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Der Fall Paradin
 
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Der Fall Paradin

Ethel Barrymore , Alida Valli , Alfred Hitchcock    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Ethel Barrymore, Alida Valli, Gregory Peck, Charles Laughton, Ann Todd
  • Regisseur(e): Alfred Hitchcock
  • Sprache: Deutsch (Mono)
  • Region: Alle Regionen
  • Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Phoenix Bild- u. Tonträger Vertrieb
  • Erscheinungstermin: 26. März 2009
  • Produktionsjahr: 1947
  • Spieldauer: 109 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0015MSTDC
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 10.778 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Dieser eher unbedeutende Film Alfred Hitchcocks aus dem Jahr 1948 schlägt in eine familiäre Hitchcocksche Kerbe: Ein Anwalt (Gregory Peck) ist in eine Klientin (Alida Valli) verliebt, die wegen Mordes an ihrem blinden Mann angeklagt ist. Er verstrickt sich selbst in ein Netz aus Schuld, indem er versucht, den Mord einem anderen Mann anzulasten. Das Thema "Niemand ist unschuldig" mag mit Hitchcocks besten Filmen und seiner eigenen Weltanschauung übereinstimmen. Aber dies ist einer der Filme, die von Hitchcocks normalerweise zwanghafter Leidenschaft für den anschaulichen Aspekt kreativer Regie abweichen. Der Film, der meistens in einem Gerichtssaal spielt, steckt voller Möglichkeiten, ist aber angenagelt wie ein frisch gefangener Schmetterling in einer Sammlung. --Tom Keogh

Video Jakob Kurzinhalt

s/w Verdammt schwer, sich der faszinierenden Ausstrahlung von Mrs. Paradin zu entziehen. Und diese Frau soll ihren blinden Mann kaltblütig ermordet haben? Unmöglich! Der Anwalt Anthony Keane ist nicht nur fest von der Unschuld seiner schönen Mandantin überzeugt, er verliebt sich sogar in sie. Doch das Schicksal hat seine eigenen Gesetze. Kurz vor der Verhandlung wird der Angeklagten ein Verhältnis nachgewiesen. Der feindselige Richter droht mit kurzem Prozeß. Alfred Hitchcock, dieser kleine, rundliche Mans/w Verdammt schwer, sich der faszinierenden Ausstrahlung von Mrs. Paradin zu entziehen. Und diese Frau soll ihren blinden Mann kaltblütig ermordet haben? Unmöglich! Der Anwalt Anthony Keane ist ni

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
"Der Fall Paradin" ist ein Phänomen: Früher verachtet, heute geachtet.
Hitchcocks Inszenierung ist untypisch für den Meister, da sein Produzent David O'Selznick viel zur eleganten Ausstrahlung beigetragen hat, die dem Film zu eigen ist und wegen seiner düsteren Atmosphäre, der intelligenten Dialoge und der großartigen Besetzung auch heute noch fasziniert. Gregory Peck brilliert als vor Liebe "erblindeter" Staranwalt, der seine Gefühle für seine Klientin unter Kontrolle halten muss. Perfekt spielt er die Gratwanderung zwischen Liebe, Bewunderung und Zerrissenheit. Glanzpunkt des Werkes sind die Auftritte von Charles Laughton als unterkühlter Richter mit trockenem Humor. Eine echte Entdeckung aber ist ohne Zweifel Alida Valli. Sie spielt die eiskalte und berechnende Mrs. Paradin von statuarischer Schönheit und kühler Unnahbarkeit und trägt mit ihrer einzigartigen Ausstrahlung und "den Augen einer Sphinx" (Zitat) den gesamten Film. Ausstattung, Kostüme, Kamera sind elegant eingesetzt und die melancholisch-düstere Musik tut ihr übriges. Gegen dieses Meisterwerk wirken heutige Justizthriller (man vergleiche mit "Die Akte" "Die Firma" "Die Jury"...) glatt, uninspiriert - und in ihrer Hochglanzinszenierung kalt und seelenlos. Geistiger Fast Food also, der nach einmaligem Betrachten belanglos und vergänglich wirkt. Hollywood ist eben nicht mehr so, wie es mal war...
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Mit "Der Fall Paradin" (1948) hatten und haben bis heute Hitchcock-Anhänger Probleme, weil dieser Film, ähnlich wie "Sklavin des Herzens" (1949) und "Ich beichte" (1952), nicht die wesentlichen Kriterien erfüllt, die man allgemein mit Hitchcock-Filmen verbindet: Spannung und makabrer Humor. Ich selbst bin jedoch immer dafür, einen Film nicht nach dem zu bewerten, was er nicht hat, sondern danach, was er hat, und das ist in diesem Fall nicht wenig: Die Grundstimmung von "Paradine Case" ist extrem kühl und erinnert an Tod, ähnlich wie die träumerische Melancholie von "Vertigo" (1958). Die Figuren, etwa der Diener Latour (Louis Jourdan), gleiten wie Gespenster durchs Bild, und auch Alida Valli (als Mrs. Paradin) wirkt seltsam entrückt, als ahnte sie bereits, das sie dem Galgen nicht entgehen wird. Anders jedoch als "Vertigo", der in seiner Stimmung eher sanft dahingleitet, besticht "Paradine Case" durch das extrem Statische, besonders in den Gerichtssaalszenen, wo die Menschen einander mit ihren starren Blicken demütigen und vernichten, ohne daß Recht und Gerechtigkeit dabei jemals eine Rolle spielen würden.
Fazit: Dieser Film ist nicht unbedingt geeignet für DVD-Abende in großer Runde, eher für einen nachdenklichen Abend allein und bei dunkler Beleuchtung. Ein Film, über den man - sofern man sich auf ihn wirklich einläßt - lange wird nachdenken müssen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Eine Entdeckung 19. Juli 2011
Von Tanja Heckendorn TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:DVD
Das atmosphärisch dichte Drama aus dem Jahre 1947 vereinigt den Krimi um einen Giftmord mit der Psychologie einer Ehe. Der glücklich verheiratete und dazu noch sehr erfolgreiche Junganwalt Anthony Keane, dargestellt von Gregory Peck, übernimmt das Mandat im Fall Paradin (im Original: Paradine) und erliegt der Faszination der mysteriösen Angeklagten, Mrs. Maddalena Paradin, die ihren blinden Ehemann, den gut situierten Oberst im Ruhestand, umgebracht haben soll.

