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Der Fall Collini: Roman
 
 
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Der Fall Collini: Roman [Gebundene Ausgabe]

Ferdinand von Schirach
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (71 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
  • Verlag: Piper; Auflage: 6 (September 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492054757
  • ISBN-13: 978-3492054751
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,4 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (71 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.272 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Ferdinand von Schirach
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Glasklare Geschichte von bestürzender Amoralität« Die Welt »Ein Glücksfall für die deutsche Literatur« Focus »Ein großartiger Erzähler« Spiegel »Schirach formuliert präzise, sachlich, er sucht nicht nach krimitypischen Tricks, um die Leser zu fesseln. Er erzählt einfach eine Geschichte- schnörkellos, atemberaubend.« Neues Deutschland »Schichte für Schicht deckt von Schirach Abgründe auf. Seine Sprache ? Präzise wie ein Seziermesser. Sein erster Roman? Die Obduktion eines dunklen Kapitels deutscher Geschichte. Beim Lesen warm anziehen!« MySelf »Die fast emotionslose Erzählweise lässt das Spannungsbarometer zügig klettern und man möchte das Buch nicht aus der Hand legen. Eine spannend erzählte Geschichte um Schuld und Rache.« Ruhr Nachrichten »Grandios!« Elle »Ausgehärtet und genau kalkuliert ist von Schirachs Sprache, und das hat etwas äußerst Angenehmes, das Ungeheuere des Sachverhalts tritt so nur um so schärfer hervor. « Cicero »Mordprozeß mit politischer Brisanz: spannend, klug, erschütternd.« Focus

Pressestimmen

»Der bekannte deutsche Strafverteidiger Ferdinand von Schirach erzählt in seinem brillanten ersten Roman Der Fall Collini mehr als eine spannende Kriminalgeschichte: Er stellt Fragen nach dem Umgang der deutschen Justiz mit der Nazivergangenheit und nach dem Recht der Opfer auf Sühne.« Berner Zeitung, 01.09.2011

»Die vielleicht faszinierendste Eigenschaft der Schirachschen Erzählkunst: Sein Wortschatz wirkt sparsam und knapp, nicht kalt und knapp- und dennoch oder vielmehr genau deshalb entsteht beim Lesen eine vielschichtige Welt aus Gefühlen und Stimmungen, aus Witz und Beobachtungs-Vielfalt. Schirachs Geschichten funktionieren wie brillante kleine Filme.« B.Z., 04.09.2011

»Dieser Schriftsteller ist ein Glücksfall für die deutsche Literatur heute: ein Mann, dessen Kenntnisse und Lebenserfahrung weit über den Literaturbetrieb hinausgehen, der glänzend zu erzählen versteht und frei ist von jener maßlosen Selbstbesessenheit vieler deutscher Autoren, die deren Bücher oft so unendlich fade macht.« Focus, 05.09.2011

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69 von 75 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Zwiespältig... 7. September 2011
Format:Gebundene Ausgabe
Ferdinand von Schirach ist Strafverteidiger und mit seinen beiden Kurzgeschichten-Bänden "Verbrechen" und "Schuld" direkt in die 1. Liga deutscher Kriminalliteratur aufgestiegen.
Nun hat er seinen ersten Roman vorgelegt.

Ich muss gestehen, dass ich die große Begeisterung, die das Buch allenthalben auslöst nicht ganz teilen kann.
Zweifellos ist von Schirach ein glänzender Stilist.
Er kommt unmittelbar, klar und schnell zum Wesentlichen, durchleuchtet mit wenigen Sätzen und gekonnt ein kompliziertes Strafverfahren und zugleich die komplexen Gefühle eines unerfahrenen und persönlich involvierten Strafverteidigers.

Caspar Leinen hat sich gerade in Berlin als Anwalt niedergelassen.
Er bekommt ein Pflichtmandat, bei dem die Rechtslage zunächst vollkommen eindeutig zu sein scheint.
Fabricio Collini, ein bis dahin unbescholtener, pflichtbewusster Ruheständler, hat im Berliner Adlon-Hotel Hans Meyer hingerichtet.
Was Leinen zunächst nicht weiß: Hans Meyer ist der Großvater seines besten Schulfreundes, der durch einen Verkehrsunfall ums Leben kam. Ein Großindustrieller mit unzähligen Verdiensten und für Leinen stets ein väterlicher Ratgeber.
Collini gibt die Tat unumwunden zu, schweigt sich jedoch über sein Motiv aus.
Leinen entschließt sich zur Verteidigung Collinis und versucht, mehr über seine Beweggründe zu erfahren, die lange im Dunkeln bleiben...

