Worum geht es?
Nils Trojan ist Polizist bei der Berliner Kriminalpolizei, und Nils Trojan hat ein Problem, das er als Polizist eigentlich nicht haben sollte: Angstzustände und Panikattacken, die im Ernstfall beim Einsatz Leben gefährden könnten. Also sucht er, unbemerkt von seine Kollegen, eine Psychotherapeutin auf. Jana. Er ist ganz begeistert von ihr und versucht sie davon zu überzeugen, dass er mehr sein kann, als nur ihr Patient. Gleichzeitig aber geschehen grausame Morde.
Junge Frauen, alle blond und hübsch, werden in ihren Wohnungen aufgefunden. Tot. Kahlrasiert. Verstümmelt.Und immer anwesend ist auch ein toter Vogel.
Nils und seine Kollegen tappen völlig im Dunkeln, und das Morden nimmt kein Ende. Die einzige Zeugin ist ein kleines Mädchen.
Wie fand ich das Buch?
Ich wusste ja schon im Vorfeld in etwa was mich in den Büchern erwarten würde. Ein hochspannender Thriller, der richtig eklig sein soll, den man aber trotzdem nicht mehr aus der Hand legen kann. Davon stimmen für mich nur 2/3. Richtig eklig fand ich ihn nicht :D Für die ganz Zartbesaiteten ist das Buch sicherlich nicht gerade appetitlich, aber wer mal die Bücher von Cody McFayden oder C.J. Samson gelesen hat, kennt andere Maßstäbe für Ekel beim Lesen.
Trotzdem ist das Buch unheimlich unheimlich spannend, man kann einfach nicht aufhören zu lesen. Ich hätte beinahe in Berlin meine Station verpasst, weil ich nur noch schnell die nächste Seite.. und aaaah.
Besonders gelungen finde ich dieses Spuren legen. Man ist sich total sicher, hah! Jetzt weiß ich wer der Täter ist, und dann ändert sich doch wieder alles. Ich hatte das ganze Buch über ständig wechselnde Verdächtige im Kopf, und doch war das Ende wieder völlig überraschend.
Eine Sache ist mir allerdings noch aufgefallen, bei der ich mir nicht ganz sicher bin ob der Illustrator nicht ein wenig getrieft hat. Der Vogel in dem Buch, der ab und an am Tatort auftaucht ist ein Gimpel (könnt ihr ja mal googlen), aber das da auf dem Cover ist doch ein Rotkehlchen oder?
Achja, da fällt mir noch eine Sache ein, die mich am Buch doch ein klitzekleines bisschen gestört hat, nämlich die Beziehung zu Vögeln. Sie werden ziemlich fies getötet, aber das mein ich nicht, sondern dass das die Vögel ja im Zusammenhang mit den Morden stehen, und im ganzen Buch werden sie als eklig, beunruhigend, widerlich und einschüchternd dargestellt. Auch unabhängig von den Opfern. Aber ganz ehrlich, wieviele Leute kennt ihr die durch die Straßen gehen, bspw. einen Spatz sehen und denken "Oh mein Gott, der ist so eklig. Hoffentlich kommt der nicht her und berührt mich. Und ersteinmal dieses widerliche Geräusch der Flügel..." Eben, ich kenne auch niemanden.
Ein super spannender Thriller den man lesen will, bis einem die Augen zufallen.