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Der Erste Weltkrieg
 
 
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Der Erste Weltkrieg [Englisch] [Gebundene Ausgabe]

Michael Salewski
2.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 415 Seiten
  • Verlag: Schöningh; Auflage: 2., durchges. A. (24. Mai 2004)
  • Sprache: Englisch
  • ISBN-10: 3506774034
  • ISBN-13: 978-3506774033
  • Größe und/oder Gewicht: 24,4 x 16,7 x 4,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Michael Salewski
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Produktbeschreibungen

Neue Zürcher Zeitung

Überblicke über eine Katastrophe Der Erste Weltkrieg in neuen Darstellungen Von Helmut Zander Im August 1914 wird Europa zum Schlachthaus. Nie zuvor und nie danach – auch nicht im Zweiten Weltkrieg – wurde auf den Schlachtfeldern so furchtbar gestorben wie im Ersten Weltkrieg. In Hunderttausenden von Toten ging in Przemysl und in Flandern, vor Verdun und an der Somme die Belle Epoque unter – bei Aufbietung der ganzen «innovativen» Kräfte Europas: Flugzeuge, Gaswaffen und Panzer wurden zwischen 1914 und 1918 erstmals kriegstauglich gemacht. Die weltpolitische Hegemonie Europas neigte sich ihrem Ende entgegen, die multiethnischen Staaten zerfielen, der Glaube an den kulturellen Fortschritt war vorerst in dem Blutbad ertrunken. 1918 begann der zweite Teil dieses Krieges, der erinnerungspolitische. In Deutschland strickte man an der Dolchstosslegende; die Nationen aus der Konkursmasse des Habsburgerreiches glaubten, aus dem österreichischen «Völkerkerker» befreit zu sein; Frankreich hoffte auf einen Bestand der innenpolitischen «union sacrée». Die «Urkatastrophe» des zwanzigsten Jahrhunderts (George F. Kennan) hat eine fast unüberschaubare Literatur hervorgebracht. Nun bietet die voluminöse «Enzyklopädie Erster Weltkrieg» einen Überblick. In einer Rubrik «Staaten» wird die Kriegspolitik der wichtigsten Länder vorgestellt, drei weitere Abteilungen analysieren die gesellschaftlichen Folgen des Krieges, den Kriegsverlauf und die Kriegsgeschichtsschreibung. Den grössten Umfang nimmt ein Personen- und Sachlexikon ein, das von «Aberglaube» über «Hochspannungszaun» und «Schweiz» bis zur «Zweiten Internationale» reicht. Dieser Teil des Bandes lädt zum gezielten Sichinformieren wie zum neugierigen Blättern gleichermassen ein. Unter den Stichwörtern findet sich auch eine Antwort auf die Frage versteckt, die für die Zeitgenossen die Bekenntnisfrage schlechthin wurde: Wer war schuld? Für den Mitherausgeber Gerd Krumeich waren es (in den Artikeln «Kriegsschuldfrage» und «Julikrise») vor allem Deutschland und Österreich-Ungarn. Über derartige Bewertungen und über die Bedeutung einzelner Stichwörter kann man streiten, aber alles in allem bietet der Band eine solide Grundlage in einem extrem ausdifferenzierten Forschungsfeld und dokumentiert die Erweiterung der Perspektiven von der klassischen Schlachtengeschichte zu einer Kulturgeschichte des Krieges. Eine Schwäche bildet hingegen die Disparität der internationalen Perspektiven. Der Band hat zwar die nationalen Blickverengungen der Kriegsdarstellung verabschiedet und macht in den Länderartikeln deutlich, wie unterschiedlich der Krieg in den beteiligten Nationen wahrgenommen wurde, doch ist es den Herausgebern nicht gelungen, untereinander vergleichbare Themenstellungen durchzusetzen. So wird die spannende Frage, wie der Krieg die Demokratisierung der europäischen Nationen vorantrieb, in den Artikeln zu Frankreich und Deutschland erörtert, während andere Länderartikel in einer klassischen Militärgeschichtsschreibung verharren. Schliesslich hätte man sich eine sorgfältigere Bibliografie gewünscht (nach unerfindlichen Kriterien besitzen manche Stichwörter Hinweise auf weiterführende Literatur, andere nicht); und ein ausführliches Gesamtregister hätte bei einem solchen grossen Werk nicht fehlen dürfen. Gleichwohl: Der von einem internationalen Wissenschafterteam verantwortete Band ist eine beachtliche Leistung. Neben diesem Grossprojekt bietet der Buchmarkt eine Vielzahl kürzerer Gesamtdarstellungen an. Zeitlich parallel zu der Enzyklopädie ist etwa Volker Berghahns sehr knapper, aber gerade darin hilfreicher Überblick erschienen; Michael Salewski setzt auf eine längere, aus Vorlesungen entstandene und mit Bildern angereicherte Schilderung. Wolfgang J. Mommsen wiederum hat sich wichtige Einzelfragen herausgegriffen, deren Bearbeitung man, wenn man die übergreifenden Zusammenhänge kennt, mit Gewinn liest: etwa seine Analysen der deutschen Planungen für eine Nachkriegsordnung, die zwischen intellektueller Hegemonie und ethnischen Säuberungen schwankten, oder zur Bewertung des Versailler Vertrages, der nach Mommsens Auffassung erst unter den Bedingungen einer Massendemokratie seine fatale Wirkung entfalten konnte.

