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Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer: Roman Gebundene Ausgabe – 29. Juli 2013


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
  • Verlag: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG; Auflage: 7 (29. Juli 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3446243275
  • ISBN-13: 978-3446243279
  • Größe und/oder Gewicht: 13,3 x 2,7 x 20,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (83 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 100.346 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Alex Capus, geboren 1961 in der Normandie, lebt heute in Olten. Er studierte Geschichte, Philosophie und Ethnologie in Basel und arbeitete einige Jahre als Journalist bei mehreren Schweizer Tageszeitungen.
1994 veröffentlichte er seinen ersten Erzählungsband Diese verfluchte Schwerkraft, dem seitdem vierzehn weitere Bücher mit Kurzgeschichten, Romanen und Reportagen folgten. Bei Hanser erschienen die Romane Léon und Louise (2011), Fast ein bißchen Frühling (2012),Skidoo. Meine Reise durch die Geisterstädte des Wilden Westens (2012) und Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer (2013). www.alexcapus.de


Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Ein meisterhafter Roman!" (Gong)

"Ulrich Noethen liest den (...) Roman fesselnd und meisterhaft." (Münchner Merkur) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD .

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Alex Capus, geboren 1961 in Frankreich, studierte in Basel Geschichte, Philosophie und Ethnologie und lebt heute in Olten, Schweiz. Mit seiner Veröffentlichung Himmelsstürmer. Zwölf Portraits und dem Roman Eine Frage der Zeit gelang ihm bereits ein durchschlagender Publikumserfolg. Zuletzt erschien Léon & Louise, sein dreizehntes Buch. Alex Capus verbindet sorgfältig recherchierte Fakten mit fiktiven Erzählebenen, in denen er die persönlichen Schicksale seiner Protagonisten einfühlsam beschreibt. Für seine schriftstellerische Arbeit erhielt er bereits zahlreiche Preise.

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Xirxe TOP 1000 REZENSENT am 11. August 2013
Format: Gebundene Ausgabe
Drei Menschen, drei Leben, drei Schicksale. Allen Dreien ist gemein, dass über ihr Leben nur recht dürftige Informationen vorliegen. Geblieben sind das Wissen um ihre Existenz und bei zweien ihre Werke. Doch was ihr Leben ausmachte, liegt im Dunklen. Es handelt sich um drei Personen, die heute weitestgehend vergessen sind: Felix Bloch, Physiker; Laura d’Oriano, Sängerin und Spionin; Emile Gilliéron sen. und jun., Maler und Zeichner. Eigentlich also vier Personen, doch die Gilliérons verschmelzen nicht nur aufgrund ihrer Namensgleichheit immer mehr zu einer Person während der Lektüre.
Hier nun beginnt das Reich des Schriftstellers. Capus hangelt sich an den wenigen bekannten Fakten entlang und füllt die Lücken mit seiner eigenen Phantasie. Da sie alle zur selben Zeit lebten, lässt er zudem stets die Möglichkeit im Raum stehen, dass sie sich irgendwann unter welchen Umständen auch immer einmal begegnet sind. Doch was verbindet diese Menschen ansonst? Zwei stammten aus der Schweiz, die dritte wurde durch Heirat Schweizer Staatsbürgerin. Und die Schweiz wurde ihnen allen zu eng. Zwar wussten sie alle nicht, was genau sie vom Leben wollten, dafür umso besser was es nicht sein sollte. Der Eine wollte blaue Jacken tragen, obwohl im Dorf nur schwarze geduldet wurden. Die Andere sollte ihre Unterwäsche nicht sichtbar für die Nachbarn aufhängen. Und der Letzte fühlte sich mit seiner Leidenschaft für Atomphysik alleingelassen. So verließen sie ihre Heimat und/oder Familien und lebten ihre Leben auf ihre eigene Art.
Dies mag sich nun nicht sonderlich spannend anhören, doch die Geschichten üben eine merkwürdigen Sog aus, der mich das Buch nur schwer aus der Hand legen ließ.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von sabatayn76 TOP 50 REZENSENT am 10. August 2013
Format: Gebundene Ausgabe
'[...] weil jede vernünftige Reise in möglichst gerader Linie vom Ausgangspunkt zum Ziel führt und zwei Geraden sich nach den Gesetzen der Geometrie nicht zweimal kreuzen.'