Mit Erstaunen kann man in den Kritiken zu diesem Meisterwerk oft den Vorwurf lesen, dass die Dialoglastigkeit des Films die Spannung verderben würde. Für ein Gerichts- und Ehedrama dieser Kategorie wirkt die Anzahl der Dialoge ganz sicher nicht übertrieben und es ist bemerkenswert, wie viel darüber hinaus durch kleine Gesten oder besondere Kameraeinstellungen gesagt wird. Man darf außerdem nicht vergessen, dass die meisten Beteiligten dieses Films Juristen darstellen und da würde es doch sehr unnatürlich wirken, wenn diese sich immer kurz fassen würden.

Die Zusammenarbeit zwischen Hitchcock und Selznick soll in diesem Fall nicht ganz unproblematisch gewesen sein, doch dem filmischen Ergebnis merkt man die Mühen seiner Entstehung kaum an. Er wirkt überaus perfekt abgestimmt und bietet viele beeindruckende Momente.

Auch wenn die Darsteller nicht dem Wunsch Hitchcocks entsprochen haben, der sich Sir Laurence Olivier als Keane und Greta Garbo als Mrs. Paradin gewünscht hatte, kann man fast nicht vorstellen, dass das Ergebnis noch vorteilhafter ausgefallen wäre. Gregory Peck sieht natürlich vor allem sehr gut aus, sogar im regennassen Anzug, aber er hat vor allem das Talent, seiner Rolle menschliche Größe zu verleihen. Sein Schlussplädoyer, wenn man es denn so nennen mag, muss sogar einen Stein zum erweichen bringen! Es ist ganz unglaublich. Maddalena Paradin soll eine Ausländerin sein, was zu ihrer mysteriösen Ausstrahlung beitragen soll, denn in dem dargestellten Fall erscheint sie wohl allein durch diese Tatsache den Engländern etwas suspekt. Alida Valli nimmt man die verborgene, heiße Leidenschaft auf jeden Fall voll ab und es ist bemerkenswert mit welcher Körperbeherrschung sie ihre Rolle ausfüllt. Der Kamera gelingt es am Anfang ihren Gesichtsausdruck voll einzufangen, der dem reinen und strahlenden Anblick eines Engels gleicht.

Eine Gänsehaut könnte man indes bei der Darstellung von Andre Latour durch Louis Jourdan bekommen. Wie hat er es nur geschafft, sogar in extrem langen Einstellungen auf sein Gesicht nicht ein einziges Mal zu blinzeln? Latour ist der Leibdiener des blinden Paradins gewesen und sucht Keane nachts heimlich in dessen Hotelzimmer auf, um ihn über den wahren Charakter von Mrs. Paradin aufzuklären. Ebenso eindrücklich wie diese Szene ist der Moment, als Latour den Zeugenstand verlässt und hinter der Anklagebank durchgeht. Man glaubt fast, sein Flehen hören, dass Mrs. Paradin umdrehen möge, um ihm einen persönlichen Blick zu schenken. Aber dieser unnachgiebige, stolze Rücken und die beherrschte Gestalt müssen selbst einen starken Mann in die Knie zwingen!

Wie man leicht erkennen kann, gibt es im Film viele Hinweise, die auch ohne Worte klare Botschaften vermitteln. Manche Blickwinkel verursachen ein leichtes Unbehagen und fesseln die Augen des Zuschauers. Auch die Entwicklung der Ehe der Keanes wird in eindrücklichen Bildern festgehalten. Die Keanes bewohnen ein Haus, wobei sich das Schlafzimmer und andere intimere Räume im oberen Stockwerk befinden, welche durch eine geschwungene Treppe von der Eingangstür hier erreichbar sind. Bereits in dem Moment, in dem Keane sein Haus betritt, kann man die Stimmung erkennen. So erwartet ihn dessen Frau in einer der ersten Szenen bereits auf der Treppe und scheut sich nicht, den regennassen Ehemann zu umarmen, wobei der nächste Weg fast ohne Umweg ins Schlafzimmer führt! Später dann zögert Keane, die Treppe hinauf zu gehen. Er wählt sogar einmal feige den Weg in die unten gelegene Bibliothek. Überhaupt hat man den Eindruck, dass in diesem Film besonders oft Türen geschlossen werden und oft hat man den Eindruck ein Blick des Bedauerns auf dem Gesicht des Schließenden zu beobachten.

Die Dialoge als solches sind geistreich und humorvoll. Dabei werden Gespräche aller Art geboten: zwischen Gleichgesinnten, zwischen Bessergestellten und Dienstboten, zwischen Mann und Frau, zwischen Vater und Tochter und natürlich zwischen Anwalt und Mandant.

Ein Meisterwerk, welches einen zweiten und sogar einen dritten Blick wert ist.

Dafür enttäuscht diese DVD-Ausgabe etwas. Der Film wird ausschließlich in deutscher Sprache präsentiert und es gibt keinerlei Extras.
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