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Kundenrezensionen

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am 13. April 2014
Beim diesjährigen Erinnern an 100 Jahre Beginn des Ersten Weltkrieg wird man in Deutschland doch haupsächlich an den Krieg gegen Frankreich erinnern. Die Schlachten von Verdun und Flandern haben sich in das deutschen Kollektivbewusstsein eingebrannt. Die entsprechend umfangreiche Literatur zu diesem Thema ist bekannt. Daher lohnt es sich um sehr mehr einen Blick auf das Habsburger Reich zu werfen. Das Buch ist sehr umfangreich aber dennoch leicht lesbar.
Leider, leider muss ich auch das Thema fehlender Karten ankreiden. Als Leser aus Baden-Württemberg kennt man eben nicht alle serbischen, kroatischen, polnischen, tschechischen... Gebiete, Orte und Flüsse. (Wieviele Sprachen waren im Reichstag in Wien zugelassen ? Dann kommt noch erschwerend hinzu, dass sich gerade in diesen Gebieten oft die Schreibweise bzw. sogar die Ortsnamen geändert haben. Gute Karten mit Heraushebung der wichtigen Orte, und das Buch hätte die volle Punktzahl.
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am 28. November 2013
Vor zwei Jahrzehnten las ich den "Vorläufer" dieses Buches von Manfried Rauchensteiner ("Der Tod des Doppeladlers") und war beeindruckt davon, dass darin nicht nur die Feldzüge und Schlachten, sondern auch die diplomatischen und politischen Zusammenhänge ausführlich verarbeitet wurden.

Dieses neue Buch des Militärhistorikers ist nicht eine durch intensive weitere Quellenforschungen und zwischenzeitlich verfügbare Literatur seit damals erweiterte Auflage, sondern ein grundsätzlich neu verfasstes Werk über den Ersten Weltkrieg. So umfassend wie nirgend in einem anderen Buch, einem Opus Magnum, werden neben den kriegerischen Ereignissen und dem völligen Versagen der abgehobenen - oder indolent-bis inkompetenten? - militärischen Führungen die diplomatischen, ansonst selten beachteten humanitären wie wirtschatlichen Kontexte eingebunden.

Man wird bei den verlorenen Schlachten an das Wort eines deutschen (?) Generals erinnert, der nach dem Krieg sarkastisch sagte, die österreichisch-ungarischen Soldaten hätten wie Löwen gekämpft, wären aber von Eseln geführt worden. (Der k.u.k. Generalstabchef General Franz Conrad von Hötzendorf schrieb während der mörderischen Abwehrschlachten in den Karpaten im Spätherbst 1914 nächtelang glühende Liebesbriefe an eine verheiratete Frau um diese zur Scheidung von ihrem Mann zu motivieren, enthüllte der US-amerikanische Historiker Lawrence Soundhouse).

Schlüssig führt der Autor den Beweis, dass Kaiser Franz Josef I. nach dem Thronfolger-Mord in Sarajewo die Abrechnung mit Serbien, die sich dann durch die von der Diplomatie und Politik völlig unterschätzte Bündnisautomatik zum Großen Krieg auswuchs, gezielt gewollt hatte. Dass Österreich-Ungarn, schon seit 1868 nur mehr ein Staatenbund (!) auf diesen Krieg weder militärisch ("Manövergeneralität"), diplomatisch noch wirtschaftlich vorbereitet, geschweige denn gerüstet war, ist beklemmend ebenso zu lesen, wie sich die "innere Kündigung" der Monarchie durch den Ur- und Hochadel an dessen demonstrativer Zurückhaltung nicht nur bei der Zeichnung bei den Kriegsanleihen nachweisen läßt. Entgegen vieler Legendenbildungen war Österreich-Ungarn aus eigener Unfähigkeit im innenpolitisch Organisatorischen nicht weniger als Militärischen schon 1915 auf die Hilfe des Deutschen Reiches, angewiesen. Es musste sich deshalb an Berlin schon ausliefern um nicht zusammen zu brechen noch bevor es am Vorarbend des Todes von Franz Josef 1916 zur deutsch dominierten Obersten Kriegsleitung kam.

