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Der Fall des Imperiums: Roman
 
 
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Der Fall des Imperiums: Roman [Taschenbuch]

Walter Jon Williams , Jürgen Langowski
3.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 624 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag; Auflage: 1. (8. Februar 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453526457
  • ISBN-13: 978-3453526457
  • Originaltitel: Dread Empire's Fall
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 13,4 x 4,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 171.862 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Walter Jon Williams
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"'Der Fall des Imperiums' ist genau so, wie eine Space Opera sein muss: von interstellarem Ausmaß, weit in der Zukunft und von der ersten bis zur letzten Seite spektakulär!" (Locus )

Kurzbeschreibung

Science Fiction im Breitwandformat

In ferner Zukunft haben die unterschiedlichsten Völker der Galaxis ein mächtiges Imperium aus Tausenden von Welten geschaffen. Doch dieses Imperium steht vor dem Zerfall: Interessenskonflikte und Handelskriege führen zu seinem Niedergang. Eine mehr als erschreckende Entwicklung, denn eine gefährliche religiöse Sekte wartet bereits darauf, nach der Herrschaft zu greifen – und das könnte das Ende allen Lebens bedeuten …


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37 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von C. Göbel
Format:Taschenbuch
"Der Fall des Imperiums" bildet den Auftakt zu einer Trilogie von Walter Jon Williams. (Der zweite Teil erscheint in Deutschland noch in diesem Jahr.) Ähnlichkeiten zu Isaak Asimovs "Foundation Trilogie", welche ebenfalls die Folgen des Zerfalls eines galaktischen Imperiums beschreibt, gibt es allerdings nicht.

Die Handlung trägt sich in der fernen Zukunft zu, in der die Menschheit Teil eines gewaltigen Imperiums verschiedener Rassen ist, errichtet von den Shaa, einer mächtigen Rasse, die seinerzeit in einem gigantischen Eroberungsfeldzug Planet um Planet niedergerungen und in das Imperium integriert hat. Anschließend zwangen die Shaa den Mitgliedern des Imperiums ihre Lebens- und Glaubensphilosophie - die so genannte 'Praxis' - auf.
Soweit die Vorgeschichte des Romans, der mit dem Tod des letzten Mitglieds der Rasse der Shaa beginnt, wodurch die Zukunft und die Stabilität des Imperiums in Frage gestellt wird.
Und tatsächlich kommt es, wie der Romantitel bereits verrät, schließlich zum Fall des Imperiums, als eine der anderen mächtigen Spezies die Herrschaft über das Imperium an sich zu reißen versucht. Von einer religiösen Sekte zu sprechen, wie es die Kurzbeschreibung tut, ist dabei nicht zutreffend. Zwar geht es der - militärisch starken - Gruppierung auch darum, die weitere Praktizierung der 'Praxis' sicherzustellen, aber vielmehr sind machtpolitische Interessen ausschlaggebend.

Bis die Handlung richtig in Gang kommt, vergeht allerdings über die Hälfte des Buches - und das ist das Problem, liest man den Roman für sich und nicht als ersten von drei Romanteilen.
Der Autor nimmt sich viel Zeit, um die beiden Hauptfiguren vorzustellen, den Offizier Martinez und die Pilotin Sula. Einblicke in die Jugend der Pilotin Sula werden mit einigen sehr langen Rückblenden geliefert, die immer wieder und zum Teil sehr unvermittelt in die sich gerade ereignende Handlung eingefügt werden. Am Schluss der letzten Rückblende steht eine interessante Wendung, die sich allerdings lange vorher andeutet und nicht sonderlich überrascht. Martinez ist die eigentliche Hauptfigur des Romans. Auch seine Familie und sein Berufsleben werden sehr ausführlich beleuchtet, allerdings ohne weiterreichende Rückblenden. Vielmehr erlebt man Martinez bei Empfängen, Familientreffen und Rendezvous, was alles nicht sonderlich spektakulär ist, aber dazu beiträgt, ein Gefühl für die fiktionale Romanwelt zu bekommen. (Bisweilen hat man dabei auch den Eindruck von Dekadenz, was zu dem Thema 'fallendes Imperium' passt, aber klar herausgearbeitet ist dies nicht.)
Die Exposition zieht sich auf diese Weise lange hin, muss vielleicht aber so umfangreich sein, um das angestrebte epische Ausmaß zu erreichen und auch um die machtpolitischen Verhältnisse des Imperiums zu schildern, die dann durch den beginnenden Aufstand ins Wanken geraten. Nach der Hälfte des Romans wird es dann auch richtig spannend, als sich die Ereignisse zu überschlagen beginnen und der große galaktische Konflikt beginnt.