Inhalt:
Die 13-jährige Laura d'Oriano sitzt im Orient-Express auf der Strecke Konstantinopel - Paris. Ihre Familie hat das Nomadenleben aufgegeben und möchte nun sesshaft werden. Laura hat einen Traum, den sie unbedingt verwirklichen möchte: sie will Sängerin werden.

Ein junger Mann sitzt am Züricher Bahnhof, er weiß nicht, was die Zukunft bringt, hat seinen Weg noch nicht gefunden. Im späteren Leben wird Felix Bloch Atomphysik bei Heisenberg studieren und Oppenheimer beim Bau der Atombombe helfen.

Ein Schnellzug nach Genf: der Kunstmaler Emile Gilliéron trägt die Asche seines kürzlich verstorbenen Vaters an den Genfersee, die alte Heimat der Familie. Emile wird später als einer der größten Fälscher in die Geschichte eingehen.

Die Wege der drei Personen kreuzen sich im Züricher Bahnhof im November des Jahres 1924, ohne dass sie die Existenz des anderen erahnen bzw. miteinander in Kontakt treten. Werden sich ihre Wege wieder kreuzen?

Mein Eindruck:
'Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer' ist nach 'Eine Frage der Zeit' mein zweites Buch von Alex Capus.

Mir hat der Roman sehr gut gefallen, denn er verbindet viele Themen, die mich interessieren: Orient-Express, Nationalsozialismus, Südfrankreich, Physik, Wissenschaft. Zudem ist das Buch sprachlich anspruchsvoll, aber dennoch flüssig lesbar und durchweg spannend.

Sehr gelungen fand ich die Beschreibung der Handlungsorte und der drei Hauptprotagonisten.
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29 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von alasca am 12. August 2013
Format: Gebundene Ausgabe
Es beginnt in der Schweiz der 1920er Jahre und setzt sich fort in den USA, Frankreich und Griechenland: Drei ganz unterschiedliche Menschen geraten in die Mühlen der Zeit. Felix Bloch, Pazifist; Emile Gilliéron, Bohémien; Laura d`Oriano, Nonkonformistin. Was haben sie gemeinsam? Was hat den Autor bewogen, gerade diese Menschen auszuwählen? Werden sie sich begegnen?

Felix Bloch beteiligt sich am Bau der tödlichsten Kriegsmaschine, die die Menschheit jemals konstruiert hat. Er klinkt sich aus, als die Bombe nicht mehr notwendig zu sein scheint, was ihn die Freundschaft seines Forschungskollegen Oppenheimer kostet. Seinen Nobelpreis bekommt er für eine Entdeckung, die künftig viele Leben retten wird. Die Atombombe aber bleibt eine Bedrohung bis heute.

Emile Gilliéron, später auch sein gleichnamiger Sohn (der ihm so ähnlich ist, dass der Übergang fließend erscheint), reüssiert im Dunstkreis Schliemanns und später Evans durch sein Zeichentalent, eigentlich aber durch konstanten Opportunismus; schließlich rutscht er in eine bürgerliche Existenz in Sichtweite der Akropolis. Zu Lebzeiten erst erfolgreich, dann verachtet, haftet den Gilliérons zeitlebens der Ruch geschickter Fälscher an. Heute kann man ihre "Werke" unter anderem im Metropolitan Museum New York bewundern - nicht die schlechteste Adresse.

Laura d`Oriano will sich um keinen Preis von Konventionen beugen lassen, keine "Marionette sein", was ihr gelingt, bis ihre Fäden von der Militärischen Abwehr gezogen werden.
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