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Der Erste Weltkrieg
 
 
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Der Erste Weltkrieg [Taschenbuch]

Volker R. Berghahn
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 120 Seiten
  • Verlag: C.H.Beck; Auflage: 4 (23. Juli 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3406480128
  • ISBN-13: 978-3406480126
  • Größe und/oder Gewicht: 17,4 x 11,8 x 1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 56.717 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 19.05.2004
Gerd Krumeich bespricht vier neue Bücher über den Ersten Weltkrieg und lobt sie, jedes für sich und "auf seine eigene Weise", als nützliche Orientierung über ein komplexes Gebiet. Die knappe Darstellung des Ersten Weltkriegs von Volker Berghahn preist der entzückte Rezensent als "kleines Kunstwerk" und nur das Kapitel über "Strategie, Diplomatie, Wirtschaftsinteresse und Kriegsziele" scheint ihm, gemessen an den anderen Abschnitten, zu lang geraten. Sowohl die Schilderung der Julikrise von 1914, die sich, wie der Rezensent lobend hervorhebt, nicht nur auf Deutschland beschränkt, wie auch die Darstellung der "Heimatfront", die die Lage der Frauen analysiert, findet Krumeich "wirklich ungewöhnlich gut gelungen". Weniger überzeugend dagegen sieht er die Militärgeschichte durch den Autor referiert und in diesem Zusammenhang ärgert er sich ein bisschen über "schlecht gemachte und überflüssige Karten". Auch die Ausführungen über den "Sozialimperialismus" erscheinen dem Rezensenten ziemlich verstaubt und die "Steuerpolitik" während des Krieges ist für seinen Geschmack allzu breit ausgeführt. Die These Berghahns, dass der Krieg seit 1915 zunehmend brutalisiert wurde, findet Krumeich dagegen sehr anregend und trotz der angebrachten Kritikpunkte schätzt er das Buch als "kluge Einführung" in ein komplexes Thema.

© Perlentaucher Medien GmbH

Kurzbeschreibung

Volker Berghahn schildert in seiner konzisen Darstellung die Ursprünge und den Verlauf des Krieges, die Rolle der politischen, wirtschaftlichen und militärischen Eliten sowie die Kriegserfahrung der Soldaten. Das Buch endet mit einer Darstellung des Zusammenbruchs erst des russischen Zarenreichs 1917 und dann der beiden mitteleuropäischen Monarchien ein Jahr später vor dem Hintergrund eines totalen Krieges, bei dem es letztlich keine Sieger mehr gab.

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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Der Erste Weltkrieg wird als 'Urkatastrophe' des 20. Jahrhunderts bezeichnet. Als ein industrialisierter Krieg, mit dramatischen Konsequenzen für Europa und große Teile der Welt weit über 1918 hinaus. Die Faktoren die zum Ausbruch dieses Krieges führten, waren vielfältig und komplex, ebenso wie die Abläufe auf den Schlachtfeldern in Europa, in Übersee oder auch an den Heimatfronten.
Der Umfang des Buches mit 115 S. lässt dann auch wenig Spielraum, die Geschehnisse in erschöpfender Form darzustellen. So werden in erster Linie die politischen, diplomatischen und wirtschaftlichen Faktoren erläutert. Abläufe in den USA, militärgeschichtliche Elemente und Kriegshandlungen außerhalb Europas werden vernachlässigt. Der amerikanische Autor konzentriert sich in erster Linie auf Deutschland in Verbindung mit Österreich-Ungarn, sowie Großbritannien. Russland widmet er ein eigenes Unterkapitel aber die restlichen kriegsteilnehmenden Völker werden nur am Rande mit einbezogen. Zudem hinterlassen einige Textabschnitte das Gefühl, dass der Autor nicht objektiv ist und den Zweibund Deutschland Österreich-Ungarn abwertend sieht. Beispielsweise wird die deutsche Führung mit negativen Eigenschaften versehen, die alliierte Führung dagegen mit Positiven (S.54). Viel schwerwiegender wirkt sich das Fehlen von Fuß- und Endnoten aus. Es gibt keinerlei Belege für die Aussagen und Behauptungen des Autors wie z.B. dass die unmittelbaren Ursachen des Krieges in Berlin und Wien zu suchen sind und weitaus weniger in England, Frankreich und Russland (S. 17).
Der Text ist verständlich geschrieben und in fünf Kapitel gegliedert, die wiederum in jeweils drei Unterkapitel unterteilt sind. Stellenweise weicht der Autor von der nüchternen Darstellung der Fakten ab, und versucht das Vorstellungsvermögen hinsichtlich der Grausamkeiten des Krieges beim Leser zu stimulieren. Die vier im Buch gedruckten Karten sind ohne jegliche Erläuterungen.
Zusammenfassend ist dieses Buch nur bedingt in der Lage, den Ersten Weltkrieg vollständig zu erklären. Es ist zu allgemein gehalten und bietet nur einen Überblick über den Ersten Weltkrieg. Zum einen auf Grund des geringen Umfangs dieses Werkes, zum anderen werden gerade militärische Aspekte vernachlässigt wie z.B. der Abnutzungskrieg. Auch das Fehlen eines Sachregisters und der schon erwähnten Belege, verhindern eine weiterführen Beschäftigung mit bestimmten Kernaspekten der 'Urkatastrophe' des 20. Jahrhunderts.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
11 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Im Juni 1999 besichtigte ich an der Grenze von Schottland und England die sogenannten „border abbeys" Jedburgh, Dryburgh, Melrose und Kelso. In der behaglichen Idylle von Dryburgh entdeckte ich die letzte Ruhestätte von „Field Marshall Douglas Haig 1861 - 1928". Doch es gibt keinen Ort ohne Schrecken...

