Nachdem Pharao Ptolemaios vor seiner eigenen Tochter aus Ägypten fliehen musste, lebt er nun mit seinen Bediensteten (und seiner Tochter Kleopatra, die hier allerdings nur die Rolle eines nörgelnden und überheblichen jungen Mädchens einnimmt) bei den Römern. Überall werden Verschwörer vermutet, und bald geschieht ein grausamer Mord an dem Schreiber des Pharao. Die Isis-Priesterin Samu macht sich auf die Suche nach den Mördern, wobei ihr immer wieder der griechische Arzt Philippos in die Quere kommt. Ihre Mission ist nicht gerade leicht, und sie sieht ihr eigenes Leben immer wieder bedroht....
„Der Flötenspieler" ist ein netter kleiner Krimi, der im letzten Drittel doch noch recht spannend wird, wobei der Schluss mich dann persönlich etwas enttäuscht hat. Es gibt in der Aufklärung zu wenige überraschende Wendungen, und der Schluss ist dann doch unbefriedigend. Außerdem fällt es teilweise schwer, sich wirklich in die Personen hineinzuversetzen. Interessant waren hingegen die Informationen über den Götterglauben und die damalige Kultur (ob nun römisch, ägyptisch oder auch griechisch) allgemein. Außerdem ist dem Autor hoch anzurechnen, dass jedes womöglich unbekannte Wort kursiv gedruckt ist und man es am Ende des Buches in einem Glossar nachschlagen kann. So hält man sich nicht mit langatmigen Erklärungen während der Erzählung auf und kann die Geschichte so mehr oder weniger flüssig lesen.
Eine nette Lektüre inklusive dem Auftritt einiger bekanner historischer Personen, mit der man sich über die eine oder andere ungefüllte Stunde retten kann.
Ein weiterer (auf diesen folgender) Krimi mit der Priesterin Samu und dem Arzt Philippos ist ‚der Tempelmord'.