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Der Fluß dazwischen
 
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Der Fluß dazwischen [Taschenbuch]

Ngugi wa Thiong'o , Ngugi wa Thiong'o
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 188 Seiten
  • Verlag: Unionsverlag (1997)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3293200990
  • ISBN-13: 978-3293200999
  • Größe und/oder Gewicht: 19,2 x 11,6 x 1,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 678.015 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Ngugi wa Thiong'o
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Ngugis erster Roman erzählt vom Leben in kenyanischen Hichland zu jener Zeit, als die weiße Eroberung erst ein bedrohlicher Schatten war.
Waiyaki wächst in der traditionellen Dorfgemeinschaft des Kikuyu-Stammes auf und wird von seinem Vater als spritueller Führer und Erneuerer des Dorfes eingeweiht. Er besucht eine christliche Missionsschule, aber als er sich in ein Mädchen aus dem chrstianisierten Nachbardorf verliebt, kommt es zum tragischen, ausweglosen Konflikt mit dem Stamm.
Waiyaki, der sich nicht bekehren läßt, andererseits zum besten seines Volkes das Wissen der Weißen in einer unabhängigen Kikuyu-Schule vermittelt, steht dazwischen: ein Opfer der Zerrissenheit, die bis heute das moderne Afrika zeichnet.
Ngugi wa Thiog'o wurde 1938 als Sohn eines Bauern in Limuri in Kenya geboren. Nach dem Besuch einer Missionsschule studierte er am Makarere University College und begann dort seine schriftstellerische Laufbahn. Mit seinem umfangreichen Romanwerk und einer Vielzahl von literarischen und politischen Essays zählt er heute zu den bedeutendsten Schriftstellern Afrikas. 1967 erhielt er von Jomo Kenyatta den Staatspreis für Literatur, 1973 den Lotus-Preis auf der afro-asiatischen Schriftstellerkonferenz in Alma-Ata. 1977 wurde er verhaftet und interniert, 1982 mußte er sein Heimatland verlassen und lebt seitdem mit seiner Familie in London im Exil.

Autorenportrait

Ngugi wa Thiog'o wurde 1938 als Sohn eines Bauern in Limuri in Kenya geboren. Nach dem Besuch einer Missionsschule studierte er am Makarere University College und begann dort seine schriftstellerische Laufbahn. Mit seinem umfangreichen Romanwerk und einer Vielzahl von literarischen und politischen Essays zählt er heute zu den bedeutendsten Schriftstellern Afrikas. 1967 erhielt er von Jomo Kenyatta den Staatspreis für Literatur, 1973 den Lotus-Preis auf der afro-asiatischen Schriftstellerkonferenz in Alma-Ata. 1977 wurde er verhaftet und interniert, 1982 mußte er sein Heimatland verlassen und lebt seitdem mit seiner Familie in London im Exil.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Ngugi wa Thiong'o (spricht sich etwa: "N-gugi"; " w" wie im Englischen "double-you", also eher tonloses, konsonantisches "u", kein deutsches "w"!; "th" wie englisches stimmloses "tee-age", also wie in "thin" o.ä.; "ng" als EIN Laut so aus dem Gaumen, ähnlich wie wir in "lange" o.ä.) ist wohl einer der beiden wichtigsten Autoren im Östlichen Afrika. Ich habe den Roman auf Englisch in einer ostafrikanischen Schulbibliothek gefunden. Der Autor steht dort im Englischunterricht der Mittel- und Oberschule auf dem Lehrplan (und ist Prüfungsstoff)wie bei uns vielleicht Fontane, Th.Mann u.ä.. Westafrikanische Literaten sind im europäischsprachigen Westen wesentlich bekannter, aber auch über Ngugi habe ich bei einer Recherche schon vor mittlerweile acht Jahren über 100 Titel Fachliteratur gefunden, also meist literaturwissenschaftliche Aufsätze. Behandelt werden darin eher spätere Bücher von ihm, "The river between" (so der Originaltitel) gehört zum Frühwerk. Der Konflikt wird darin sehr eindrücklich herausgearbeitet - viele v.a. vor einigen Jahrzehnten entstandene belletristische Werke afrikanischer Autoren kreisen um die Störung der afrikanischen Lebenswelt durch die weißen Kolonialherren - während die Charaktere noch ein wenig geschnitzt bleiben, wenig Eigenentwicklung durchmachen. Die weiblichen Figuren werden zwar mit Sympathie dargestellt, bleiben aber mehr Kulisse für die männlichen Akteure und sind Leidende, nicht Gestaltende. Spätere Romane sind ausgereifter, technisch ausgefeilter, dramatischer. Ngugi verarbeitet unübersehbar eigene Erfahrungen und Probleme seines Lebens. Von westlicher/britischer formaler und natürlich auch literarischer Bildung geprägt, entwickelt er später ein Programm "Ent-Kolonialisieren des Kopfes/Verstandes" und wendet sich dann auch stärker seiner kenianischen Muttersprache als literarischem Medium zu. Der Roman verliert sicher etwas durch die Übersetzung(en): Ein Mensch lernt sprechen und denken in Kikuyu (der Sprache seines Volkes im südlichen Kenya), dann Literatur und schriftlichen Ausdruck in Englisch und wird schließlich noch in die Sprache des fernen Deutschland übersetzt (immerhin: gelobt sei der Verlag, der solche Bücher wagt!), wieviel "von ihm" und seiner Welt kommt darin dann zum Ausdruck? - Ich habe den Roman als junger Schlacks während eines einjährigen Aufenthaltes als Voluntär in Afrika gelesen, die zweite Hälfte ausgerechnet zur Zeit meines ersten Malariaanfalls und er hat sich mir mit dem hohen Fieber buchstäblich eingebrannt. Sicher nicht die Umtände für eine besonders nüchterne, distanzierte Betrachtung, aber eindrucksvoll. Wer ein Land oder eine Region und seine/ihre Menschen verstehen will, der kommt gar nicht darum herum, gute Literatur zu lesen, wohl gemerkt die aus einheimischer Feder, nicht solche Schnulzen von weißen Tanten - die gerade Ngugi geißelt für das schiefe Bild, das sie von seinem Land verbreitet haben.
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1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Mission versus Tradition 17. März 2005
Von "jonas_l"
Format:Taschenbuch
Im Land der Kikuyu erhaelt die christliche Religion Einzug. Waiyaki wurde in einer Missionschule ausgebildet, aber schaetzt weiterhin die traditionellen Werte der Kikuyu. Doch er ist seiner Zeit voraus und waehrend er sein Leben dem Wohl seines Volkes widmen will, findet er sich zwischen den Stuehlen wieder, als sich missionierte und traditionelle Stammesgenossen gegeneinander wenden, statt sich dem langsamen Vordraengen der Weissen Maenner zu widersetzen.
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