Kurzbeschreibung

Mit großem erzählerischen Können entwirft Michael Salewski ein umfassendes Panorama der Jahre von 1914 bis 1918. Er zeigt einer Gegewart, die selbst wieder zunehmend mit Bildern des Krieges konfrontiert ist, was der Erste Weltkrieg auch jenseits der Schützengräben für die, die ihn führten und erlitten, bedeutete. Und er ordnet den Krieg, mit dem das 19. Jahrhundert zu Grabe getragen wurde, in die Geschichte des neuen, des 20. Jahrhunderts, dem er zum Auftakt wurde, ein.

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Format:Gebundene Ausgabe
Der Autor ist emerierter Professor für Neuere Geschichte und schrieb dieses Buch im Rahmen seiner Vorlesung über den 1. Weltkrieg. Das Buch ist sinnvoll in 30 Kapitel unterteilt und beginnt mit einem Überblick über den Forschungsstand, geht auf die Quellenlage ein und legt die wissenschaftliche Herangehensweise dar. Gerade für angehende Historiker sind diese ersten zwei Kapitel eine große Hilfe.
Allerdings konzentriert sich Salewski in seinem Werk auf die Politik- und Diplomatiegeschichte. Er behandelt ausführlich das Verhalten und die Handlungen der deutschen Führung. Dabei geraten die anderen Akteure der Mittelmächte, Entente und USA in den Hintergrund. Ab und an sind die wirtschaftlichen Entwicklungen des deutschen Reichs eingestreut. Der Autor benutzt dabei einen sehr anstrengend zu lesenden Schreibstil, inklusive vieler Schachtelsätze und Anwendung von sehr vielen lateinischen Redewendungen. Salewski unterfüttert den Text mit seinem scheinbar grenzenlosen Wissen und Anekdoten, sowie eigenen Wertungen und Kommentaren. Zudem zieht er immer wieder Parallelen zur Geschichte, angefangen bei der Antike (z.B. punischen Kriege) bis hin zum 11. September 2001. Insbesondere der 2. Weltkrieg wird in immer wieder angeführt. Dies alles führt dazu, dass der Leser sich anstrengen muss, die wichtigen Informationen über den 1. Weltkrieg aus diesem komplexen Gerüst an Wissen eines Professors heraus zu filtern.
Gravierender verhält es sich mit den militärischen Geschehnissen des Krieges. Diese werden zum größten Teil ignoriert und nur einige Ereignisse rudimentär behandelt. Auf Aspekte wie Stellungskrieg und Gaskrieg, die den 1. Weltkrieg von den vorangegangenen Kriegen unterscheiden, wird nicht eingegangen. Salewski schließt die Operationsgeschichte aus und verweist auf andere Literatur. Die Folgen des Stellungskrieges und Beispiele dafür wie Verdun und die Schlacht an der Somme, hält er sogar für nicht erläuterungsbedürftig. Selbst in den diesen Schlachten gewidmeten Kapitel, wird mehr das politische Geschehen der militärischen und politischen Führer geschildert, als das eigentliche Kampfgeschehen welches nur sehr knapp und mit vielen Statistiken wiedergegeben wird. Das Problem des Stellungskrieges und die damit verbundenen Schrecken und technischen Innovationen wie z.B. Gas bleiben nahezu unerläutert.
Man muss sich die Frage stellen, wieso 'Der Erste Weltkrieg' als Buchtitel gewählt wurde. Von der Bedeutung her schließt der Titel den gesamten Krieg ein. Salewski klammert jedoch die Militärgeschichte, die Kolonien sowie die Geschehnisse im Osten, Italien und Österreich-Ungarn nahezu aus, die letztendlich diesen Krieg zu einem Weltkrieg gemacht haben. Es bleibt abschließend festzuhalten, dass die Politik- und Diplomatiegeschichte Deutschlands im Ersten Weltkrieg ausführlich dargelegt wird. 595 Belege, Anmerkungen etc. in Form von Endnoten steigern die wissenschaftliche Verwertbarkeit dieses Werkes. Jedoch hat Salewski den Titel seines Buches durch das Weglassen elementarer geschichtlicher Bestandteile verfehlt. Hinzukommt der teilweise überfrachtete Schreibstil.
Man kann kein Buch über den Ersten Weltkrieg schreiben, ohne auf den Krieg im eigentlichen Sinne einzugehen. Von daher ist dieses Buch nur bedingt in den oben gezeigten Rahmen der deutschen Politikgeschichte zu empfehlen.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Odysseus
Format:Gebundene Ausgabe
Vorneweg: Salewski's Buch zum Ersten Weltkrieg ist ein lesbares, sicher bereicherndes Buch, aber nichts für Einsteiger: Wer mit Sarajevo, Somme oder Pétain nichts verbinden kann, der dürfte nach der Lektüre auch kein nachhaltiges Wissen darüber vorweisen können, da sich der Verfasser mehr auf die historischen Konsequenzen beschränkt. Vorbelastete sollten aber in jedem Fall einen Blick riskieren.

