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Der Fall Hörbuch-Download – Gekürzte Ausgabe

4.2 von 5 Sternen 72 Kundenrezensionen

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Produktinformation

  • Hörbuch-Download
  • Spieldauer: 3 Stunden und 45 Minuten
  • Format: Hörbuch-Download
  • Version: Gekürzte Ausgabe
  • Verlag: steinbach sprechende bücher
  • Audible.de Erscheinungsdatum: 14. November 2013
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B00GO9E98K
  • Amazon Bestseller-Rang:
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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Von Martin Kasperzyk TOP 500 REZENSENT am 22. November 2013
Format: Taschenbuch
Es geht abwärts. Jedenfalls aus der engen Sicht des Etablierten. Beschreibt Camus den bedauernswerten menschlichen und gesellschaftlichen Abstieg des erfolgreichen und wohlsituierten Rechtsanwaltes Johannes Clamans? Nur scheinbar, in Wirklichkeit führt Camus uns die nackte, kalte Wahrheit eines Menschen vor Augen, der ohne Illusion und ohne Hoffnung lebt und dem nichts wirklich heilig und wichtig ist im Leben. Ein Leben ohne Verantwortung und Sinn, und ein Mensch, der dies alles klar erkennt.

Äußerlich lebt Clamans wie die meisten von uns. Wir alle wollen ein sauberes Leben; Geld, einen guten Beruf, eine Familie, Freizeit. Es beruhigt und genügt den meisten, wenn sie auf der richtigen Seite stehen. Die Genugtuung etwas erreicht zu haben, das Hochgefühl der Selbstachtung sind mächtige Triebfedern, die uns Haltung geben und vorwärtsbringen. Warum nachdenken, wenn ich in der Sonne stehe?

Clamans genießt sein Leben und den beruflichen Erfolg in vollen Zügen. Er sonnt sich im Gefühl, stets das Richtige zu tun und überhaupt ein hervorragender und glücklicher Mensch zu sein, dem es an nichts fehlt.
Doch urplötzlich vernimmt er inmitten seines prallen und warmen Lebens jedoch ein Lachen, woher auch immer. Ein Lachen, das - immer öfter wiederkehrend - wie die Zähne am Fleisch weiter und weiter an seiner heilen Welt nagt, bis davon nichts mehr übrig bleibt. Diesen Zweifel am Sinn seines Tuns wird Clamans nun nicht mehr los. Was passiert, wenn ich mein Tun nicht mehr als sinnvoll erlebe und mich auch nicht mit den äußeren Surrogaten wie Erfolg, Macht, Geld oder allem möglichen Genuss zufrieden geben und beruhigen kann?
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Von Ein Kunde am 25. November 1999
Format: Gebundene Ausgabe
Ich habe "den Fall" von Camus bereits viermal gelesen und halte ihn für eines der größten Bücher, die je geschrieben wurden. Die Lebensbeichte des Clamens, der in Amsterdam den Beruf eines "Bußerichters" ausübt, ist psychologisch schlüssig und zeichnet sich durch eine Logik und Analyse der menschlichen Existenz aus, die einerseits genial, andererseits aber auch unheimlich kalt ist. Wenn es je ein Buch geschafft hat "Hoffungslosigkeit" und "das unausweichliche Auf-sich-Laden von Schuld" analytisch herzuleiten, dann dieses. Gleichzeitig ist es packend und regt an so maches zu überdenken. Die zentrale Frage im "Der Fall" (wenn auch nie explizit geäußert) ist die folgende: Tu ich nur dann Gutes, wenn ich dabei keine Genugtuung empfinde (da sonst Opportunismus und Egoismus) oder darf ich es auch gerne tun. Clamens schließt sich ersterem am, schafft es aber nicht sich von seiner Ego-orientiertheit zu lösen und gerät somit in eine negative (logische) Abwärtsspirale, die schlielich in die Hoffnungslosigkeit mündet. Was ihm schließlich bleibt ist seine Fähigkeit die anderen von ihrer "Mitschuld" zu überzeugen, um zumindest sein Gefühl der Hoffnungslosigkeit mit anderen "teilen" zu können. Was dem Buch allerdings fehlt (muß es auch, da es seine makellose Logik zerstören würde) ist der menschliche Humor.
Fazit: Grandios aber auch unendlich kalt.
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Format: Gebundene Ausgabe
Ich war überwältigt von diesem Buch ... ich habe es in einem Stück durchgelesen und bin danach nur noch völlig entrückt umhergewandelt. Niemand beherrscht den konstruktiven Exsistenzialismus so wie Camus, in diesem Buch ist ihm ein Meisterwerk gelungen. Man lebt anders, wenn man dises Buch gelesen hat. Menschen erschienen mir anders, und man denkt über sein Handeln nach... aber vor allem über den Selbstbetrug. Es war mir danach nicht mehr möglich Dinge vor mir selbst zu verbergen , Camus lenkt den Blick auf uns selbst, unsere dunklen Seiten und zwingt uns sich ihnen zu stellen! Ich habe seither aufgehört andere Menschen zu bewerten. Es ist mir nicht mehr möglich, denn solange ich nicht den Mut aufbringe über mich selbst Gericht zu sitzen, kann ich nicht andere verurteilen. Unbedingt lesenswert!
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Format: Taschenbuch
"Ein einziger Satz wird ihnen zur Beschreibung des modernen Menschen genügen: Er hurte und las Zeitungen" (8). Ja, so denkt er, dieser wunderbar zynische Ich-Erzähler aus Albert Camus' Roman “Der Fall”, der, der die Café-Szene Amsterdams tingelnd, sein Handeln und Wirken als Pariser Anwalt reflektiert. Gebannt verfolgt der Leser, mal mit Bewunderung, mal fasziniert, mal voller Verachtung, wie der Erzähler Rechenschaft ablegt über die Heuchelei seiner Existenz, wie er mit Lug, Betrug und der ihm eigenen Fähigkeit, seine Mitmenschen zu manipulieren, zu einem angesehenen Mitglied der Gesellschaft aufgestiegen ist. An einer der bekanntesten Stellen des Romans versucht er sich an einer Selbstcharakterisierung, die auch heute noch das Denken und Handeln einiger Zeitgenossen treffend umschreiben dürfte: "Ich war vertraulich zur rechten Zeit, schweigsam, wenn es nottat, der heiteren Ungezwungenheit ebenso fähig wie der würdigen Förmlichkeit, und traf immer den richtigen Ton. […] [I]ch brachte es fertig, gleichzeitig die Frauen und die Gerechtigkeit zu lieben, was gar nicht einfach ist, ich betrieb Sport und war den schönen Künsten zugetan, kurzum, ich will nicht weiterfahren, sonst könnten Sie mich am Ende der Selbstgefälligkeit zeihen" (25).

"Der Fall" nimmt in Camus' Gesamtwerk in vielerlei Hinsicht eine Sonderstellung ein. Es war dieser Roman, für den er 1957 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet wurde.
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