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Der Fluch der bösen Tat
 
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Der Fluch der bösen Tat [Taschenbuch]

Leif Davidsen , Peter Urban-Halle
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 339 Seiten
  • Verlag: Ullstein Taschenbuch; Auflage: 1. Auflage (1. Februar 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548255426
  • ISBN-13: 978-3548255422
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 11,6 x 2,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 450.514 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Der Augenblick der Wahrheit, Leif Davidsens erster Auftritt auf dem deutschen Buchmarkt, ist zu Unrecht seltsam resonanzlos bei Lesern und Kritik geblieben. Es bleibt zu hoffen, dass sein zweiter Thriller, Der Fluch der bösen Tat, der wie sein Vorgänger Weltpolitik und individuelle Schicksale vorzüglich zu einem intelligenten spannungsgeladenen Plot zu verbinden vermag, für mehr Furore sorgen wird.

"Vieles in seinem Leben hätte anders sein können, wenn er andere Entscheidungen getroffen hätte. Falls nicht ohnehin schon alles von vornherein feststand." So räsoniert der serbische Auftragskiller Vuk, der für den Balkankrieg zu einer hoch spezialisierten Kampfmaschine ausgebildet wurde, kurz vor dem Showdown des Romans. Vuk soll für die iranischen Mullahs eine ungeliebte und mit der Fatwa belegte Schriftstellerin während einer Pressekonferenz töten, nachdem der grausame Krieg auf dem Balkan sich dem Ende zuneigt. Kommissar Per Toftlund wird die undankbare Aufgabe übertragen, mit geringstem Einsatz von Hilfsmitteln für die Sicherheit der Künstlerin auf dänischem Boden zu sorgen. Lise Carlsen, Journalistin und PEN-Vorsitzende, soll mit ihm zusammenarbeiten. Ohne etwas Genaues voneinander zu wissen, planen Killer und Polizist Zug und Gegenzug in einem nervenaufreibenden Wettlauf mit der Zeit. Morde geschehen, für die sowohl Vuk als auch Toftlund verantwortlich zeichnen. Am Schluss wird es nur Verlierer geben, dieses Fazit ist der Autor seinem realistischen Blick schuldig. Nur die große Politik wird sich unschuldig am Lauf Dinge fühlen und mit scheinbar sauberen Händen zur Tagesordnung übergehen.

Welch verheerende Auswirkungen ein schrecklicher Krieg auf die menschliche Persönlichkeit hat, zeigt Leif Davidsen am grausamen Beispiel seines Helden Vuk, der zentralen Figur des Romans. Ohne Pathos, vielschichtig und mit großer Geduld formt der Autor den Charakter dieses zerstörten Menschen ohne Zukunft in einem höchst lesenswerten Politthriller. --Ulrich Deurer -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 01.10.2001
"Was verbindet eine Redakteurin der dänischen Zeitung Politiken, eine iranische Schriftstellerin und einen serbischen Heckenschützen", fragt Thierry Chervel und liefert die Antwort gleich hinterher: Die surrealsten Konstellationen sind die realistischsten. Das habe die Weltbevölkerung am 11. September lernen müssen, und das hat der dänische Journalist Leif Davidsen mit seinem Thriller "Der Fluch der bösen Tat" bereits 1996, als der Roman in Dänemark erschien, vorweggenommen, so der Rezensent. Das Buch ist für Chervel eine Fabel über den Fall Rushdie. Scheinbar entfernt liegende Erzählstränge (ein serbischer Killer bringt in Kroatien einen kroatischen Kriegstreiber um, in Dänemark wird eine Literaturredakteurin in die Chefetage ihrer Zeitung gerufen und in Bosnien erkennen die Serben, dass "ethnische Säuberungen" nicht so einfach durchführbar sind), verdichten sich am Ende zu einem katastrophalen Showdown. Davidson erzähle langsam, manchmal etwas "behäbig didaktisch", doch vermag er das Herzklopfen des Lesers sukzessive zu erhöhen, lobt Chervel. Erleichtert ist der Rezensent auch darüber, dass der Autor den Leser mit der oft banalen Coolness vieler Thriller verschone. Psychologische Einfühlung sei hier maßgeblich, und vor allem enthalte das Buch die geradezu beängstigende Prognose, dass ein Gegner, der aus dem Nichts komme, seinem Widersacher stets einen Schritt voraus sei.

