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Der Flunkerclub
 
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Der Flunkerclub [Broschiert]

Jennifer Feldkirchner
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 139 Seiten
  • Verlag: P & B Verlag Pia Bächtold; Auflage: 1., Auflage (16. April 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3940951722
  • ISBN-13: 978-3940951724
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 8 - 10 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 14,6 x 0,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.105.846 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Wie alles begann ... Die Dämmerung war bereits herein gebrochen, im Kamin loderte ein wärmendes Feuer, und auf dem Tisch standen vier Gläser und eine große Flasche Kirschsaft. Rüdiger blickte aus dem Fenster seiner Wohnung auf die Gasse hinaus. Er war eine dunkelbraune Straßenratte, mit etwas längerem, leicht struppigen Fell und einem ausgefransten Ohr. Seine Wohnung befand sich direkt unter dem großen Restaurant in der Marktstraße. Der ideale Ort für eine Rattenwohnung, denn jeden Tag landeten haufenweise leckere Sachen in der großen Mülltonne vor dem Haus. Rüdiger kapierte nicht, warum die Menschen das ganze gute Essen wegwarfen, aber es gab da so vieles, was er an den Menschen nicht verstand. Er hatte bereits vor Jahren den Versuch aufgegeben, die Menschen und ihr Verhalten zu begreifen. Auf einmal zuckte sein Rattenschwänzchen aufgeregt hin und her, und seine Äuglein bekamen einen freudigen Glanz. Draußen auf der Straße näherten sich seine Freunde zu ihrem wöchentlichen Treffen. Schnell ließ er sie herein, bevor ein Mensch sie entdecken konnte. Nach einer herzlichen Begrüßung setzen sich die vier gemeinsam an den Tisch, und Rüdiger goss allen Kirschsaft in ihre Gläser. Die Freunde hießen Rodney, Ralf und Rita. Rodney war eine ziemlich große und dicke, graue Ratte mit einer kahlen Stelle am Kopf. Dort hatte er sich einmal das Fell verbrannt, als er dem leckeren Geruch der Pizza nicht widerstehen konnte. Nur dumm, dass sich die Pizza noch im Ofen befand und der Ofen schrecklich heiß war ... Zumindest ist er durch dieses Erlebnis vorsichtiger geworden. Man lernt eben immer etwas Neues dazu. Ralf war dagegen eine sehr schlanke Ratte. Für eine Ratte war er auch sehr gepflegt. Er hatte pechschwarzes Fell, das immer seidig glänzte. Er sagte, seine Mutter sei eine zahme Hausratte gewesen. Ralf dagegen fand es weniger toll, von den Menschen ständig herumgetragen und gestreichelt zu werden, daher war er bereits als kleine Ratte abgehauen, um ein Leben als wilde Ratte in Freiheit zu führen. Dennoch hatte er immer Wert auf ein gepflegtes Äußeres gelegt, was ihn besonders bei den weiblichen Ratten äußerst beliebt machte. Rita war auf den ersten Blick ein sehr attraktives Rattenmädchen. Zudem war sie immer freundlich und hilfsbereit. Diese Eigenschaft hatte sie leider im letzten Jahr ihren Schwanz gekostet. "Warum?", wollt ihr wissen? Nun, ein gut aussehender Rattenjunge hatte sie gebeten, den Bügel der Rattenfalle zu halten, während er den Käse daraus stibitzen wollte, der eigentlich als Köder gedacht war. Rita hielt also den Bügel, doch als sie die Kräfte verließen, war der Schwanz dummerweise genau dort, wo der Bügel runter schnappte. Der Rattenjunge floh vor Schreck und ließ Rita alleine zurück. In ihrer Verzweiflung hat sie sich den Schwanz einfach abgenagt, um der Falle zu entkommen. Das klingt jetzt vielleicht schrecklich, aber Rita hat sich daran gewöhnt, mit Stummelschwanz herumzulaufen, und immerhin war sie so aus der Falle entwischt. Auf jeden Fall hat auch sie etwas aus dem schrecklichen Vorfall gelernt. Mittlerweile traut sie nicht mehr jeder daher gelaufenen Ratte. Mit Ralf, Rodney und Rüdiger hat sie drei tolle Freunde gefunden, auf die sie sich immer verlassen kann. Nun wollt ihr aber sicher wissen, warum sich die vier Freunde jede Woche bei Rüdiger trafen. Die Idee kam von ihm. Und zwar saßen sie eines Morgens zusammen beim Frühstück in der Mülltonne vor dem Restaurant, als Ralf anfing zu erzählen, er hätte letzte Nacht einer Katze gehörig den Pelz versohlt. Natürlich glaubten ihm die anderen nicht und lachten ihn nur aus. Dann wurde Rita ernst und sagte: "Du weißt schon, dass man eigentlich nicht lügen soll?" "Hm, ich weiß, aber seid ihr nicht auch manchmal in eurer Fantasie mutig und stark? So stark, dass ihr es mit den gefährlichsten Katzen aufnehmen könnt? Oder würdet ihr nicht auch gern mal fliegen können wie eine Fledermaus?", fragte Ralf neugierig. "Nun ja ...", stammelte Rodney. "Natürlich", sagte Rita, "aber deswegen darf man doch trotzdem nicht lügen, oder?" Und da hatte Rüdiger einen Geistesblitz: "Wie wäre es, wenn wir einen Flunkerclub gründen würden?" "Einen was?", erwiderten alle wie aus einem Mund. "Einen Flunkerclub. Das heißt, wir treffen uns, und jeder darf den anderen eine Lügengeschichte erzählen. Etwas ganz Unglaubliches, was er gern erlebt hätte oder was einem einfach ganz toll gefallen würde. Einfach mal die Fantasie spielen lassen, ohne jemanden ernsthaft anzulügen, denn wir wissen dann ja, dass die Geschichten nur ausgedacht sind". Die anderen dachten kurz nach. "Klingt interessant", meinte Ralf. "Ja, lasst es uns versuchen!", sagte Rodney. "Ich bin auch dabei!", rief Rita. Und so kam es, dass sie sich am nächsten Abend zum ersten Mal bei Rüdiger trafen.

