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Der Fänger im Roggen Taschenbuch – 2. Januar 2004


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 272 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 15 (2. Januar 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499235390
  • ISBN-13: 978-3499235399
  • Originaltitel: The Catcher in the Rye
  • Größe und/oder Gewicht: 11,5 x 2,3 x 19,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (175 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.534 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

J. D. Salinger wurde 1919 in New York geboren. Seit 1941 veröffentlichte er diverse Kurzgeschichten, 1951 folgten der weltbekannte "Fänger im Roggen" und bis 1963 drei weitere Romane. Letzte Veröffentlichung 1965. J. D. Salinger lebte jahrzehntelang äußerst zurückgezogen auf seiner Farm in New Hampshire und verstarb dort am 28. Januar 2010.

Produktbeschreibungen

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Beim ersten Mal Lesen konnte ich ihn auf Anhieb nicht ausstehen: Holden Caulfield, der Held in Jerome David Salingers Der Fänger im Roggen ging mir mit seinen naseweisen, altklugen Lebensbetrachtungen ziemlich auf den Wecker. Ein paar Jahre später fiel mein Urteil anders aus: Holden durchschaut und schildert in seinem schnodderigen Jugendjargon die oft so verlogene Welt der Erwachsenen. Und weil er merkt, daß er auf der Schwelle zu eben dieser Erwachsenenwelt steht, wehrt er sich dagegen, sich dort einzufügen.

So ist er gerade aus dem vierten Internat geflogen, weil seine schulischen Leistungen in fast allen Fächern ungenügend waren. Zurück in New York steigt er zunächst in einem zwielichtigen Hotel ab, da er sich nicht gleich bei seinen Eltern sehen lassen will. Die nun folgenden Begegnungen und Gespräche mit den verschiedensten Leuten machen seine Sensibilität und seine Gefühlsverwirrung deutlich, die er hinter einer coolen Fassade nur sehr unzureichend zu verstecken vermag und gipfelt schließlich in dem berühmt gewordenen Satz "Ein Pferd ist doch wenigstens menschlich".

Holden träumt von einer einsam gelegenen Blockhütte irgendwo im sonnigen Westen, in der er seine Kinder vor den Erwachsenen verstecken möchte. Doch im Gespräch mit seiner kleinen Schwester Phoebe wird deutlich, daß er nicht weiß, was er mit sich und seinem Leben tatsächlich anfangen soll. Und genau das ist es, was Salingers Roman auch fünfzig Jahre nach seinem Erscheinen noch so aktuell sein läßt -- denn diesem Problem müssen sich die Heranwachsenden jeder Generation aufs Neue stellen. --Elisabeth Lang -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

»Der Gewinn des neuen deutschen Fänger im Roggen ist Eike Schönfelds durchdachte und couragierte Übersetzung, die für diesen Roman ein zweites Leben bedeuten wird.«, FAZ, Paul Ingendaay

»Schönfeld zeigt den deutschen Lesern jetzt erstmals, was wirklich in The Catcher in the Rye steht.«, Financial Times Deutschland

»Als wäre Molières unsterblicher Menschenfeind noch einmal wiederauferstanden, um nun statt in feudalen Pariser Salons durch die vulgären Paradiese des American Dream zu wüten.«, Die Zeit

»Schönfeld hat Holden Caulfields einmaligen ›Sound‹ erstmals im Deutschen zum Klingen gebracht.«, Kölner Stadt-Amzeiger

»Mit der Neuübersetzung erlebt man, um wie viel mehr das Deutsche selbst heute imstande ist, eine ebenso lebenssatte wie kunstvolle Alltagsrede darzustellen.«, Süddeutsche Zeitung, Burkhard Spinnen -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