Man muss "Der Fall des Imperiums" als das sehen, was es ist, nämlich als Auftakt zu einem großen Abenteuer, welches in zwei weiteren Büchern fortgesetzt wird. Das erklärt und entschuldigt zu einem Teil die streckenweise etwas lahme erste Hälfte des Buches. Es lohnt sich trotzdem weiterzulesen.
Ob der Roman (und die Trilogie) als Klassiker der Science-Fiction-Literatur in die Geschichte eingehen wird, ist eher zu bezweifeln. Gute Unterhaltung bietet der Roman aber allemal, und das Buch ist gut genug, um sich auf die Fortsetzung zu freuen.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Grauwolf TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Walter Jon Williams' Buch "Der Fall des Imperiums" bildet den ersten Teil seiner Trilogie um das alte Imperium der Shaa. Sie sind eine hochintelligente Alienspezies, die vor zehntausenden von Jahren mehrere Spezies unterjocht hat und ihrem Imperium einverleibte. Dabei gelten letzten Endes die Grundsätze der sog. Praxis, d.h. eine Art Leitfaden, der sehr viel verbietet und strikt vorschreibt um die Ordnung der Shaa zur perfekten Ausrichtung des Universums zu zementieren. Die rätselhaften Shaa sterben jedoch aus, bevor ihr Plan vollendet werden kann. Die politische Ordnung (nach den Shaa kommen die Peers, sprich Adlige aus allen Völkern, die als Mittler zwischengeschaltet wurden und den Völkern übergeordnet sind) gerät ins Wanken. Rebellen aus dem Volk der Naxiden (vor den Menschen als erstes Volk unterjocht) beanspruchen die Führung im Imperium und wollen dies mit Gewalt durchsetzen. Die anderen Völker wehren sich demensprechend. Der Auftakt zu diesem großen Plot wird mit Band 1 dargelegt und aus Sicht des Provinzoffiziers Martinez (aus einer Peersfamilie) und der Pilotin Sula erzählt. Soweit so gut.

In der Praxis (man verzeihe mir das Wortspiel, hier meine ich das tatsächliche Gegenteil von Theorie) bedeutet dies, dass die Handlung noch vor dem Tod des letzten Oberherrschers langsam beginnt. Die Charaktere sind an sich gut ausgearbeitet, aber so manches Mal leidet Williams daran, die beiden zu perfekt und dadurch zu stereotyp machen zu wollen. Gerade Sula mit ihrem dunklen Geheimnis mag das auf den ersten Blick nicht bestätigen, aber ich meine, dass ihr und Martinez viel zuviel gelingt. Zumindest in Band 1 scheitern sie nicht und haben einfach irgendwie stets Glück. Das typische Superheldenschema lässt später ein Bisschen grüßen.
So manchen Leser stört der langsame Aufbau des Romans, aber ich konnte mich eigentlich gut einfinden. Die Welt hat mir gefallen, aber leider sind die Shaa nicht sehr gut beschrieben. Die Eroberung liegt ja schon lange in der Vergangenheit und es geht um den Zerfall des Imperiums, aber etwas mehr Aufklärung über die Beherrscher hätte notgetan. Gegen Ende des Buches gibt es übrigens eine Raumschlacht, bei der ich allerdings irgendwie fand, dass andere Autoren so etwas besser hinbekommen. Es war mein erstes Buch von Williams, weshalb ich keine Vergleiche mit anderen Werken von ihm ziehen kann, aber in jenem Buch liegt seine Stärke aus meiner Sicht eher in der Deskription und den großen Zusammenhängen als in der Kriegsbeschreibung.

