Es ist eine recht eigenwillige Erzählweise die sich Amin Maalouf bei diesem Buch zu nutze macht. Es wird hierbei nicht ausschließlich aus der Sicht Tanios erzählt, auch ist die Geschichte nicht zusammenhängend.
Der Erzähler ist ein sehr interessierter junger Mann welcher sich auf die Suche nach dem Geheimnis dieser Legende macht. Er befragt den Dorf-Ältesten nach seinem Wissen und eignet sich die Dorfchronik an. Erst dann beginnt er die Geschichte zu erzählen. Unterbrechungen wie zum Beispiel Zitate aus der Dorfchronik oder plötzliche Sprünge aus der Geschichte heraus in die Gegenwart (das Gespräch mit dem Ältesten) haben für mich die Geschichte zu Anfang interessant und irgendwie heiter wirken lassen. Am Ende jedoch hat es bei mir den Lesefluss behindert. Negativ anzumerken hätte ich auch noch das m. E. das Buch zu schnell zu politisch wurde, was nicht der ursprünglichen Art einer Sage" entsprach.
Jedoch ist die "Sage" als der "wahre Kern" des Buches sehr schön herausgearbeitet, farbenfroh und mitreißend erzählt.
Alles in allem handelt sich um eine rührende Geschichte.