Kurzbeschreibung
1 Einleitung 2 Beschreibung, Systematik und Verwandtschaft 2.1 Das äußere Erscheinungsbild: unverwechselbar 2.2 Morphometrische Daten 2.3 Arten und Unterarten 2.3.1 Europäischer Feuersalamander, Salamandra salamandra 2.3.2 Korsischer Feuersalamander, Salamandra corsica 2.3.3 Nordafrikanischer Feuersalamander, Salamandra algira 2.3.4 Vorderasiatischer Feuersalamander, Salamandra infraimmaculata 2.4 Verwandtschaftliche Beziehungen 3 Verbreitung 3.1 Europäischer Feuersalamander, Salamandra salamandra 3.1.1 Gesamtareal 3.1.2 Verbreitung in Deutschland 3.1.3 Zwei Unterarten in Deutschland 3.2 Korsischer Feuersalamander, Salamandra corsica 3.3 Nordafrikanischer Feuersalamander, Salamandra algira 3.4 Vorderasiatischer Feuersalamander, Salamandra infraimmaculata 3.5 Höhenverbreitung 4 Lebensräume und Vergesellschaftung 4.1 Landlebensräume in Mitteleuropa 4.2 Laichgewässer in Mitteleuropa 4.3 Ein Blick nach Südeuropa 4.4 Vergesellschaftung 5 Balz und Paarung 5.1 Zeitliche Einbindung 5.2 Paarungsverhalten 5.3 Gibt es Rivalenkämpfe und Revierbildung? 6 Die Larvalphase: kurz aber entscheidend 6.1 Zeitliche Einbindung 6.2 Geburt der Larven 6.3 Larvenanzahl und morphometrische Daten 6.4 Larvalentwicklung 6.5 Metamorphose und Landgang 6.6 Ein Blick auf andere Fortpflanzungsstrategien des Feuersalamanders 6.7 Die Entstehung der Larvi- und Juviparie 6.8 Die besonderen Bedingungen im Fließgewässer 7 Das lange Leben an Land 7.1 Juvenilphase 7.2 Adultphase 7.3 Populationsdichten und Populationsdynamik 8 Gefährdung und Schutz 9 Was noch fehlt 10 Literatur 11 Register
Der Autor über sein Buch
Unter den einheimischen Amphibien nimmt der Feuersalamander eine Sonderstellung ein. Das hat mehrere Gründe. Zum einen ist er unverwechselbar und gilt im Gegensatz zu anderen Schwanz- oder Froschlurchen als schön und begehrenswert, was auch mit der Werbefigur "Lurchi" zu tun haben dürfte, die seit vielen Jahrzehnten als strahlender Sieger aus den turbulentesten Abenteuern hervorgeht. Zum anderen ist die Biologie des Feuersalamanders durch Einzigartigkeit geprägt, denn die Geburt von Larven tritt bei keinem anderen Salamander oder Molch auf. Darüber hinaus können einige Feuersalamander, ähnlich wie die Alpensalamander, auch völlig entwickelte Jungtiere gebären, die kein aquatisches Larvalstadium mehr benötigen. Drittens ist die mythologische Bedeutung des Wortes "Salamander" zu nennen, die meist in Verbindung mit Feuer, von etwas Geheimnisvollen umgeben ist. Wer im Internet unter dem Stichwort "Salamander" sucht, wird viele derartige Anknüpfungspunkte finden. Meine eigenen Interessen und Untersuchungen am Feuersalamander konzentrieren sich vor allem um den Komplex der Larveneinbindung in das Ökosystem Fließgewässer und den sich daraus ergebenden populationsbiologischen Fragen. Ein früheres Buch über die Ökologie des Feuersalamanders (THIESMEIER 1992a) ist seit längerem vergriffen, sodass es an der Zeit scheint, eine neue und komplett aktualisierte Ausgabe zu schreiben. Ein zweiter Anlass für dieses Buch war die Bearbeitung des Handbuch-Kapitels über den Feuersalamander (THIESMEIER & GROSSENBACHER 2004), das ich als Grundlage einsetzen konnte, um ein neues Porträt dieser Art zu zeichnen. Das vorliegende Werk ist keine Monografie im eigentlichen Sinne. Vor allem die zahlreichen anatomischen, morphologischen und physiologischen Arbeiten, die in den letzten 120 Jahren über den Feuersalamander verfasst wurden, sind nur ansatzweise berücksichtigt worden. Die Larvenökologie steht weiterhin im Mittelpunkt, sodass in der Themenbehandlung auch keine Ausgewogenheit herrscht. Es wurde hingegen versucht, die molekularbiologischen und phylogenetischen Erkenntnise der letzten Jahre zu integrieren, was dadurch zum Ausdruck kommt, dass der Feuersalamander heute als Arten-Gruppe gesehen wird. Nach der Bitte um Fotos im Kollegen- und Freundeskreis erhielt ich eine Fülle von ausgezeichnetem Bildmaterial, und meine ursprüngliche Planung von Farbseiten erweiterte sich stetig. Ich entschloss mich daher, neben dem Text auch ein kleines "Bilderbuch" zum Feuersalamander zusammenzustellen, das die Schönheit der Tiere in möglichst vielen Variationen zeigen und gleichzeitig als ein illustrierter Wegweiser durch die Farbenpracht vieler Unterarten und Arten dienen soll. Dadurch wurde allerdings die Konzeption, die den Beiheften der Zeitschrift für Feldherpetologie zu Grunde liegt, gesprengt, sodass der Band als Supplement der Zeitschrift erscheint.