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Der Fall mit den Pralinen
 
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Der Fall mit den Pralinen [Broschiert]

Anthony Berkeley
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Broschiert: 272 Seiten
  • Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt; Auflage: 1 (Dezember 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596182484
  • ISBN-13: 978-3596182480
  • Originaltitel: The Poisoned Chocolates Case
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 382.330 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Anthony Berkeley
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

"Gleich sechs 'Armchair-Detektive' zerbrechen sich den Kopf - und jeder findet eine andere Lösung" Krimi-couch Wer vergiftete die Pralinen, die Mrs. Bendix das Leben kosteten? Chefinspektor Moresby von Scotland Yard kommt in seinen Ermittlungen nicht recht voran. Und auch die sechs Mitglieder des >Kriminalzirkels< zerbrechen sich ihre Köpfe. Am Ende findet jeder eine andere, überzeugende Lösung. Welche ist die richtige?

Über den Autor

Anthony Berkeley Cox, 1893 in Watford geboren, gehört zu den Klassikern dieses Genres. Bis zu seinem Tod im Jahre 1971 war er auch als Journalist für The Guardian und die Sunday Times tätig. Der Detektiv Roger Sheringham steht im Zentrum seiner Kriminalromane.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
Anthony Berkelys bei Diogenes wieder neu aufgelegter Kriminalroman gehört zu den Klassikern des Genres. 1929 entstanden, wird er zwar, oberflächlich betrachtet, zu den "Rätselkrimis" im Stile von S.S. van Dyne gerechnet, jedoch wird wie bei dem "verschenkten Mord" und v.a. "Suspicion" (von Hitchcock verfilmt) der psychologische Aspekt des Mordes deutlich. Die Verfahrensweise des Krimis ist einmalig: Berkely nimmt spöttisch-kritisch die Tätigkeit des "Detection Clubs", eines britischen Klubs von Hobbykriminalschriftstellern, dem er neben solchen Berühmtheiten wie A. Christie und D. Sayers auch angehörte, aufs Korn. Geklärt werden soll der "Fall mit den Pralinen". 7 Mitglieder des erlauchten Clubs haben 7 verschiedene Lösungsmöglichkeiten anzubieten. Welches ist die Richtige ? Spannend sind jedoch nicht nur die Lösungsmöglichkeiten, sondern ihre psychololgische Dimension: psychologische Gefühle, wie sie später bei Highsmith, Rendell etc. z.T. bis zur Penetranz ausgewalzt wurden, werden hier mit ins Spiel gebracht: jedoch auf eine solch witzige Art und Weise, daß man merkt: so ernst ist es wiederum nicht gemeint. Vorbild des Autors ist der britische Komiker P.C. Woodehouse, dem er in Stil und Witz sehr ähnlich ist. Trotzdem: das Buch ist ausgesprochen spannend und verdient, gelesen zu werden. Es wurde von Symons (Am Anfang war der Mord) sehr gelobt und von Reclams Kriminalromanführer - zu recht - unter die besten 100 Krimis aufgenommen. Dazu gehört er sicherlich, egal welcher Richtung der einzelne Leser selber zuneigt.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Skatha
Format:Broschiert
Sir Eustace Pennefather, ein berühmt-berüchtigter Londoner Schürzenjäger, bekommt eines Morgens eine Packung Pralinen an die Adresse des vornehmen Rainbow Clubs, in dem Eustace Mitglied ist, zugeschickt. Ein Begleitschreiben gibt die Pralinen als kostenlose Probe einer bekannten Pralinen-Firma aus. Doch Pennefather schlägt das Werbe-Geschenk aus und gibt sie an Mr. Graham Bendix, der ebenfalls Club-Miglied ist, weiter. Dieser lässt die Pralinen seiner Frau zukommen. Nach dem Verzehr der Pralinen weisen beide, Mr. und Mrs. Bendix, heftige Vergiftungserscheinungen auf, an denen Mrs. Bendix schließlich stirbt.
Anhand dieser bekannten Tatsachen wollen die sechs Mitglieder des "Kriminalzirkels" versuchen, den Fall zu lösen. Ausgehend von verschiedenen Fragen (Wer hatte die nötigen Kenntnisse, um die Likörfüllung der Pralinen mit Nitrobenzol zu versetzen? Wie war es möglich, das Schreiben der Pralinen-Firma zu fälschen? Wer hatte Gelegenheit das Päckchen am Vorabend der Tat abzuschicken? Und natürlich: Wer hatte ein Motiv für die Tat?) findet jeder von ihnen eine andere plausible Lösung, die jedoch erst vor den kritischen Einwänden der anderen bestehen muss.

In dieser originellen Herangehensweise besteht zweifelsfrei der Reiz des Buches. Der Großteil der "Handlung" (= die Zirkel-Mitglieder präsentieren nacheinander ihre Theorien) findet bei den abendlichen Zusammenkünften des Kriminalzirkels statt und meistens lässt der Autor die Mitgliedes des Zirkels selbst erzählen. Der Leser begleitet zwar zeitweise den Protagonisten Roger Sheringham, Bestsellerautor und Vorsitzender des "Kriminalzirkels", bei seinen Ermittlungen, doch bleibt das eher die Ausnahme. Das ist für einen Krimi ungewohnt action-arm (was jedoch der Spannung keinen Abbruch tut) und streckenweise etwas langatmig (dafür gibt es einen Stern Abzug).
Amüsant ist, dass der Autor sich über seine Romanfiguren hin und wieder lustig macht, indem er das, was sie tun oder sagen, auf ironische Weise kommentiert. Und auch auf höherer Ebene muss man zugeben, dass Berkeley ein ordentliche Portion Selbstironie besitzt, da er mit diesem ungewöhnlichen Krimi die Zunft der Kriminalromanschreiber hinterfragt und auf die Schippe nimmt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Roland
Format:Broschiert
Ein Krimi für diejenigen, die Spaß daran haben, Beweisführungen nachzuvollziehen, Argumente von Für und Wider auszutauschen und immer wieder unterschiedliche Perspektivenwinkel bei der Beweisführung einzunehmen.

Der 1929 erstmalig erschiene Krimi von Anthony Berkeley spielt im Milieu eines altehrwürdigen englischen Clubs von Hobbie-Kriminalisten. Berkeley lässt bei der Mordermittlung die sechs Mitglieder dieses Clubs an einem Abend jeweils eine "Beweisführung" mit Argumenten durchspielen. Pro und Contra werden gesammelt, bewertet, der Mörder scheint festzustehen; dann wieder ein Einwand und schont zerfällt die Beweisführung.

Wer Spaß an solchen Motivfindungen, Handlungsverästelungen und vor allem an der ironischen und feinen englischen Sprache hat, wird diesen Krimi gerne lesen.
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