Das Buch schließt im Jahre 1918 und dem Auflösungsprozess der k.u.k Armee sowie der Abspaltung der neuen Nachfolgestaaten. Fassungslos liest man von den nur gutwillig als "bizarr" zu qualifizierenden Manövern von Kaiser Karl sich als ö.-u. oberster Armeekommandant - zu dem er sich 1917 der kaum 30-jährige ernannt hatte - um die Verantwortung zur Unterzeichnung des Waffenstillstandes mit Italien zu drücken und Militärs dafür vorzuschieben.

Die heute zum Teil nostalgisch glorifizierte österreich-ungarische Monarchie der Habsburger war lange vor dem Ersten Weltkrieg zusammen mit dem Osmanischen Reich auf dem absteigenden Ast der europäischen Mächtekonstellation. Nach der Lektüre dieses Buches weiß man als Leser auch warum.
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am 14. Februar 2014
Absolut empfehlenswertes Buch. Sicherlich in der Fülle der historischen Daten und der Beschreibung der Abläufe und Zusammenhänge ein opus magnus. Aber als Historiker verstehe ich das Fehlen des Kartenmaterials in keiner Weise. V.a. ärgert dies bei den Kriegsschauplätzen am Balkan. Wo bleibt da die Didaktik?
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am 16. März 2014
Ein gewaltiges Bild entwirft der renommierte Historiker und ehemalige Leiter des militärgeschichtlichen Museums. Leider ist das Werk bereits vor vielen Jahren als Tod des Doppeladlers erschienen. Neuere Entwicklungen, die sich zb aus der Ludendorff Biographie ergeben (wie wurde der Krieg im Osten von Ludendorff wirtschaftlich geführt), sind daher nicht berücksichtigt. Hilfreich wären zwei Ergänzungsbände: einmal ein Kartenband sowie ein Fotoband. Trotz allem ÜBERRAGEND!
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am 26. Oktober 2014
1993 veröffentlichte der Styria Verlag Rauchensteiners Buch "Der Tod des Doppeladlers". Ein hervorragendes Werk mit 720 Seiten, vielen Fotos und hervorragendem Kartenmaterial sowie einer 7-seitigen Chronik des Weltkriegs am Buchende.
Der vorliegende Band "Der erste Weltkrieg und das Ende der Habsburgermonarchie" ist die überarbeitete und erweiterte Fassung des "Tod des Doppeladlers". Das erfährt man als Käufer allerdings erst im "Kleingedruckten" auf der 3. Seite. Kein Hinweis darauf in der Produktbeschreibung bei Amazon. Warum man einem "alten" Buch einen "neuen" Namen gibt bleibt wohl das Geheimnis des Verlags oder des Autors. Das Ganze noch als 1. Auflage zu bewerben halte ich für fragwürdig. Ich hätte mir eine Neuauflage mit gleichem Buchnamen und eben dem Hinweis, dass es sich um eine überarbeitete Fassung von "Tod des Doppeladlers" handelt, gewünscht. Zudem sind die Überarbeitungen derart marginal, dass der Kern des Buches nicht verändert wurde. Einzelne Kapitel sind praktisch 1:1 vom ursprünglichen Werk übernommen worden. Allerdings fehlen Fotos oder Kartenmaterial vollständig, was ich für das größte Versäumnis der Neuauflage halte.
Wer bereits den "Tod des Doppeladlers" besitzt, kann sich die Anschaffung getrost sparen.
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am 17. Juni 2016
Was uns der "Münkler" oder "Leonhard" ist dem Österreicher der "Rauchensteiner". Es sollte der Rundumschlag zur Aufarbeitung des ersten Weltkriegs aus österreichischer Sicht sein. In epischer Breite lässt sich Verfasser also über den ersten Weltkrieg aus dem Blickwinkel der Habsburger-Monarchie aus. Der Versuch ist lobenswert, misslingt aber gründlich. Nein, besser: ich verstehe nicht, was uns Rauchensteiner mit diesem Schinken eigentlich sagen will.

