Ob die historischen Hintergründe und die im Roman erwähnten ägyptologischen bzw. archäologischen Erkenntnisse, auf denen die Handlung basiert, realen Tatsachen entsprechen kann ich nicht beurteilen, aber die Geschichte ist spannend und temporeich erzählt. Ein neuentdecktes Grab, in den Bergen bei Luxor, gibt den Hinweis auf einen Schatz, der in der westlichen ägyptischen Wüste verborgen liegen soll. Verschiedene revalisierende Parteien jagen den Hinweisen nach und schrecken auch vor Mord nicht zurück. Die Handlungsstränge sind problemlos nachvollziehbar, da der Autor darauf verzichtet hat komplexe Verstrickungen zu schaffen. Kein Verwirrspiel sondern rasantes Geschehen steht im Vordergrund. Die landesspezifische Athmosphäre Ägyptens wird gut erfaßt und aktuelle politische bzw. soziale Konflikte in diesem Staat werden gut reflektiert, ohne jedoch aus dem Spannungsroman eine gesellschaftskritische Lektüre zu machen. Am Ende kommt es zu einer kleinen Überraschung, die der aufmerksame Leser jedoch bereits mehrere hundert Seiten zuvor erahnt.
Fazit: Ein guter Archäologie-Thriller, in dem der Leser so richtig versinken kann.