Wäre der Fall Collini eine von Schirachs Kurzgeschichten, hätte ich sie glänzend gefunden. Als Romanstoff finde ich ihn ein wenig aufgebläht.
Eine etwas bemühte Liebesgeschichte und ein mir klischeehaft erscheinender Mentor Leinens unterfüttern einen manchmal - im wahrsten Sinne des Wortes - zu dünnen Inhalt.
Dabei hätte die für mich zentrale Frage des Buches durchaus noch mehr Stoff geliefert.

Wahrlich Respekt zolle ich dem Autor dafür, sich angesichts der eigenen Familiengeschichte diesem Stoff zu widmen, ihn auf diese Weise literarisch zu verarbeiten.
Das Thema Nachkriegsjustiz und auch der Versuch, die persönliche Betroffenheit seines Protagonisten differenziert auszuarbeiten, ist bei von Schirach in besten Händen.

"Der Fall Collini" ist ein Lesestoff, den man in einem Zug lesen kann und sollte.
Jedoch denke ich, dass von Schirach mit der Kurzgeschichte seine literarische Form gefunden hat. Für den großen Roman hat es (noch) nicht ganz gereicht.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
"Ein grossartiger Erzähler!" steht auf dem Rücken des Buches, ein Zitat aus einer Spiegel-Rezension. Leider stimmt das nicht. Ferdinand von Schirach ist Rechtsanwalt und mag Interessantes aus seinem Fachgebiet und seinem Erfahrungsschatz zu berichten haben. Zu Literatur machen kann er das nicht.

Der Inhalt des Buches klingt vielversprechend: Caspar Leinen, ein junger Anwalt, der die Pflichtverteidigung für einen brutalen Mörder übernimmt, der nie straffällig war und dessen Motive völlig unklar sind. Das Opfer: Der Großvater von Caspar Leinens bestem Freund. Und schließlich führt alles zurück "in ein erschreckendes Kapitel deutscher Justizgeschichte", wie der Bucheinband verspricht. Man fragt sich fast, wie all das auf nur 193 Seiten entwickelt werden soll. Man erwartet die atemlose Lektüre eines Krimis, der nicht nur spannend ist, sondern auch einen bislang unbeachteten Sachverhalt der jüngeren deutschen Justizgeschichte interessant verarbeitet.

Letzteres tut von Schirach auch, aber erst nach 120 Seiten. Hier, wenn schon mehr als die Hälfte des Buches vorüber ist, wird es interessant. Davor: Viel Langeweile statt Atemlosigkeit. Schirach schien hier das dringende Bedürfnis gehabt zu haben, die eigene Berufserfahrung zu verwursten. Er hätte sich nur manchmal fragen müssen, ob das, was er schreibt, dem Roman überhaupt dient. Immer wieder völlig unnötige Beschreibungen wie diese: "Unten, aus dem Geschäft gegenüber, kam ein Mann mit seinen Einkäufen, er rutschte aus, fing sich, musste die Tüten loslassen, kleine orangene Schachteln fielen in den Schnee." An einer Stelle liest man: "Der Justiziar sagte immer weiter Sätze, die in solchen Besprechungen immer gesagt werden: 'Da bin ich ganz bei Ihnen', 'Das entscheiden wir zeitnah' und 'Wir bleiben in Kontakt'."
Warum lässt er seine Figuren dann solche Sätze nicht in guten Dialogen sagen? Schirachs 'großartige Erzählkunst' erschließt sich mir nicht. Man kann ihm zwar nicht vorwerfen, dass er nicht wüsste, wie man schreibt. Aber ein großartiger Erzähler hätte aus diesem Stoff mehr gemacht.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
42 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Der Fall Schirach ... 16. September 2011
Von Jupiter
Format:Gebundene Ausgabe
... ist einfacher zu lösen, als es zunächst vielleicht den Anschein hat. Schirach ist ein knapper, lakonischer Erzähler, der dort am effektivsten ist, wo die gewählte literarische Form dem Inhalt entspricht. Kein Wunder, dass er mit seinen beiden Kurzgeschichtenbänden groß herauskommen konnte.

