Zugegeben, von der Warhammer Welt wußte ich bislang eher nur am Rande. Klar, ich hatte schon davon gehört, immerhin sogar 2 (eher mäßige) Bücher von William King gelesen, aber.... na ja.
Meine Meinung von Autoren, die Ihre Brötchen mit Auftragsarbeiten von bereits längst eingeführten Welten verdienen müßen (a la Star Wars, Warcraft usw.), war eher.... nun, bescheiden. ;-)
Folgerichtig war der Kauf dieses Buches auch eher ein Versehen denn ein bewußter Kauf. Allerdings kein Fehlkauf wie sich später heraustellen sollte.
Aber der Reihe nach.
Alles beginnt mit einem mehr oder weniger kläglich gescheiterten Beutezug und unser Held (übrigens einem gewalttätigen, zur Paranoia neigendem Kerl, also DEM Dunkelelfen schlechthin) hat ein Problem. Ein Großes Problem, denn Versager werden bei Dunkelelfen nicht sonderlich alt, einer strenge (und ziemlich brutalen) Hierachie, in der sich der Stärkere vom Schwächerem nimmt, sei Dank.
Also muß ein Ersatzplan her, der in Gestalt eines ungeliebten Bruders mit einem mysteriösten Artefakt auch gleich zur Stelle ist. Aber damit erst einmal genug zur Story - immerhin machen die unvorhersehbaren Wendugen und Wirrungen ja einen Großteil des Lesevergnügens aus. Eine erfrischende Abwechslung im sonstigen Fantasy-Einerlei-Brei.
Bereits die ersten Seiten zeichnen das Bild dieses Antihelden vor, welches die ganzen 487 Seiten lang konsequent durchgeführt und weiterentwickelt wird. Wer hier auf der Suche nach konturlosen Gutmenschen und strahlenden Helden ist, sollte also besser schleunigst weiterlesen :-)
Warum das Buch gerade diesen Titel trägt und warum es letzten Endes überhaupt geht, erfährt der Leser leider erst relativ spät. Übrigens ein wenig zu plötzlich. Das kostet dem ansonsten sehr sauber (wenn auch recht unspektaktulär) geschriebenen Buch Atmosphäre und damit den 5ten Stern. Für gepflegte Unterhaltung reicht es aber allemal, ab und an blitzt sogar ein (wenn auch recht düsterer und makaberer) Humor auf.
Alles in allem also eine glatte Kaufempfehlung !