Denn bei der Lektüre des obigen Taschenbuches stieß ich erneut auf jenen Douglas Haig. Sein eiskaltes Kalkül, seinen Starrsinn und seine Erbarmungslosigkeit in der Schlacht an der Somme im Sommer 1916 schildert Autor Volker Berghahn so: „Er war bereit, Hundertausende in den Tod zu schicken. Auch als Haig die verlustreiche Schlacht bei Loos befahl, bewies er eine stählerne Härte."

Leitmotivisch wird die rücksichtlose, chaotische, inkompetente Kriegsführung der Generäle auf beiden Seiten dem elenden Verbluten und Verenden der jungen Soldaten an der Front gegenübergestellt.

Die Urteile des namhaften Militärhistorikers Berghahn sind hart und fundiert. So heißt es über Ludendorff: „Indem Ludendorff ganz kaltblütig die Schuld an dem Weltkrieg und seinem Ausgang auf den Reichstag schob, stahl er sich und die Armee aus der Verantwortung." Und weiter: „Auch wenn Hitler und Ludendorff damals mit ihrem ‚Marsch auf Berlin' scheiterten, die Krise gab den radikalen Revisionisten Auftrieb, die die Pariser Friedensordnung mit Gewalt zerstören wollten."

Knapp, treffend und anschaulich schildert Berghahn die Ursprünge und den Verlauf des Krieges, die Rolle der politischen, wirtschaftlichen und militärischen Eliten sowie die Kriegserfahrung der Soldaten. Das Buch endet mit einer Darstellung des Zusammenbruchs erst des russischen Zarenreichs 1917 und dann der beiden mitteleuropäischen Monarchien ein Jahr später vor dem Hintergrund eines totalen Krieges, bei dem es letztlich keine Sieger mehr gab. Der Erste Weltkrieg ist die „Urkatastrophe" des 20. Jahrhunderts.

Fazit: Dieses Taschenbuch ist ein vorzügliche Einführung auf dem neuesten Forschungsstand.

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28 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ärgerlich 13. Mai 2004
Format:Taschenbuch
Berghahn gibt vor, mit seinem Buch auf dem neuesten Stand der Forschung zu sein. Das ist nicht der Fall, im Gegenteil, er wärmt alte, längst widerlegte Thesen wieder auf. So gibt er zum Beispiel Deutschland und Österreich-Ungarn die Alleinschuld am Ausbruch des Krieges - längst als falsch erwiesen - und lässt dabei so wichtige Dinge wie das Ultimatum an Serbien und die Reaktion darauf völlig außer acht. Das komplexe Vertragsgeflecht zu Beginn des Krieges erwähnt er kaum, genausowenig den aggressiven Panslawismus der russischen Regierung. Die Darstellung des Endes des Krieges ist äußerst unbefriedigend, das Wort Versailler Vertrag fällt überhaupt nicht.
Der einzige Teil, der überzeugen kann, ist die Darstellung der Innenpolitik im Deutschen Reich.
Ansonsten ist das Buch überflüssig und ärgerlich.
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