Wer Wert legt auf gute Unterhaltung gepaart mit Abenteuer, Spannung, ein wenig Humor und einem nicht allzu hohen Anspruch - der ist bei den Büchern von clive Cussler immer auf der richtigen Seite. So ist es auch bei dem neusten Werk Cusslers, seiner zweiten Co-Produktion mit seinem Sohn Dirk. "Der Fluch des Khan" bietet alles, was das Leserherz begehrt.
Dieses mal stehen wieder "die Alten", nämlich Dirk Pitt sen. und sein Freund Al Giordino im Mittelpunkt der Story. Die Nachfolgegeneration Dirk Pitt jun. und dessen Schwester Summer, die im letzten Roman eindeutig Hauptprotagonisten waren, tauchen erst nach gut der Hälfte des Romans auf...spielen aber eine nicht unwichtige Rolle im Roman.
Es geht "In der Fluch des Khan" um ein mongolisches Geschwistertrio, das mit als Naturkatastrophen getarnte Sabotageakte wichtige Häfen und Umschlagplätze von Rohöl im nahen und fernen Osten zerstören und damit die Welt nahe an eine Erdölkrise führen. Vor allem China steht im Visier ihrer Anschläge und schnell wird klar, dass sie die Mongolei zur Weltmacht machen und die Traditionen von Dschingis und Kublai Khan wieder aufwecken wollen. Dabei gehen sie - wie für die Bösewichte in den Cussler-Romanen üblich - natürlich über Leichen.
Mehr durch Zufall geraten Dirk Pitt und Al Giordino ins Schußfeld der diabolischen Familie und werden zum ärgsten Wiedersacher. Sie müssen mehr als nur eine brenzlige Situation überstehen und brauchen die Unterstützung der gesamten NUMA (Rudi Gunn, Hiram Yaeger und Co bekommen wieder etwas mehr zu tun), um im allerletzten Augenblick die Welt vor einer riesigen Katastrophe zu retten.
Wie immer verstehen es Clive und Dirk Cussler eine abenteuerliche und sicher nicht wirklich realitätsnahe Story spannend und augenzwinkernd dazubieten. Die Stärke ihrer Romane und damit auch von "Der Fluch des Khan" liegt eindeutig in der fachlichen Kompetenz bezüglich allem, was mit Meeresforschung, Technik und Historie zu tun hat. Sie verweben Fiktion und historische Fakten zu einer herrlich unterhaltsamen Story. Ihre Hauptpersonen Dirk Pitt und Al Giordino sind mehr als nur Indiana Jones Verschnitte (wahrscheinlich haben sie eher zu Indiana Jones inspiriert), handeln sich bei ihren uneigennützigen und gefährlichen Aktionen unendlich viele Verletzungen ein, die sie problemlos wegstecken...sind immer gut drauf, humorvoll und selbstironisch - man muss sie einfach mögen. Die Bösen sind wie immer grundtief böse und ziehen - wie immer - letztendlich auch hier den Kürzeren.
Eigentlich weiß man immer bei den Cussler-Romanen, was passiert (im Groben), weiß wie es ausgeht,... und trotzdem ist das Lesen das reinste Vergnügen, kurzweilig, spannend und unterhaltsam - ein Kauf, der sich eindeutig lohnt!