreibungen der amerikanischen KZs anti-amerikanischen Gefuehlen des Autors entspraengen. Wahrscheinlich nimmt man an, dass die Deutschen durchaus Verbrecher sind, waehrend dies bei den Amerikanern nicht der Fall ist. Bei Amerika ist es inzwischen schon fast zur Gewohnheit geworden, offene und verdeckte Angriffskriege zu fuehren, wobei sie Deutschland neuerdings auch unterstuetzt. Aber da Macht fast immer auch Recht ist (Amerika ist das beste Beispiel) braucht sich die heutige deutsche Fuehrung nicht zu bangen, beim Henker oder in einem Konzentrationslager zu enden. Wenigstens zeigt dieses Buch, bei zugegebener literarischer Schwaeche, dass nicht alles schwarz und weiss ist, wie es Schulbuecher und Politiker gerne haetten, selbst bei den verteufelten Blahblahs nicht.
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5.0 von 5 Sternen Titel, Tutel, Tattel
Kann keinen Roman schreiben. Zumutung, einen Roman zu schreiben. Will keinen Roman schreiben. Werde keinen Roman schreiben. Es muss genügen, dass ich zufrieden bin.
Vor 25 Tagen von Konrad Mühlberger veröffentlicht
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Sympathisant totalitärer Ideen, Mitglied einer terroristischen Vereinigung, dann Mord, Verhaftung und Zuchthaus. Lesen Sie weiter...
Vor 18 Monaten von Daniel Simon veröffentlicht
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Als literarisches Werk kann man den "Fragebogen" gar nicht hoch genug bewerten - erzählerisch ist es nämlich von höchster Meisterschaft, vermag die turbulente Zeit... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. Mai 2011 von Kankin Gawain
4.0 von 5 Sternen Frankfurter Rundschau 04/2011
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1.0 von 5 Sternen Witzige, aber zynische Polemik
Dieses Buch wurde mir sehr ans Herz gelegt. Ich wollte es mögen. In den ersten paar Dutzend Seiten fiel mir das auch sehr leicht: Salomon ist ein Causeur, der seinesgleichen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. April 2011 von anagram14
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Veröffentlicht am 18. März 2009 von Jeeves
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Veröffentlicht am 15. April 2007 von Buchstabenleser
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Ernst von Salomons Buch fasziniert nicht nur durch seinen mächtigen sprachlichen Ausdruck. In eindrucksvollen plastischen Bildern und hautnahen Erlebnissen fließt... Lesen Sie weiter...
Am 6. Oktober 2001 veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen geistreiche zeitgeschichtliche Unterhaltung
Die ersten 200 Seiten etwas trocken, dann aber zunehmend unterhaltsam. Ein Buch das man mehrmals liest.
Am 3. Juli 2000 veröffentlicht
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