Nach dem Calais in englische Hände gefallen ist, begibt sich Thomas mit seinen Freunden von dort in den Süden Frankreichs um angeblich eine Festung, welche früher dem Earl of Northampton gehörte, zurück zu erobern. Doch eigentlich, weil der Stammsitz seiner Familie sich in unmittelbarer Nachbarschaft befindet und Thomas dort nach dem Gral und seinem Vetter suchen will.
Dort angekommen erobert er die Festung mit List, rettet ein Mädchen vor dem Scheiterhaufen und bringt dich dadurch in einige Schwierigkeiten. Und inzwischen ist er auch längst nicht mehr der einzige, der an diesem Ort nach dem Gral sucht.
Endlich hat Thomas mal mit seinem Vetter, der hier zu guter Letzt doch noch eine tragende Rolle bekommt, einen ernst zu nehmenden Gegenspieler und nicht wie in den vorigen Bänden nur eine Witzfigur. Dadurch wirken gleich sowohl die Personen als auch die Handlung glaubwürdiger, was dem Buch nur gut tut.
Besonders gelungen fand ich dabei auch die Entwicklung von Thomas in Bezug auf Genevieve, die sehr gut nachvollziehbar waren, aber gleichzeitig auch wirklich mittelalterlich wirkten und nicht zu neuzeitlich.
Und ohne jetzt zu viel verraten zu wollen: Die Lösung der Gralsgeschichte ist gut gelungen, ohne das es ins Mystische abrutscht. Wenn man an die Existenz des Grals glauben will, dann könnte es sich wirklich genau so abgespielt haben. Damit schafft es der Roman auch wirklich historisch zu bleiben ohne sich fantastischer Elemente zu bedienen, was ich doch etwas befürchtet hatte.
Ansonsten ist die Handlung aber, wie schon in den Bänden vorher, mehr oder weniger eine Aneinanderreihung von Kämpfen zwischen den verschiedensten Parteien. Das wirkt teilweise doch etwas ermüdend und wiederholend.
Ein gelungener Abschluss der Trilogie, die ich insgesamt allerdings nicht wirklich begeisternd fand. Dazu waren mir die Personen in den ersten zwei Bänden zu oft unglaubwürdig und klischeehaft. Die realistische Darstellung von Kampfhandlungen ist ganz klar die Stärke Cornwells und diese sind auch sehr eindringlich wie ich es bisher noch bei niemanden gelesen habe. Aber insgesamt sind mir dann doch Bücher von beispielsweise Ken Follett oder Rebecca Gable lieber, bei denen die Personen vielschichtiger und lebendiger sind.