Das Werk basiert auf einer Universitätsveranstaltung des Autors zum ersten Weltkrieg und setzt entsprechendes Vorwissen über den Verlauf und die Akteure auf beiden Seiten voraus. Der Autor erklärt und analysiert hauptsächlich die Wirkungen der einzelnen "Schlachten" und politischen Entscheidungen, ohne sie im Verlauf grundlegend zu beschreiben. Wer entsprechendes Vorwissen besitzt, nimmt einiges mit. Inhaltliche Schwerpunkte m.E. sind dabei wie es zum Krieg kommen konnte und die innenpolitische Entwicklung in Deutschland  v.a. die Macht der 3. OHL  bis Kriegsende. Zudem stellt der Autor die Auswirkungen des Ersten auf den Zweiten Weltkrieg, weniger die der Kriegführung sondern mehr die kriegswirtschaftlichen, gut dar. Leider beschränkt er sich dabei zu sehr auf die Vorgänge im damaligen Deutschen Reich. Salewski fügt auch einige recht anregende, spekulative Absätze, die zeigen, dass der Kriegsverlauf keineswegs zwingend war.

Was den Stil betrifft: Das Buch ist trotz seines Ursprunges keineswegs nur für Akademiker geschrieben, im Gegenteil, es liest sich sehr flüssig. Was allerdings etwas störend wirkt, sind die Vorlieben des Autors für nicht unbedingt gebräuchliche französische und lateinische Redewendungen im Text.

Ich empfehle das Buch eigentlich jedem, der sich mit dem Ersten Weltkrieg beschäftigt. Wer sich allerdings hauptsächlich für militärische Fragen interessiert, dem sei mehr zu John Keegans Werk geraten.
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2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Galland
Format:Gebundene Ausgabe
Das große Spät-Werk des Kieler Professors Salewski.

Natürlich kann man es lesen und seinen Nutzen daraus ziehen. Allerdings fehlt Salewski, vllt. mit der Herkunft aus einer Vorlesung erklärbar, der brillante Gedanke. Sein Buch ist weder die beste Übersicht über den ersten Weltkrieg, noch werden originelle Gedanken wie im nur wenige Jahre vorher erschienenen Buch von Niall Ferguson entwickelt.

Was man ihm zugute halten kann ist, daß er im deutschsprachigen Raum für eine "Normalisierung" der Beschreibung dieser "Urkatastrophe" steht, wie sie seit den 60igern nicht mehr üblich war.

Fazit: zuviel, um es einfach zu ignorieren, zu wenig, um es zu einem "Markstein" werden zu lassen.
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