Auch wenn europäisch-amerikanische Zwistigkeiten sie in letzter Zeit davon abgelenkt haben mögen: Am meisten hadern die Europäer immer noch mit sich selbst. Dabei hätten sie allen Grund stolz auf sich zu sein, denn ihrem Gesellschafts- und Regierungsmodell gehört die Zukunft. Das jedenfalls meint Jeremy Rifkin. Mit der politischen Integration des Kontinents, auf dem die blutigsten Schlachten der Geschichte geschlagen wurden, werde hier Schritt für Schritt ein beispielloses politisches Gemeinwesen geschaffen, dessen Architektur und dessen Grundprinzipien nach Ansicht des amerikanischen Autors zum globalen Vorbild taugen.
In der ihm eigenen Eindringlichkeit legt Rifkin überzeugend dar, weshalb seiner Ansicht nach Europa die Zukunft gehört -- trotz mancher Probleme, wie etwa der Überalterung, die er für lösbar hält. Als einen wichtigen Standortvorteil im Zeitalter der Globalisierung diagnostiziert er insbesondere die Erfahrungen, die man hier im Zuge der multinationalen Integration sowie mit einer "Regierung ohne Mitte" gemacht hat. In einer von mannigfachen gegenseitigen Abhängigkeiten geprägten Welt könnten Nationalstaaten allein nicht länger bestehen, lautet eine der zentralen Ausgangsdiagnosen. Und "die Europäische Union ist das am weitesten fortgeschrittene Beispiel für neue, transnationale Regierungsmodelle". Während der "Amerikanischen Traum" von einer Überbetonung der individuellen Autonomie gekennzeichnet sei, präge den "Europäischen Traum" außer der Wille zur Integration das Bewusstsein kollektiver (und globaler) Verantwortlichkeit. Und eben dies seien die Attribute, die für eine zukunftsfähige (Welt-)Gesellschaft unabdingbar seien. Eine aufbauende und mutmachende Lektüre! -- Andreas Vierecke
19.08.2004 / Die Zeit: Die Zeit-Liste/Die Redaktion empfiehlt "Die großartige Vision eines Europas, das weltweit die Standards durchsetzt für die Bewahrung der Natur und der Menschenrechte."
19.08.2004 / DIE ZEIT: Seht auf Europa! "Ein populäres Lern- und Lesebuch über die zwei westlichen Zivilisationen, ihre Geschichte und die ihrer Spaltung, ihre so verschiedenen gesellschaftlichen Gewebe, ihre soziale Psychologie."
21.08.2004 / Badische Zeitung: Der Traum von Wohlstand, Vielfalt und Frieden "Rifkins Vision von Europa beeindruckt nicht zuletzt durch ihre glänzende Rhetorik."
21.08.2004 / Die Welt: Buch der Woche "Provokativ und lesenswert."
25.08.2004 / Financial Times Deutschland: Die Ikone der Freiheit versinkt "Das Thema ist aktuell und die Sprache präzise."
27.08.2004 / Handelsblatt: Das Handelsblatt empfiehlt "Balsam für die europäische Seele."
31.08.2004 / Neue Zürcher Zeitung: Der Schlaf der europäischen Vernunft "Ein Muntermacher für deprimierte Alteuropäer."
01.09.2004 / Harvard Business Manager: Die Zukunft der Alten Welt "Unterhaltsam, informativ und lesenswert. Ein Gegenpol zu der besonders in Deutschland verbreiteten Jammerkultur."
01.09.2004 / Literaturen: Europa "Faktenreich und lebendig geschrieben."
01.09.2004 / Cicero: Ach, Europa! "Spannend und amüsant geschrieben."
16.09.2004 / Rheinischer Merkur: Dicker Stier wird flottes Reh "Ein origineller Gegenentwurf zur Europakritik."
17.09.2004 / Hessischer Rundfunk: Der Europäische Traum "Ganz pragmatisch bezeichnet Rifkin die Europäische Integration als Prototyp für eine funktionierende Globalisierung."
01.10.2004 / Bücher: Buchmesse-Special: Die 100 besten Neuerscheinungen "Rifkin erhellt, ja unterhält sogar mit seinen Thesen."
01.10.2004 / Spiegel Special: Schöne bunte Großmachtideen "Das Buch liest sich wie eine Kulturgeschichte über die Auseinanderentwicklung der Gesellschaftssysteme auf beiden Seiten des Atlantiks, obendrein ist es auch noch spannend."
04.10.2004 / Frankfurter Rundschau: Die Weichen der Weltpolitik stellen "Eine Eloge auf Europa."
23.10.2004 / Neue Luzerner Zeitung: Europa hebt ab "Der Enthusiasmus des Amerikaners steckt an, und die Lektüre seines Buches ist ein Genuss. Es ist flüssig geschrieben und straft alle Lügen, die behaupten, gescheite Bücher müssten schwer verständlich sein."
30.11.2004 / Süddeutsche Zeitung: Flucht nach Europa "Eine interessante Beschreibung der Hoffnungen und Träume von amerikanischen Intellektuellen, die sich im Amerika der Gegenwart nicht mehr zu Hause fühlen."
01.02.2005 / Trend: Wilfried Stadler las "Der Europäische Traum" "Das Buch ist flott und flüssig geschrieben und stärkt - durch dutzende Fakten belegt - das europäische Selbstbewusstsein. Eine aufbauende Lektüre, die Mut macht."