Nach dem Welterfolg „Im Westen nichts Neuen" erschienen diese sechs Erzählungen von Erich Maria Remarque in einer US-amerikanischen Zeitschrift. Sie behandelten wie der Roman-Bestseller die Schrecken des ersten Weltkrieges und die späteren Auswirkungen auf die Menschen, die daran teilgenommen haben. Der wohl eindringlichste Text, die Titelgeschichte „Der Feind", greift das bekannte Motiv von der zeitweiligen Versöhnung der feindlichen Truppen über die trennenden Schützengräben hinweg auf. Die Soldaten trauen sich - zuerst unter Todesangst - aus den Gräben heraus und tauschen kleine Geschenke aus. Später finden sie Wege, sich auf halben Weg zu treffen und sich die Hände zu reichen. Der Friede inmitten des langen Stellungskriegs. Das geht so lange gut, bis ein vorgesetzter Offizier, der von den unerwarteten friedlichen Vorgängen der zurückliegenden Tage nichts weiß, auftaucht und den Befehl zum Angriff gibt. Und niemand kann die Soldaten auf der anderen Seiten warnen, ihnen sagen, daß sie in Deckung bleiben sollen... Der kleine Remarque-Band enthält Texte von großer Eindringlichkeit. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)