Alles wird wie mit dem Seziermesser auseinandergenommen, Orden gezählt (ja, dazu gibt es sogar nach Regimentern aufgestellte Tabellen) und Waggons aufgelistet, akribisch auch kleinste Details und Abläufe beschrieben, aber bei diesem Blick durch die Lupe geht die Sicht auf Zusammenhänge zumindest für den Leser - und ich fürchte auch leider für den Verfasser - verloren.

Der willige Leser quält sich durch die im Plauderton k.k. Salons dahinplätschernden Ereignisse, oft vorgetragen im Stil eines Quasi-Dialogs. Ständig fragt man sich dabei (zumindest mir ging es so), was Rauchensteiner uns mit seiner Detailverliebtheit eigentlich sagen will. So erfahren wir z.B. wieviele Gramm Brot ungarische Einheiten mehr denn deutsch-österreichische oder tschechische zugeteilt bekamen, wieviele Millionen dieser und jener Unternehmer in Kriegsanleihen gesteckt hat und so weiter und so fort....

Karten, die dem Leser die oft ungewohnte Geographie erläutern und/oder den Text illustrieren und auflockern, fehlen völlig. Fotos gibt es zwar, aber nur eingangs der einzelnen Kapitel und das in unterirdischer Qualität.

Immer wieder klingt für mich auch ein respektvoller und völlig deplazierter Umgang mit den Protagonisten des Dramas an. So ist oft nicht vom "Kaiser" oder "Franz-Joseph", sondern in unterwürfiger Manier von "Seiner Majestät" die Rede, auch erfahren gerade diese Trauergestalten eine geradezu mystische Überhöhung in Rauchensteiners Darstellung. Man muss sich dabei vor Augen halten, dass es u.a. Franz-Joseph war, der wie eine beleidigte Leberwurst reagierend Serbien die Vernichtung erklärt hat und damit die Urkatastrophe des Jahrhunderts mit ausgelöst hat. Bei Rauchensteiner gewinnt man fast den Eindruck, als könne er dem alten Herrn diese Reaktion nachsehen.

Kein Wort der Kritik auch am späteren Kaiser Kaiser Karl, ja es macht den Eindruck, als ob Rauchensteiner diesen als Spielball des eigenen Militärs (und das wiederum als Marionette der deutschen Heeresleitung) darstellen wollte und nicht als jemanden, der auch noch kurz vor dem Ende Tausende Soldaten als Kanonenfutter verheizt und die Bevölkerung in allergrößte Not gestürzt hat.

Dass sich Rauchensteiner aus meiner Sicht überhaupt nicht mit der Frage der Verantwortung der österreichischen Monarchen auseinandersetzt, grenzt fast an einen historischen Skandal. Zu groß und gewichtig war deren Rolle, ganz anders als Wilhelm behielten sie immer das Heft in der Hand und gaben es nie an Gestalten vom Schlage Ludendorffs und Hindenburgs ab. Noch ganz am Schluss versucht Karl schließlich, sich der Verantwortung zu entziehen, indem er einen untergeordneten Generalstabsoffizier ohne dessen Wissen (!) zum Chef des Generalstabs erklärt.

Gänzlich zu kurz kommt auch das Zusammenspiel der Achsenmächte und die Beteiligung deutscher Verbände an den Vorgängen im Osten und an der italienischen Front. Es bleibt bei nahezu beiläufigen Erwähnungen einiger Besuche Wilhelms und seiner Militärs oder der einen oder anderen deutschen Einheit. Auch die Rolle, die K.u.K-Einheiten an der Westfront spielten geht völlig unter.

Ebenfalls merkwürdig pauschal wird der österreichisch-italienische Konflikt abgehandelt. Die zahlreichen Isonzo-Schlachten finden eher beiläufige Erwähnung, der ungeheuer grausame Stellungskrieg im Hochgebirge wird quasi im Vorbeigehen abgehandelt.

Stattdessen immer wieder: Aufzählungen, Statistiken, Zahlen, Skandälchen und nebensächliche Ereignisse, die minutiös ausgebreitet werden. Als ob die das Phänomen erklären könnten. Aber diese Erklärung suchen wir in Rauchensteiners Buch vergeblich. Keine Analyse, keine Zusammenschau politischer Großwetterlagen, keine Nachschau der Nachkriegssituation. Krieg zu Ende, Vorhang und Buch zu. Danksagung.