Mit dem jetzt vorliegenden Roman hat er sich nicht unbedingt einen Gefallen getan. Das Genre liegt Schirach nicht besonders. Zu merken ist dies an vielen Einzelheiten. Da sind zum einen die Figuren, die seltsam flach und reißbrettartig wirken. Natürlich hat jeder seine eigene Kontur und die altmodische Patina, die über allem liegt, hat (mir zumindest) recht gut gefallen. Aber wirkliche Menschen aus Fleisch und Blut sind diese Überbleibsel des 19. Jahrhunderts allesamt nicht. Hier agieren Prinzipien und keine Charaktere mit Widersprüchen und Kanten. Besonders sinnfällig wird dies bei der Person des Täters Fabricio Collini. Er ist einfach kein Henker. Und was man als Leser eines kürzeren Textes möglicherweise als Aufgabe noch akzeptieren würde, nämlich sich die Beweggründe des Täters z. T. selbst zu denken, ist für den Roman als Gattung keine Lösung. Hier wollen wir ja gerade in die gern auch komplizierte Psyche eines Täters eintauchen.

Bliebe also noch die juristische Komponente des Falls. Die Sache mit der kleinen unauffälligen Gesetzesänderung, die so viele Straftäter des NS Regimes saniert hat, ist interessant. Leider vergibt Schirach aber auch hier eine Chance. Ausgerechnet diesen Umstand handelt er fast nebenbei ab. Als Nicht-Jurist hat man Mühe, die Zusammenhänge ganz zu verstehen.

So bleibt nach der Lektüre die Frage, warum man diesen Roman eigentlich gelesen haben sollte.
Ich weiß es nicht.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Virales Marketing
Wer das Gros der Rezensionen auf der Amazon-Seite liest, der könnte meinen das Schirachs Buch - abgesehen von ein paar Nörglern - phantastische Literatur sei. Lesen Sie weiter...
Vor 14 Tagen von P. T. veröffentlicht
Der Schluss enttäuscht etwas...
Das Buch wird zwar als Roman angekündigt, tönt aber oft wie ein "Protokoll" aus dem Prozess. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von variety veröffentlicht
kurzweilig :)
Ferdinand von Schirach kann super schreiben!
Ich habe das Buch gekauft, weil ich die beiden ersten innerhalb kürzester Zeit verschlungen habe, so ging es mir hier auch... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von M. Proll veröffentlicht
Schirach überzeugt
Dieses Buch habe ich soeben in 2,5 Stunden ausgelesen. Dies lag nicht nur daran, dass es keine 200 Seiten hat, sondern natürlich auch daran, dass ich es nicht mehr aus der... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von gagamaus veröffentlicht
(UN)SCHULD?
In einem Berliner Luxushotel erschiesst der Rentner Fabrizio Collini einen alten Mann in dessen Zimmer und zertritt dessen Gesicht beinahe bis zur Unkenntlichkeit. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Favre Robert veröffentlicht
Ein wahnsinnig spannendes Buch!
Ein wirklich wahnsinnig spannendes Buch. Sehr empfehlenswert. Kann man nicht so schnell beiseite legen!
Wer Krimis mag, wird begesistert sein!
Vor 2 Monaten von Heidi veröffentlicht
Spannend und lebensklug
Das Buch "Der Fall Collini" habe ich in der Bahnhofsbuchhandlung entdeckt, und für eine längere Zugreise mitgenommen. Ich habe die Lektüre sehr genossen. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Ch. Holz veröffentlicht
Sehr gutes Buch, nur leider auch sehr Teuer
Ich finde der Preis von fast 17¤ für ein Buch mit knapp 200 Seiten ist recht teuer. Allerdings entspricht die Aufmachung auch dem Preis, was einwenig entschädigt. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Joe veröffentlicht
endlich länger!
der autor schreibt in neutralem ton und läßt raum für eigene wort-hervorhebungen beim lesen. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von theo veröffentlicht
Großartig
Von Schirach schreibt einfach klasse, so klar und ohne Schnörkel, aber immer so, dass man mit den Protagonisten mitfühlen kann. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von E. Moeller veröffentlicht
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