Philippe Gaston, genannt die Maus, entflieht aus den Kerkern des grausamen Bischofs von Aquila. Er prahlt mit dieser Heldentat und erweckt die Aufmerksamkeit eines fahrenden Ritters, der ihm beisteht und ihn in seine Dienste nimmt.
Das wäre nicht so schlimm, wenn nicht nachts der Ritter weg wäre und statt seiner ein Wolf und eine junge Dame die Hilfe des Jungen bräuchten. Nach und nach löst "die Maus" das Rätsel. Dazu muß er nicht nur die Hilfe eines betrunkenen Mönches sichern, den Häschern des Bischofs ausweichen und die junge Frau vor dem Tod retten, sondern auch den Ritter davon überzeugen, daß es noch Hoffnung gibt - was sich als die schwerste Aufgabe erweist.
Der Film besticht durch wunderschöne Bilder des Ortes Aquila und der verschiedenen Landschaften, durch die die Helden reisen. Die Kostüme und das Ambiente erscheinen absolut zeitgemäß. Leider enthält die DVD kein "Making Of", so daß die Fragen, wo der Film gedreht wurde und ob es eine reale Fabel gibt, die verfilmt wurde, offen bleiben. Das ist gut möglich, die Geschichte könnte ohne weiteres eine halb-historische Legende aus Aquitanien sein.
Die Musik wurde von Alan Parsons komponiert. Viele meiner Bekannten finden sie zu elektronisch und modern für das Sujet, eben 80er Jahre Modern Pop, keine Symphonien. Ich kann das verstehen, finde aber nach bewußtem Mithören, daß es sich im Gegenteil um eine reizvolle Adaption klassischer "Heldensymphonien" handelt, die durchaus zum Thema paßt.
Die deutsche Tonspur ist hier übrigens etwas anders als die englische. Wer den Film im Original hören will, wird aber Schwierigkeiten haben, da die Sprache gegenüber der Musik zu gering ausgesteuert ist. Schade, denn die englischen Dialoge sind sehr gut gelungen. Da aber die Übersetzung auch nicht schlecht ist, bleibt es bei 5 Sternen.
Alles in allem ein Klassiker der Fantasy, für jedes Alter zu empfehlen.