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Rattenscharfe Lektüre 12. Mai 2011
Lügen darf man nicht - so lernen es schon kleine Kinder. Und was sich bei Menschen bewährt hat, gilt auch im Tierreich, zum Beispiel bei den Ratten. Weil die vier Rattenfreunde Rita, Ralf, Rodney und Rüdiger aber gerne mal ihrer Fantasie freien Lauf lassen, treffen sie sich einmal pro Woche, um sich einen Abend lang gegenseitig erfundene Abenteuergeschichten zu erzählen.

So erzählt Rita beispielsweise, dass sie früher eine Prinzessin gewesen sei, die nur knapp ihrem Palast entkommen konnte, dabei aber ein Stückchen ihres Schwanzes eingebüßt hat. Drauen in Freiheit hat sie auch schon einiges erlebt: Sie war Bungee springen und konnte nur mit Mühe und Not einer großen Überschwemmung entkommen. Aber auch die anderen Ratten haben wahrlich Fantastisches erlebt, einrn Riesenkäse gefunden, der die Ratten zu Riesenratten anwachsen lässt, einen mauligen Igel gerettet und einem Zauberlehrling dabei geholfen, den ultimativen Zaubertrick für seine Zauberprüfung zu finden. Und tatsächlich konnte der Zauberlehrling dank des bunten Bonbonregens die Prüfung als bester abschließen.

An fünf Abenden erzählen die Freunde sich insgesamt 20 Geschichten, die von richtigen Abenteuern, über lustige Begebenheiten oder kuriose Begegnungen reichen. Die Bandbreite ist riesig, sodass für jeden etwas dabei sein dürfte. Und natürlich können Kinder ganz nebenbei wieder etwas lernen, beispielsweise über Freundschaft und Hilfsbereitschaft oder dass man "bitte" und "danke" zu sagen hat, denn in einer Geschichte wird ein Igel mit fragwürdigen Umgangsformen gerettet, obwohl er die Ratten vorher noch beleidgt hatte. Aber kurz darauf haben sie ihm schon beigebracht, wie man sich zu benehmen hat. Aber natürlich bleibt stets die Unterhaltung im Vordergrund.

Insgesamt 73 Abbildungen - viele davon farbig - untermalen das Erzählte ganz wunderbar. Mit ihrem unvergleichlichen Zeichenstil hat Jennifer Feldkirchner alle Emotionen und Erlebnisse eingefangen. Jede Ratte zeichnet sich durch eine bestimmte Eigenart aus, sei es der gekürzte Schwanz, die kleine Glatze oder die besonders sorgfältig gekämmten Haare. In ihren Gesichtern spiegeln sich in jedem Bild die Emotionen der putzigen Gefährten wider, sei es Freude, Überraschung oder auch mal Angst und Schrecken. Die Zeichnungen sind auf der einen Seite ausdrucksstark, auf der anderen aber auch kindgerecht einfach gehalten, sodass man auch schon jüngeren Kindern die Geschichten vorlesen und ihnen die Bilder zeigen kann. Gerade weil es sich um recht kurze Geschichten handelt, eignen sie sich gut zum Vorlesen.

Das vorliegende Buch überzeugt in Wort und Bild. Jennifer Feldkirchner erzählt wunderbare Geschichten für Kinder und jung Gebliebene und unterstreicht sämtliche Geschichten mit hervorragenden Zeichnungen, sodass man schon gespannt auf ihre nächsten Bücher sein darf!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Rattenzauber 13. Juni 2011
Von Anemone
Autorin Jennifer Feldkirchner ist mit "Der Flunkerclub" wieder ein wunderschönes Kinderbuch gelungen.
Vier Rattenfreunde, drei Jungs und ein Mädel, beschließen eines Tages beim opulenten Frühstück an der Mülltonne eines Restaurantes, sich einmal wöchentlich zu treffen, um Lügengeschichten zu erfinden und zu erzählen. Da im wahren Leben ja nicht gelogen werden sollte, könne man doch schließlich einen Flunkerclub gründen und nach Herzenslust loslügen!
Schon von der ersten Seite an ist man in der Geschichte gefangen und erlebt mit den vier Rattenfreunden Reisen in die Welt
der bunten Fantasie, man leidet mit bei der Flucht aus dem überfluteten Keller, man ist hautnah dabei, als eine Rattenmama mit ihren Kindern aus einem brennenden Haus gerettet wird. Und man bekommt unweigerlich Appetit bei der Reise ins Käseland, in der wirklich alles aus Käse besteht. Büsche aus Gouda mit Blättern aus Schmelzkäsescheiben, Limburgerkäsehütten, Blumen aus feinstem Mozzarella duften förmlich in die eigene Nase.
Bunte Zeichnungen wechseln sich mit Schwarz-weiß-Darstellungen ab, alle sehr ansprechend gestaltet in der typischen Feldkirchner Art, die eindeutig Wiedererkennungswert hat.
Ich habe das Buch mit Spaß und Freude gelesen, bin in eine farbige Rattenwelt abgetaucht. Und auch die Kinder, denen ich vorgelesen habe, saßen mit großen Augen und viel Spannung dabei.
Zum Abschluß des Buches gibt es noch ein Quiz für die Kinder - das gefällt mir ausgesprochen gut.
Und nun warte ich auf das nächste fantasievolle Buch von Jennifer Feldkirchner ...
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