Das Buch handelt von einer ungewöhnlichen Liebe an einem ungewöhnlichen Ort. Während des Unabhängigkeitskrieges eines baltisches Landes gegen Russland zwischen den beiden Weltkriegen, verschanzt sich eine Gruppe von Kämpfern auf einem ehemals wohlhabenden Anwesen. Die Gruppe ist relativ isoliert, es kommt zwar immer wieder zu Kampfhandlungen, doch im Zentrum stehen die menschlichen Beziehungen in diesem Mikrokosmos und hier vor allem die zwischen Erich, dem Icherzähler, und Sophie, der Schwester seines besten Freundes.
Während sie ihre Liebe offen und geduldig zeigt, ist er zumindest oberflächlich abgeneigt. Dennoch scheint er die Situation zu genießen, erkennt aber erst zu spät, dass seine Gefühle womöglich doch stärker waren, als er sich eingestehen wollte.
Das Buch besteht zu einem großen Teil aus inneren Monologen, die aber nur selten glaubwürdig sind. Als besonders störend empfand ich das immer wieder auftauchende Gefühl, dass nur eine Frau glauben kann, dass ein Mann so denkt. Solche Eindrücke hatte ich bisher noch nie beim Lesen eines Romans.
Obwohl das Thema nicht uninteressant wäre, ist es eine Kombination von Langatmigkeit und mangelnder Glaubwürdigkeit, die mir dieses Buch als wenig lesenswert erscheinen lässt.