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Buchnotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.09.2001
Nach Eberhard Kolb zeichnen sich die neun Beiträge dieses Bandes "ausnahmslos durch hohe Qualität" aus. Dabei weist er darauf hin, dass die Autoren zu denjenigen Historikern gehören, die sich primär für "Themen wie die Deutung und Verarbeitung von Kriegserfahrung und Fronterlebnis", die Rolle des Krieges in der Erinnerung oder auch die "sozialstaatliche Intervention auf Gesellschaft und Politik in der Nachkriegszeit" interessieren. Kolb geht auf die einzelnen Beiträge des Bandes ein und hebt dabei die thematischen Schwerpunkte hervor. Deutlich wird seiner Ansicht nach, dass "der Krieg selbst" keineswegs für die Veränderungen der sozialen Gesellschaft verantwortlich war, sondern vielmehr die Art und Weise wie die verschiedenen Staaten "nach" dem Krieg auf diese Erfahrungen reagierten und welche Erinnerungskulturen daraus entstanden sind.
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Pressestimmen
"Es gehört zu den liebsten Klischees der populären Geschichtsbetrachtung, dass Faschismus und Zweiter Weltkrieg quasi natürliche Folgen des Ersten Weltkriegs und der mit ihm verbundenen gesellschaftlichen Verwerfungen waren. Ein etwas näherer Blick auf die Entwicklungen in den verschiedenen Ländern zeigt, dass diese Vereinfachung unzulässig ist - und dieser Sammelband bietet ein ganzes Bündel von Anhaltspunkten." (Der Standard)
"Das Interesse der 'neuen Kulturgeschichte' am Ersten Weltkrieg konzentriert sich auf Themen wie etwa die Deutung und Verarbeitung von Kriegserfahrung und Fronterlebnis, den Platz, den der Krieg in der Erinnerungskultur der einzelnen Nationen einnahm und einnimmt, die Auswirkungen von Massenmobilisierung und sozialstaatlicher Intervention auf Gesellschaft und Politik in der Nachkriegszeit. Mit solchen Themen befaßte sich der Arbeitskreis für moderne Sozialgeschichte. Als Ertrag liegt nun ein Sammelband vor, dessen neun Beiträge sich ausnahmslos durch hohe Qualität auszeichnen." (Frankfurter Allgemeine Zeitung)