161 von 172 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von zueribueb TOP 1000 REZENSENT am 15. Oktober 2004
Format: Taschenbuch
"The Catcher in the Rye" aus dem Jahr 1951 ist ein absolutes Kultbuch. Das hat nicht nur mit dem Buch selbst zu tun, sondern auch mit J. D. Salinger, der um seine Person ein grosses Geheimnis macht und folglich ein grosser Unbekannter ist. Auch ist sein Werk äusserst schmal. Der Fänger im Roggen war lange in der Übersetzung von Muelon/Böll (1954/62) bekannt, die auf einer entschärften englischen Fassung beruhte. Die Neuübersetzung von Eike Schönfeld beruht nun auf der rekonstruierten Originalfassung, die 1995 erschienen ist. Die beiden deutschen Übersetzungen unterscheiden sich wie Tag und Nacht. Die erste Übersetzung entschärfte das Original völlig und kommt in einem gepflegten Deutsch daher. Die Neuübersetzung ist viel authentischer, da der Text wortwörtlicher übersetzt ist und nicht der Versuch unternommen wird, die Umgangssprache in eine gehobene Schriftsprache zu übertragen. Zudem ist der Wortschatz viel moderner und deftige Worte werden nicht abgeschwächt, sondern behalten ihre Direktheit und Prägnanz. Durch die Neuübersetzung ist mir erst bewusst geworden, dass Holden Caulfield eigentlich ein nerviger Schwätzer ist. In der englischen Fassung kommt ständig die Füllfloskel "and all" vor, die Schönfeld mit "und so" übersetzt, während dessen Muelon/Böll diesen Begriff durchgehend gestrichen haben.
Der Ich-Erzähler Holden Caulfield, 17, ist gerade wieder mal von einer edlen Privatschule geflogen, da er dort absolut nichts gemacht hat, ausser aus jugendlichem Trotz zu rebellieren. Er verlässt das Internat schon ein paar Tage früher und hängt dann in New York herum, da seine Eltern nicht frühzeitig von seinem Abflug erfahren sollen.
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70 von 82 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von junior-soprano TOP 500 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 28. Februar 2004
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Es ist ein Buch für Heranwachsende, daran führt kein Weg vorbei. Man sollte es lesen, solange man sich in der Pubertät befindet, sonst ist es nur noch halb so schön. Zweifellos gehört es zur Weltliteratur und ist zeitlos. Den wirklichen Reiz, das Geniale des Romans versteht der Leser wahrscheinlich am besten, wenn er das Buch als junger Mensch liest, ähnlich wie bei Goethes Werther. Als Erwachsenem ist einem manches peinlich und unangenehm, was man als Jugendlicher dachte und fühlte. Holden Caulfield ist DER Jugendliche schlechthin. Nie zuvor und bislang kein zweites Mal hat es ein Buch geschafft, mich vollständig in den Kopf einer fiktiven Figur hineinzuversetzen. Es ist gerade so, als ob man selbst die Hauptfigur wäre. Der Grund dafür ist wahrscheinlich, daß jeder Jugendliche ähnliches erlebt, gefühlt und gedacht hat, wie Holden Caulfield. Das erinnert den Leser zum einen daran, daß alle Menschen einerseits sehr ähnlich sind, was wohl eher ernüchternd ist, weil es uns bewußt macht, das wir austauschbar sind und nicht das Zentrum der Welt. Viel stärker wirkt aber das Gefühl der Liebe! Die Liebe für Holden Caulfield und die Menschen, die er auf seiner, eigentlich belanglosen Reise durch New York City trifft und letztlich die Liebe zu uns selbst und den Menschen um uns herum. Das mag nach Geschwafel klingen, verstehen kann man es wohl nur, wenn man das Buch selbst gelesen hat.
Am besten liest man es als Jugendlicher, ohne zu viel Hintergrundwissen und auf Englisch!

Für alle Leser, deren Leben sich durch den Fänger im Roggen positiv verändert hat und die nun hungrig auf mehr von J.D. Salinger sind, empfehle ich keine weitere Werke des Autors anzurühren.
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Timo Brandt TOP 500 REZENSENT am 5. Juli 2013
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
"Sie hatte eine angenehme Stimme. Vor allem für Telefongespräche geeignet. Sie hätte immer ein gottverdammtes Telefon mit sich herumtragen sollen."

Seit ich auf Amazon.de Rezensionen schreibe, habe ich mich immer bemüht alle Kritikpunkte und Ansätze zu einem Buch in meine Besprechungen mit einfließen zu lassen. Nicht um mich lieb Kind zu machen, sondern weil die Summe aller Meinungen der Spiegel eines jeden Buches ist, ob sie nun zutreffen oder nicht.

Bei jedem Buch, das der amerikanische Schriftsteller J.D. Salinger geschrieben hat (es sind genau 4), fällt mir diese Taktik jedoch sehr schwer. Ich liebe seine Bücher und doch möchte ich nicht ausschließen, dass sie für manche eine eher unbeeindruckende Erfahrung darstellen können, auch wenn ich jedem ans Herz legen möchte, sie zu lesen. Mich haben diese Bücher verändert. Ich kann sie immer wieder lesen, ich bin immer wieder aufs Neue fasziniert und gepackt, gehe immer wieder durch diese Prosa, die ganz ohne Manierismen und fast ohne Sorgfalt auskommt, mit einem Gefühl, als wäre alles, was dort geschrieben steht, ein Geschehen irgendwo zwischen Leben und Kunst, eine nahe und doch zugleich sehr literarische Erfahrung. Auf der Höhe der Literatur und doch in vielen Untiefen.

Der Fänger im Roggen ist nun ein ganz besonderes Werk und ich weiß nicht, ob ich es hinkriege, darüber etwas Gescheites zu schreiben. Ich bin mal wieder, nach der 4ten Lektüre, überrascht, wie schnell dieser Roman doch vorbeigeht und wie viel (in den Zwischenräumen) und zugleich wenig (an der Oberfläche) darin passiert.
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