Und der liegt darin, daß dem Leser durch die Inhaltsangabe eine spannende kurzweilige Geschichte versprochen wird. Die Wahrheit sieht jedoch völlig anders aus. Ich habe selten ein Buch gelesen, daß dermaßen an seiner eigenen Darstellung vorbeirauscht.
Erzählt wird in zwei Zeitebenen. Die Gegenwartsperspektive fängt mit der seitenlangen Beschreibung des Liebesverhältnisses zwischen der Archäologin und ihrem Freund an. A la Rosamunde Pilcher wird die Beziehungskriese der ach so erfolgreichen Altertumsforscherin seziert. Das übliche Klischee, was den Verdacht aufkommen läßt, daß die Autoren den Einstieg nicht finden. Und genau das ist auch das Problem auf der Vergangenheitsschiene. Seite um Seite werden historische Details beschrieben,sicherlich gut recherchiert,aber eine Folter für den Spannung und Handlung entgegenfiebernden Leser. Sehr viele historische Daten und Fakten untermalt mit komplizierten kirchlichen Zusammenhängen und das in einer Sprache, wie sie eben die Mönche des 12. Jahrhunderts gesprochen haben....
Man merkt eindeutig, daß das Buch von Wissenschaftlern geschrieben wurde.
Diese schaffen es wenn überhaupt erst zum Schluß,als Jeanne selbst in der alten Kirche graben will, einen Spannungsbogen aufzubauen, was ab ca. Seite 400 der Fall ist.
Fazit: Für historisch/theologisch Interessierte durchaus empfehlenswert, für Leser die sich eine spannende, mit einem stringenten Handlungsstrang durchzogene Story versprechen, nicht zu empfehlen.
Die 2 Sterne sind für das spannende Ende und die guten Recherchen.