Ein klassischer "whodunit", aus der Sicht des Schwagers des Staatsministers, Vilhelm Persson, einem herzkranken Studienrat erzählt. Der Autor teilt kräftige Seitenhiebe in Richtung schwedischer Regierung aus und erweist sich als intimer Kenner der Szene. Doch auch ohne großartige Kenntnisse des schwedischen Rechtssystems gute Unterhaltung.
Der Fortgang der Ermittlungen erinnert ein bisschen an Sherlock Holmes und seinen Watson, der Staatsminister stürzt sich mit Vehemenz in die - teilweise - illegalen Ermittlungen, sein Schwager muss meist zu seinem Entsetzen den Handlanger spielen und gerät dadurch in die unmöglichsten Situationen, bei denen man sich das Lachen kaum verkneifen kann, da alles auch sehr bildhaft erläutert wird.
Balderson schreibt sehr ironisch, teilweise auch sehr bissig, was zu Beginn noch amüsant ist, nachher aber an Wirkung verliert. Vieles wiederholt sich und verliert dadurch an Schärfe und Humor, was das Lesevergnügen aber in keinster Weise trübt. Am Ende ist man nur froh, nicht mit dem Staatsminister verwandt zu sein ;-), wobei die Auflösung des Falls sehr logisch rüber kommt.