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Ein Film, der es nach vielen Jahren wieder geschafft hat, mir (Jahrgang 70) eine sprichwörtlich dicke Gänsehaut über den Rücken und Arme laufen zu lassen.
In den voran gegangenen Rezensionen wird häufiger bemängelt, das ohne Blut und Splattereffekten kein Horror entstehen kann.
Also für mich ist Horror, wenn ein Film es schafft mich in seinem Bann zu ziehen und die o.a. Gänsehaut erzeugen kann. Da spielt es keine Rolle, ob nun wirklich ständig Blut zu sehen ist, oder nicht. Desweiteren lasse ich mich gerne von der Atmosphäre fangen und hinterfrage keine logischen Details - zum Beispiel: ob man einen Geist verbrennen kann - oder nicht.
Ein Gruselfilm soll mich gruseln und unterhalten - mehr nicht. Und das hat "Der Fluch von Darkness Falls" in allen Kategorien mit Bravour geschafft!
Was ich sehr schön (gruselig) fand, war der ständige Strom, unter dem man stand. Keine langsam steigende Spannung, sondern gleich von Anfang an von Null auf Hundert!! Sehr schön!
Alleine am Anfang die Szene mit dem Jungen im Bad und das langsame zurückfahren der Kamera. Wer spätestens nicht hier von der Atmosphäre des Films gefangen wird, braucht nicht weiter zu schauen. Der- oder diejenige definiert Horror halt anders...
Und nun die Abzüge in der B-Note:
Gott sei Dank hatte ich den Film bereits im Kino erlebt und habe somit die DVD nur noch als "Erinnerung" an der Film erworben. Was mir nämlich sofort unangenehm am Cover und am animiertem DVD Menü auffiel, ist, dass die Zahnfee in allen Details in Ruhe betrachtet werden kann. Oh Mann!!!!! Das kann doch echt nicht wahr sein.
Von einem Aspekt lebt "Der Fluch von Darkness Falls" besonders: nämlich das die Zahnfee im Laufe des Films immer nur für einen Augenblick zu sehen ist. Man fragt sich aufgrund der vorangegangenen Geschicht, wie die verbrannte Frau wohl "im Ganzen" aussieht... dieses Geheimnis wird natürlich im Showdown am Schluß des Films gelüftet.
Tja, das kann man sich jetzt sparen, da man nur das DVD-Cover umdrehen muß und sich den Bösewicht des Films in aller Ruhe anschauen kann... unglaublich blöd!!
Ansonsten ist die Zusatzausstattung auf DVD sehr befriedigend.
Fazit:
Wer in seiner Jugend (!) John Carpenters "The Fog" (kam auch ohne Blut aus) und die Hammerproduktionen mit Christopher Lee als Dracula gruselig fand, sollte sich diesen Film auf jeden Fall zulegen!
UND: wenn ihr das DVD-Cover in den Händen haltet, schaut euch NICHT die Rückseite an.
Danke für's Lesen
Und immer daran denken: bleibt im Licht...
Matilda Dixon wurde früher von den Kindern die „Zahnfee" genannt, und alle Kinder sind gerne zu ihr gegangen. Eines Tages verschwinden zwei Kinder und Matilda wird beschuldigt und gehängt. Am nächsten Tag tauchen die zwei vermissten Kinder wieder auf, und ab diesem Zeitpunkt liegt ein Fluch über „Darkness Falls". Jeder, der die Zahnfee nun im Dunkeln sieht, wird von ihr getötet. Und sie lauert auf jede Chance, die sie bekommt. Kyle's Mutter wurde ein Opfer von ihr und Kyle musste es sogar mit ansehen, doch natürlich nahm ihm niemand die Geschichte der Zahnfee ab. Jahre später erhält er einen Anruf von seiner Jugendfreundin. Ihr Bruder macht gerade dasselbe durch wie seinerzeit Kyle und sie bittet ihn um Hilfe. Er kehrt zurück in seine Heimatstadt und kaum als er ankommt, steht er der Zahnfee wieder gegenüber. Diesmal will sie ihn endgültig töten, denn da er damals nur durch einen „Trick" überlebt hat, hat sie noch eine Rechnung mit ihm offen.
Kaum ein anderer Film setzt dermaßen auf Schreck- und Schockmomente. Der Adrenalinspiegel des Zuschauers dürfte bei diesem Film so etwa alle 10 Minuten in die Höhe schießen. Und kaum hat man sich beruhigt, kommt auch schon der nächste Schreck. Und genau das macht diesen Film einzigartig. Ich zumindest ließ bei keinem anderen Film vor Schreck die Zigarette fallen. Außerdem baut „Darkness Falls" auch noch auf die Angst vor der Dunkelheit (die ja ein ganz kleines bisschen in jedem von uns steckt). Das Monster an sich -die Zahnfee- ist gar nicht so furchterregend, dass sie einem Alpträume bereitet. Es ist einfach das Ungewisse...was verbirgt sich im Dunkeln, was können wir nicht sehen. Dieses simple Prinzip richtig verpackt, kann zu so einem genialen Horrorschocker werden, wie es „Darkness Falls" ist. Und ich muss ganz ehrlich zugeben - nachdem ich den Film zu Ende geschaut habe, blieb bei mir noch eine ganze Weile das Licht an!
Was mir leider negativ aufgefallen ist, ist die Filmlänge. Gerade mal knapp über 1 Stunde (also mein DVD-Player ist irgendwie nicht auf die angegebenen 82 Minuten gekommen). Natürlich kann man nicht unendlich viel aus so einer Geschichte rausholen, aber ein bisschen mehr hätte es schon sein können. Das reicht jedoch nicht für einen Sternabzug, also: volle Punktzahl, ohne zu zögern!!
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