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Der Fürst der Phantome: Roman [Gebundene Ausgabe]

Anthony Burgess , Wolfgang Krege
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 870 Seiten
  • Verlag: Klett-Cotta; Auflage: 4., Aufl. (1996)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3608952152
  • ISBN-13: 978-3608952155
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 14,4 x 4,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 296.741 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Am Nachmittag meines einundachtzigsten Geburtstags, als ich mit meinem Buhlknaben im Bett lag, kam Ali und sagte, der Erzbischof sei da und wolle mich sprechen. »Sehr gut, Ali!« stammelte ich auf spanisch durch die geschlossene Tür des großen Schlafzimmers. »Bring ihn in die Bar und biete ihm etwas zu trinken an!«

»Hay dos. Su capellán también.«

»Sehr gut, Ali! Biete dem Kaplan auch etwas zu trinken an!« Mit dem gewerbsmäßigen Verfassen von Romanen habe ich nun schon vor zwölf Jahren aufgehört. Immerhin, werter Leser, wenn Sie meine Bücher irgend kennen und sich die Mühe machen wollen, den ersten Satz nochmal zu lesen, müssen Sie zugeben, daß ich von meiner alten Schläue im Anzetteln eines packenden Beginns noch nichts eingebüßt habe. Aber hier ist gar nichts, was ich erst hätte anzetteln müssen. Manchmal arbeitet das Leben der Kunst in die Hände. Daß ich einundachtzig war, konnte ich kaum bezweifeln: Den ganzen Vormittag hatten Glückwunschtelegramme mir immer wieder die Zahl unter die Nase gerieben. Geoffrey, der sich nun schon in seine hautengen Leinenhosen zwängte, war mein Sekretär, aber zugleich darf ich ihn wohl als meinen Ganymed, Geliebten oder Buhlknaben bezeichnen. Und spanisch arzobispo heißt unbezweifelbar Erzbischof. Es war kurz nach vier an einem Junitag auf Malta - dem dreiundzwanzigsten Juni, um es genau zu sagen und den ehrlich Interessierten das Nachschlagen im Who's Who? zu ersparen.

Geoffrey schwitzte viel (nicht vor Anstrengung) und setzte Fett an. Für einen Bengel von fünfunddreißig hatte er wohl ein allzu bequemes Leben. Aber wie die Dinge lagen, ließ sich unsere Trennung nicht mehr viel länger hinausschieben. Geoffrey würde gar nicht zufrieden sein, wenn er zur Verlesung meines Testaments käme. »So ein altes Ekel, mein Lieber, und was ich nicht alles für den getan habe!« Und ich für ihn - aber das Beste käme erst posthum, lieber posthum.

Ich blieb noch einen Augenblick liegen, nackt, wie ich war, blauäderig, gelblich und mager. Ich rauchte eine Zigarette, nicht die postkoitale, wie es hätte sein sollen. Geoffrey bückte sich schnaufend, um die Sandalen anzuziehn; sein Bauch schlug einen dreifaltigen Speckwulst. Dann streifte er sein geblümtes Tropenhemd über.


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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Böse ist des Guten Recht. 23. Juli 2003
Format:Broschiert
Ein Zufall verhalf mir zur Lektüre dieses Buches. Anthony Burgess? Ist das nicht jener Schriftsteller, der Clockwork Orange verfasste? Sei es drum. Ich kannte keines seiner Werke doch nach der Lektüre von "Fürst der Phantome" wird sich dieses wohl sicher ändern. Ein mehr als faszinierender Roman. Vom Guten und der ständigen Herausforderung des Bösen in vielerlei Gestalt. Aber auch vom Unsinn von Schuld und Sühne. Eine Abrechnung mit den allzu Frommen und eine Hommage an ein vergangenes Jahrhundert. Orte und Personen, Freundschaften und Feindschaften wechseln munter, tauchen unter und dann doch übberraschend wieder auf. Historische Bezüge werden eingebettet in ein humorvolles Geflecht der familiären und freundschaftlichen Beziehungen. Ob Liberia oder der Papst - der Spass, mit dem Burgess hier eine 80-jährige Reise beschreibt, wirkt auf jeder Seite. Biographische Verarbeitung seines eigenen Lebens ist sicher nur eine zu kurz greifende Umschreibung dieses Werkes. Es ist ein Meisterwerk. Brillant geschrieben und mit tiefen Gefühlen gekleidet. Sehr zu empfehlen Dir, oh werter Leser.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Burgess' wahres Meisterwerk 30. September 2001
Format:Gebundene Ausgabe
Homosexualität erscheint hier als Beiläufgkeit, gleich Haarfarbe oder Schuhgrösse. Nach anfänglichem Misstrauen erlebte ich erste eine Phase des schlechten Gewissenens, weil ich wie SIE war, die den freundschaftlich Erzählenden auf Grund seiner Neigungen ablehnten. Bald jedoch rückt auch dies zurück, und es bleibt ein faszinierender Blick auf weite Teile des vergangenen Jahrhunderts.
Meiner Einschätzung nach gibt es drei Gründe dieses Buch zu lesen:
1. weil es von Anthony Burgess ist.
2. weil es eine fesselnde Story ist.
3. wenn man der alten Toleranz wieder mal eine Chance geben will, und keine Angst davor hat, aus den Augen der Hauptfigur auf die Welt zu sehen.
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15 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unbedingt empfehlenswert 23. November 1999
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Eine veritable Schwarte, ein Buch der überraschenden Wendungen und bösen Überraschungen. Das ist ein Buch für die langen Winterabende: Pfeife, Cognac, Ohrenbackensessel. Ein Kaleidoskop des vergangenen Jahrhunderts (na, sagen wir, bis in die Achtziger) und gleichzeitig, wie so oft bei Burgess, eine Geschichte über Willensfreiheit und die verschlungenen Wege des Bösen. Und nach der letzten Zeile möchte man gleich wieder von vorn beginnen.
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