...als diesen missglückten Versuch Soininvaaras, sich auf dem glatten Parkett politisch-religiöser Verschwörungen zu bewegen. Es mag ja ein noch halbwegs aktueller Trend sein, sich als "Spannungsautor" an Beschreibungen von Computergame-artigen "Quests" zu versuchen, bei es es um die Aufdeckung von Geheimnisses aus alter Zeit geht und bei denen neben Verstrickungen auf höchster politischer Ebene möglichst noch ein kirchlich-religiöser Zusammenhang gegeben ist bzw. konstruiert wird - wenn Taavi Soininvaara aber mit diesem Buch auf den möglicherweise ohnehin längst abgefahrenen Zug aufspringen wollte, ist das gründlich daneben gegangen. Eine hanebüchene Verschwörungsstory mit endlosen, ermüdenden Wiederholungen und "Vorlesungen" zu finnischer Historie und/oder Mythen, bei der die Figuren zur klischeehaften Staffage verkommen - ebenso einfallslos hölzern agierend wie redend. Von allen bisherigen Büchern um Arto Ratamo, die immer mehr oder weniger an ihrer letztlich kalten Konstruiertheit litten, ohne dass wirklich glaubwürdige, "echte" Charaktere dem wenigstens einigermaßen entgegen wirken konnten, ist dies mit Abstand das schwächste. Oder anders gesagt: für jeden literarisch auch nur etwas anspruchsvollen oder auch einfach nur gute Unterhaltung suchenden Leser eine reine Zeitverschwendung.