Aus der Amazon.de-Redaktion
Hemmungsloses Herumurinieren, Masturbation via Kruzifix, Sprechen in vergessenen Sprachen sowie Kirchenschändungen und ein grausiger Mord fügen sich für die beiden Priester zu einem teuflischen Gesamtbild, das niemand anderen darstellt als Pazuzu, verborgen hinter der Fassade seines minderjährigen Opfers. Merrin und Karras vollziehen den Exorzismus, der ihnen beiden den Tod bringt, dem Mädchen aber die Rettung.
1973 wurde Der Exorzist kongenial für das Kino verfilmt und war für lange Zeit einer der erfolgreichsten Horrorfilme. Die literarische Vorlage trat dabei in den Hintergrund, völlig zu Unrecht, gilt sie doch noch heute als Vorläufer jener Generation von Horrorautoren, die in den 80ern der fantastischen Literatur zu neuem Renommé verhalfen. Der Exorzist ist von Blatty nicht nur dank der dezidierten Schilderung der Charaktere spannend verfasst, sondern überzeugt vor allem durch tiefgründige Kenntnisse des kirchlichen Gedankenguts. Obgleich der Grundtenor des Romans -- die Kirche ist die einzige Institution, die die Bedrohung des Menschen durch die Kräfte des Bösen abwehren kann -- ein wenig zu viel Heilsgläubigkeit verspricht. Aber das tut der Wirkung des Romans keinen Abbruch. Wer also den Horrorklassiker noch nicht im Bücherregal stehen hat, der sollte das mit der aktuellen Taschenbuch-Neuauflage unbedingt nachholen. --Marcel Feige -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Amazon.de-Hörbuchrezension
Die dezent-gruselige Synthesizer-Untermalung kommt zwar an den kongenialen Tubular Bells-Filmsoundtrack nicht heran, unterstreicht aber die spukhafte Atmosphäre dennoch recht ordentlich. Bei der den Text illustrierenden Geräuschkulisse jedoch hätte man sich einen sparsameren Einsatz gewünscht ("Eine Tür öffnet sich", knarz! "Schritte kommen näher", schlurf!). Irgendwie unlogisch erscheint auch, den Hilfsexorzisten Pater Karras im Hintergrund hechelnd ausgiebig joggen zu hören, um kurz darauf im Dialog mit dem Inspektor einen völlig ausgeruhten Kerzel/Karras zu erleben. Zwei Realitätsebenen, die manchmal irritierend wirken. Realität ist auch, dass wir auf ein schön aufgemachtes Booklet verzichten müssen. Dennoch, eine wunderbare Lesung -- und dem Tontechniker Dicky Hank verdanken wir eine Dämonenstimme, die durch Mark und Bein geht! Gekürzte Romanfassung, inszenierte Lesung, Spieldauer: 420 Minuten, 6 CDs. --Ravi Unger
Kurzbeschreibung
Blattys Teufelsaustreibungs-Mär lässt, insbesondere dank Kerzels knarzigem Bariton, nach wie vor die Haare zu Berge stehen (...) eine wunderbare Lesung -- und dem Tontechniker Dicky Hank verdanken wir eine Dämonenstimme, die durch Mark und Bein geht! Amazon.de - Redaktion
6 CDs, Gesamtspielzeit: 420 Minuten.