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Der Fall Clara Immerwahr: Leben für eine humane Wissenschaft Gebundene Ausgabe – 7. Juli 1994


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 236 Seiten
  • Verlag: C.H.Beck; Auflage: 2 (7. Juli 1994)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3406382568
  • ISBN-13: 978-3406382567
  • Größe und/oder Gewicht: 20,9 x 12,9 x 2,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 743.287 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Kundenrezensionen

3.6 von 5 Sternen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 16. August 1999
Anfang dieses Jahrhunderts war vieles für Frauen einfach noch nicht selbstverständlich. Zum Beispiel, zur Uni zu gehen und Wissenschaftlerin zu werden. Clara Immerwahr überwand viele Hindernisse, bekam Sondergenehmigungen und boxte sich in einer Männerwelt so weit durch, bis sie zumindest auf dem Papier als Wissenschaftlerin akzeptiert wurde. Das ist der eine Aspekt dieses Buches, der mich sehr beeindruckt hat: die Frauen dieser Generation mußten für das kämpfen, was für uns heute selbstverständlich ist.
Das Kernthema dieses Buches ist allerdings die Entwicklung von chemischen Kampfgasen durch Fritz Haber, Claras Mann. Schockierend fand ich die Schilderung von den Unfällen, die während der Entwicklung der Waffen in den Berliner Labors mehrere Wissenschaftler das Leben kostete. Die Greuel, die diese Gase im ersten Weltkrieg anrichteten, sind schließlich der Auslöser für Claras Selbstmord. Ihr Mann, Fritz Haber, wollte die Konsequenzen seines Forschens nicht sehen und die Verantwortung dafür nicht übernehmen. Claras Tod änderte daran leider nichts.
Das Thema von Dürrenmatts "Physiker" wird hier mit einem Frauenschicksal illustriert - die Abwägung von kurzfristigem Erfolg in der Forschung und den lanfristigen Folgen der Erkenntis wird immer ein aktuelles Thema für Wissenschaftler jeder Fachrichtung bleiben. Manchmal ist das Buch etwas trocken, daher nur 4 Sterne. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Helga Kurz TOP 500 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 27. April 2014
Clara Immerwahrs Schicksal, die erste Frau, die im Jahr 1900 in Deutschland mit einer physikalisch-chemischen Arbeit promovierte, wird, wenn überhaupt, stets in einem Atemzug mit ihrem Mann, Fritz Haber genannt. Fritz Haber, Chemie-Nobelpreisträger des Jahres 1918 für die Synthese von Ammoniak aus dessen Elementen, ging als „Vater des Giftgaskrieges“ in die Geschichte ein.

