Sir Eustace Pennefather, ein berühmt-berüchtigter Londoner Schürzenjäger, bekommt eines Morgens eine Packung Pralinen an die Adresse des vornehmen Rainbow Clubs, in dem Eustace Mitglied ist, zugeschickt. Ein Begleitschreiben gibt die Pralinen als kostenlose Probe einer bekannten Pralinen-Firma aus. Doch Pennefather schlägt das Werbe-Geschenk aus und gibt sie an Mr. Graham Bendix, der ebenfalls Club-Miglied ist, weiter. Dieser lässt die Pralinen seiner Frau zukommen. Nach dem Verzehr der Pralinen weisen beide, Mr. und Mrs. Bendix, heftige Vergiftungserscheinungen auf, an denen Mrs. Bendix schließlich stirbt.
Anhand dieser bekannten Tatsachen wollen die sechs Mitglieder des "Kriminalzirkels" versuchen, den Fall zu lösen. Ausgehend von verschiedenen Fragen (Wer hatte die nötigen Kenntnisse, um die Likörfüllung der Pralinen mit Nitrobenzol zu versetzen? Wie war es möglich, das Schreiben der Pralinen-Firma zu fälschen? Wer hatte Gelegenheit das Päckchen am Vorabend der Tat abzuschicken? Und natürlich: Wer hatte ein Motiv für die Tat?) findet jeder von ihnen eine andere plausible Lösung, die jedoch erst vor den kritischen Einwänden der anderen bestehen muss.
In dieser originellen Herangehensweise besteht zweifelsfrei der Reiz des Buches. Der Großteil der "Handlung" (= die Zirkel-Mitglieder präsentieren nacheinander ihre Theorien) findet bei den abendlichen Zusammenkünften des Kriminalzirkels statt und meistens lässt der Autor die Mitgliedes des Zirkels selbst erzählen. Der Leser begleitet zwar zeitweise den Protagonisten Roger Sheringham, Bestsellerautor und Vorsitzender des "Kriminalzirkels", bei seinen Ermittlungen, doch bleibt das eher die Ausnahme. Das ist für einen Krimi ungewohnt action-arm (was jedoch der Spannung keinen Abbruch tut) und streckenweise etwas langatmig (dafür gibt es einen Stern Abzug).
Amüsant ist, dass der Autor sich über seine Romanfiguren hin und wieder lustig macht, indem er das, was sie tun oder sagen, auf ironische Weise kommentiert. Und auch auf höherer Ebene muss man zugeben, dass Berkeley ein ordentliche Portion Selbstironie besitzt, da er mit diesem ungewöhnlichen Krimi die Zunft der Kriminalromanschreiber hinterfragt und auf die Schippe nimmt.