Kurzbeschreibung
Der Fortschrittsglaube war in den vergangenen beiden Jahrhunderten ein zentraler Orientierungspunkt für sowohl seine Anhänger als auch seine Gegner. Wieviel davon ist heute noch lebendig? Dieses Buch bietet einen Abriss des europäischen Geschichtsdenkens von der Antike bis ins 20. Jahrhundert. Die essayistisch konzipierte Bestandsaufnahme bildet eine Art gedankliche Odyssee, mit dem semantischen Konstrukt des Fortschritts als Kompass.
Für die Suche nach Fortschritten heute, nach produktiven Auswegen aus einer unsicher gewordenen Welt, gibt es keine geschichtslosen Patentrezepte. Unser praktisches Problemlösen kann durch die Aufarbeitung der Wege und Irrwege des europäischen Fortschrittsglaubens aber vielleicht an Tiefenschärfe und realistischem Problembewusstsein gewinnen.
Bedrich Loewenstein verbindet in seinem Werk intellektuelle und politische Geschichte mit Kulturgeschichte. Sein interdisziplinärer Ansatz und europäischer Horizont zeichnen das Werk besonders aus.
Bedrich Loewenstein, geb. 1929, ist Emeritus der Freien Universität Berlin, ein bekannter Prager Geisteswissenschaftler und einstiger Dissident.
Über den Autor
Bedrich W. Loewenstein, geboren 1929 in Prag; mit 14 Jahren zur Fabrikarbbeit gezwungen aufgrund nationalsozialistischer "Rassegesetze".Nach dem Krieg Abitur Philosphiestudium. Erneute Fabrikarbeit, nach zwischenzeitlicher Rehabilitation Mitglied der Tschechischen Akademie der Wissenschaften, 1970 Berufsverbot. 1979 - 1994 Professor für Neuere europäische Geschichte an der FU Berlin.