© Perlentaucher Medien GmbH
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
"kranke Gesellschaft" 8. August 2001
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Schauplatz: Jugoslawischer Bürgerkrieg, 90er Jahre

Es beginnt mit dem Mord an einem nationalgesinnten kroatischen Schriftsteller und Radiomoderator. Er wird am helllichten Tag in einem Kaffee von einem serbischen Killer getötet. Der Killer namens "Vuk" wurde in einer serbischen Spezialeinheit ausgebildet. Vuk selbst wuchs in Dänemark auf. Als der Bürgerkrieg ausbrach, wurden seine Eltern und seine Schwester von Muslimen auf grausamste Art und Weise gefoltert, teils vergewaltigt und schließlich erschlagen. Ab diesem Zeitpunkt schwor Vuk den Muslimen Rache.

Schauplatz: Dänemark

Lise Carlsen vom dänischen PEN sowie der lokalen Zeitung "Politiken", lädt die vom Iran verfolgte Schriftstellerin "Sara Santanda" ein. Wegen ihrer Enthüllungen über die iranischen Priester, haben eben diese inoffiziell ein Kopfgeld in Höhe von vier Millionen US-Dollar ausgesetzt. Lise Carlsen die mit der Organisation beauftragt wurde, bekommt von der Kripo Unterstützung von einem Fachmann für hohe Besuche, "Per". Die dänischen Politiker verweigern ihre Unterstützung, weil sie Angst um die guten wirtschaftsbeziehungen mit dem Iran haben. Lise, die Probleme mit ihren Mann Ole (einem Psychologen) hat, verliebt sich in Per, den Mann von der Kripo. Sie kann sich von Ole, der schon lange dem Alkohol verfallen ist, nicht lösen. Zwar bindet sie nichts mehr an ihn, außer der teuren Wohnung, trotzdem ist sie nicht stark genug, sich loszusagen.

Schauplatz: Jugoslawien/Bosnien-Herzegowina

Vuk erhält vom Iran über die Russenmafia, wieder über seinen Ausbildner (in dem er eine Art Vaterersatz sieht), den Auftrag, Sara Santanda zu töten. Für Geld tötet Vuk nicht. "Dann töte für DIE SACHE", fordert sein Ausbildner. Der Mord an Santanda sollte nämlich einen fanatischen Muslim in die Schuhe geschoben werden. Schließlich nimmt Vuk an, erkennt aber, dass DIE SACHE längst im Sterben liegt. Auch hier ging es nur noch um Geld.

Schauplatz: Kopenhagen

Die Vorbereitungen für Santandas Besuch laufen auf Hochtouren, auch ist durchgesickert, dass ein Killer auf Santanda angessetzt worden ist. Aus diesem Grund wird der Besuchsort, an dem eine Pressekonferenz abgehalten werden soll, auf ein Flakfort verlegt, das sich auf einer Insel befindet.

LEIF DAVIDSEN hat einen gesellschaftskritischen Roman, als Krimi verpackt, geschaffen, der sich lesen lassen kann. Sowohl Politik, Presse, Fernsehen und PEN als auch die Probleme der Mitdreißigerin Lise, ihrem alkoholabhängigen Mann, den Psychologen (der die kranke dänischen Gesellschaft analysiert), den Singelmann "Kripo- Per" und den, in den Kriegswirren zur Kampfmaschine geschulten, Menschen Vuk, der lieber friedlich in Dänemark gelebt hätte, wo er einst seine Kinder- und Jugendjahre verbracht hat, werden in "DER FLUCH DER BÖSEN TAT" geschildert.

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6 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Unlogische Räuberpistole 7. Januar 2002
Format:Gebundene Ausgabe
Aufgrund der Rezension im SPIEGEL habe ich mir dieses Buch gekauft und bin ziemlich enttäuscht worden. Das erste Drittel versprach ja noch gute Unterhaltung, und man konnte auf ein "Schakal"-Imitat hoffen. Aber dann gleitet das Buch in Langeweile und Unlogik ab: Vom Killer erfährt man hauptsächlich in aller Ausführlichkeit, was er hier und da so verspeisst (meistens Steaks). Die Heldin steht zwischen Geliebten und Ehemann, als sie letzteren aber ermordet vorfindet, fängt sie sich recht schnell und wupp, weiter geht es mit der Arbeit. Das "unerwartete" Ende ist wirklich lächerlich, man kann laut lachen, wie sich die Heldin darüber entrüstet, dass ihr Geliebter bereit ist, ihr Leben gegen das der Geisel zu opfern - Trivialliteratur.
Es gibt viele bessere Romane des Genres.
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