Clara Immerwahr, ein blitzgescheites und – nomen est omen – als wahrheitsliebendes und geradliniges Mädchen mit festen moralischen Grundsätzen beschrieben, war die Tochter eines reichen Breslauer Bürgers, der seiner intelligenten Tochter entgegen des Zeitgeists eine für Mädchen nicht vorgesehene und für Mittellose nicht erreichbare Bildung ermöglichte. Diese Biografie schildert nicht nur den Lebensweg dieser außergewöhnlichen Frau, sondern auch die enormen Schwierigkeiten, denen Mädchen, die mehr wollten, als Ehefrau und Mutter zu sein, in den Weg gelegt wurden. Das Abitur war nur in Ausnahmefällen zu erreichen. Um gar Vorlesungen an Universitäten besuchen zu können, benötigte man schwer erreichbare Ausnahmegenehmigungen höchster Stellen. Die waren, wenn überhaupt, nur für ausgewählte Themen zu bekommen – sofern die betroffenen Dozenten sich darauf einließen. Die Frauen wurden belächelt, verachtet und in ihrer Weiblichkeit herabgewürdigt. Es gehörte viel Eigensinn und Durchsetzungsvermögen dazu, diesen Weg zu beschreiten. Eine Promotion glich nahezu einem Wunder. Unter diesen Gesichtspunkten gehört Clara Immerwahr zu den Vorkämpferinnen ihrer Zeit. Frauen galten als verdorrt und für die Ehe nahezu verdorben, wenn sie nach Bildung strebten.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 17. Oktober 2005
Clara Immerwahr erkämpft sich Anfang des 20ten Jahrhunderts ihren Weg in die Wissenschaft.
Geleitet von Wissensdurst und Forscherdrang begeht und ebnet sie den für Frauen bisher verschlossenen Weg an die Uni und für sich selbst bis hin zum Doktortitel. Soweit der erste Teil dieser Biografie.
Nach ihrer Heirat mit Fritz Haber sieht sie sich zunehmend gezwungen den Platz im Labor mit dem Platz hinterm Herd zu tauschen. Fritz Haber setzt all seine Energie zum Antrieb seiner Karriere ein, was sehr an den Kräften Claras nagt.
Da sie es bisher gewohnt war sich selbstbewußt ihren Weg zu erkämpfen, fällt es ihr schwer sich in dem zunehmenden Ruhm ihres Mannes zu sonnen. Sie wird immer mehr von ihm in den Schatten gestellt. Dies ist leider auch im Buch zeitweise der Fall, da die Karriere und Forschungen von Fritz Haber detiliert beschrieben werden.
Im letzten Teil des Buches wird deutlich wie stark die Kluft zwischen den Eheleuten ist und wie sie durch den Kontrast ziwschen Claras humaner Einstellung und den von Fritz geleiteten Giftgaseinsätzen im 1.Weltkrieg immer größer wird.
Clara wählt den Freitod.
Anhand des Lebensweges von Clara Immerwahr wird in diesem Buch über die Rolle der Frau und die Entwicklung der Chemie zum Anfang des 20. Jahrhundert berichtet.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Christine am 2. Mai 2013
Wer sich auf dem Gebiet der Chemie auch nur einigermaßen auskennt, weiß mit dem Namen "Fritz Haber" etwas anzufangen. Wer aber kennt seine Frau Clara, geb. Immerwahr? Die Autorin Gerit von Leitner hat sich um diese bemerkenswerte Frau verdient gemacht und mit dem vorliegenden Buch deren Verdienste gewürdigt. Das Ungewöhnliche an Clara Immerwahr war ihr früh ausgeprägtes Interesse an den Naturwissenschaften sowie die Zielstrebigkeit, mit der sie diesem Interesse nachging. Bereits im Jahre 1900 promovierte sie als erste Frau an der Universität Breslau im Fach physikalische Chemie.
 
Der Zugang zur Universität war in jener Zeit den Frauen eigentlich nicht möglich, schon gar nicht auf direktem Wege. Nur durch ihr mutiges Durchsetzungsvermögen, verbunden mit hervorragenden fachlichen Leistungen konnte sie in die Domäne der Männer eindringen. Durch dieses persönliche Beispiel unterstützte sie auch die beginnende Frauenbewegung. In der Hoffnung, Ehe und Forschung miteinander verbinden zu können, heiratete sie den Chemiker Fritz Haber.
 
Während ihr Mann Karriere machte, sah sie sich zunehmend in die Rolle der Professorengattin, Mutter und Ehefrau gedrängt. Ihre ständigen Versuche, sich dieser zu entziehen, waren letztendlich immer wieder vergeblich. Sie fand in diesen Bestrebungen auch keinerlei Unterstützung durch ihren Mann. Als Fritz Haber seine Forschungen zunehmend auf die Suche nach neuen Kampfgasen umstellte und als Abteilungsleiter im Kriegsministerium die wissenschaftliche Verantwortung für das Kampfgaswesen übernahm, bezog sie deutlich und öffentlich dagegen Stellung. Das änderte jedoch nichts an der Einstellung ihres Mannes.
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