Manches Mal konnte ich schmunzeln, weil die Sitten des Imperiums einfach grotesk anmuten (wenn auch mit ernstem Hintergrund, da die Menschheit einst ja unterworfen wurde). Als kleines undeutliches Beispiel sei angeführt, dass es eine sehr eigenwillige Art des Strammstehens und Salutierens gibt und Offiziere stets ein Messer bei sich tragen und damit auch dementsprechende Rechte ausüben dürfen.
Es sind solche kleinen Dinge, die bei mir neben der prinzipiell recht stimmigen Gesamtkomposition den größten Eindruck hinterlassen haben.
Der Stoff ist insgesamt nicht neu, aber das Buch war interessant zu verfolgen und über die eigenwilligen Schlachtbeschreibungen und das Glück der Protagonisten habe ich halt hinweg gelesen. Mein Fokus liegt da wohl etwas anders als derjenige anderer Leser. Ich fand es nicht langatmig, obwohl ich Sulas Geheimnis leider viel zu schnell durchschaut habe. Die langen Rückblenden waren teilweise leider auch nicht immer gänzlich passend gesetzt.

Als größter Negativpunkt gilt für mich das Verhältnis zwischen der materiellen Aufwendung und dem Erhaltenen. Das Buch ist zu teuer. Punkt.
Die Buchstaben sind sehr groß und der Preis sollte eindeutig auch durch große Seitenumrandungen und eine Papiermasse "gerechtfertigt" werden. Das geht aber leider nicht auf. Stattdessen wäre weniger mehr gewesen, anstatt dem Leser einen teuren "spärlich" bedruckten Backstein hinzuhauen, der viel Regalplatz wegnimmt und abends im Bett einfach zu schwer zu stemmen ist.

Inhaltlich hat das Buch meine Bedürfnisse trotz mancher kleiner Mängel befriedigt, preislich bin ich lange Wochen drum herum gestrichen und konnte mich nicht entschließen. Ein klarer Fehler des Verlages und pure Geldschinderei, was mich immer noch ärgert. Womöglich gibt es ja irgendwann eine handlichere Zweitausgabe wie es bei anderen Science Fiction-Autoren (z.B. Alistair Reynolds) der Fall war. Jenes Format hätte ich aus mehreren Gründen sehr bevorzugt.
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Andreas Suchanek (Media-Mania) TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
"Der Fall des Imperiums" ist der erste Band einer Trilogie, die in Amerika bereits 2002 publiziert wurde. Mit ein wenig Verspätung hat Heyne sich des Stoffs angenommen und bringt ihn auf den deutschen Markt. Der Leser kann den Weg von Leutnant Gareth Martinez verfolgen, der von einem abgelegenen Planeten stammt und sich seinen Weg innerhalb der Flottenhierarchie nach oben erarbeiten muss. Trotz der guten Ausgangslage schafft der Autor es nicht, Sympathie für den Protagonisten zu wecken. Zu egoistisch und selbstherrlich ist das Gebaren des jungen Offiziers.

Auch bei der zweiten Hauptperson, Lady Sula, ist dies nicht anders. Zwar kann der Leser hier Charakterstärke und Freundlichkeit bewundern, was jedoch sehr schnell verpufft, als die Vergangenheit enthüllt wird. Da sich die gesamte Geschichte um diese beiden Charaktere entwickelt, ist dies ein deutliches Manko. Zudem entwickelt sich die Handlung äußerst langsam. Die erste Hälfte der Story wird darauf verwendet, die Charaktere einzuführen (und dies sind gerade mal zwei) sowie die gesellschaftliche Struktur und den Aufbau des Imperiums zu beschreiben. Diese Beschreibung ist natürlich eine Notwendigkeit, doch schaffen Autoren wie Peter F. Hamilton oder David Weber so etwas eingebettet in eine interessante Handlung, was in Vorliegendem leider nicht gelungen ist. Auch kommt die Geschichte ohne Überraschungen oder etwaige Twists daher. Der Leser kann zu jedem Zeitpunkt vorausahnen, wie es weitergeht und es gibt kaum einen fesselnden Moment. Dies macht ein Buch mit 620 Seiten sehr schwerfällig.

Fazit:
Ein sehr langsamer Roman, der sich Zeit nimmt die Charaktere vorzustellen und aufzubauen, die jedoch keinerlei Sympathie beim Leser zu wecken vermögen. Spannung baut sich kaum auf und erst ab der Mitte des Buches kommt die Handlung wirklich in Gang. Kein guter Start für die Trilogie.
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