Wie in den beiden vorherigen Büchern ist Lindsay Gordon die Hauptperson und ermittelnde Privatdetektivin, die versucht die Unschuld einer des Mordes angeklagten Freundin zu beweisen, denn sie glaubt, dass die Lesbe als Sündenbock benutzt wurde. Ganz nebenbei erfährt sie Ominöses über die plötzliche große Liebe zwischen ihrer Lebensgefährtin Cordelia und einer Star-Anwältin. Einfühlsam beschreibt McDermid die Liebe zwischen Lesben. Bei der Aufklärung de Mordes führt sie den Leser in die Irre, und wenn man schließlich zu wissen glaubt, was sich abgespielt hat, präsentiert sie eine Auflösung, die selbst die wildesten Spekulationen noch übertrifft. Eines kann Val McDermid - gut schreiben. Spannend ist diese Geschichte auf jeden Fall. Aber gerade im Mittelteil der Untersuchung gab es aber auch einige Längen, wo es etwas langweiliger zu geht und man die tatsächlichen Auflösung auch schnell ahnt. Ich vermute zwar, dass sie in ihren Profiler-Serien noch besser ist, aber "Der Fall" ist auf alle Fälle ein solider, gut gemachter Krimi. „Der Fall" ist nach „Die Reportage" und „Das Nest" der dritte Krimi in Val McDermids Trilogie mit ihrer Heldin Lindsay Gordon.