Das alles soll der Stand der Weltkriegsforschung im Alpenland sein ? Wo bleiben scharfsinnige und kluge Analysen wie die der eingangs erwähnten Münkler und/oder Leohnhard ? Wo bleibt die Aufarbeitung der unglückseligen Rolle der Habsburger Alpenkrieger, die diese bei der Auslösung des Konflikts gespielt haben ? Keine Spur. Es bleibt bei der Schilderung, Analysen gibt es nur ansatzweise und halbherzig.

Bleibt noch, sich über die seltsame Sprache des Verfassers zu wundern. Diese ist durchsetzt mit "Austrizismen", die ein im hochdeutschen Sprachgebiet angesiedelter Leser manchmal nur schwer verstehen kann. Wenn Rauchensteiner daran gelegen war, das Buch nur in Österreich zu verkaufen, mag das ja angehen. Aber als Werk für den deutschen Sprachraum hätte das ein Lektor eigentlich verbessern müssen. Ganz am Schluss schaut man ungläubig auf das Erscheinungsjahr. 2013 steht da. Es hätte auch 1953 sein können.

Fazit: wer wirkliches Hintergrundwissen und historisch korrekte Recherche und Analyse will, sollte diesen mehr als 1000 Seiten starken Wälzer im Regal stehen lassen. Schade, dass es keine wirkliche Alternative zu diesem Aspekt des 1. Weltkriegs gibt. Chance vertan.
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am 15. November 2013
Ich kenne kein Werk über das Thema Österreich Ungarn im ersten Weltkrieg, das so umfassend und vollständig abhandelt, wie dieses Buch. Durch die Vielfalt der Informationen ist es da und dort nicht so ganz flüssig zu lesen (es ist schon "schwerere Kost"), des Weiteren gehen mir Fotos, Illustrationen und Landkarten ab, aber am Detail interessierte LeserInnen kommen nicht darum herum.
Vielleicht sollte Herr Rauchensteiner bei der nächsten Überarbeitung eine zweibändige Version in Erwägung ziehen - eben MIT Karten- und Bildmaterial, in einem Band geht es sicherlich nicht (das Buch hat ohnehin bereits etwa 1200 Seiten reinen Text).
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am 21. Februar 2014
Dieses Werk lenkt endlich den Blick auf die anderen Schauplätze des ersten Weltkriegs, sonst wird der Focus ja auf die Westfront gelegt. Sehr detailliert, umfassend und gut geschrieben. Die fehlenden bzw. sehr mangelhaften Karten schmerzen jedoch sehr, gerade was den Balkan anbelangt. Eigentlich ein grober Schnitzer.

Was auch auffällt, ist des Autors Faible für Füllwörter, die nicht immer sinnvoll sind. Das Wörtchen "regelrecht" kommt geradezu inflationär vor. Oder sollte ich sagen, regelrecht inflationär?
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am 8. Dezember 2013
Ein gewaltiges Werk, wohl die bisher umfangreichste Enzyklopädie über dieses Thema: Sowohl ausgezeichnet recherchiert und auch glänzend geschrieben. Dennoch dieses Opus hat einen schweren Mangel: Es besitzt kein begleitendes Kartenmaterial. Die in den vorderen und hinteren Einbänden dargestellten russischen und italienischen "Kriegsschauplätzen" sind ohne Informationswert, zudem gar der serbische nicht einmal berücksichtigt wird. Weiters sollte dieses Werk dreibändig aufgelegt werden, falls eine wünschenswerte Neuauflage geplant werden sollte. Dabei sollte auch das verwendete Bildmaterial auf seinen Wert hin überprüft werden. Geeigneter wären Fotos (Hochglanz) all dieser Politiker und Soldaten, welche an verantwortungsvoller Stelle agierten. Hierfür liefert der Autor reichlich Zitate. Für ein so bedeutendes kriegshistorisches Werk wie dieses ist begleitendes graphisches Material unerläßlicj
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am 30. September 2013
Habe bereits das Vorgängerbuch gelesen und auch bei mir Zuhause. Mir gefällt die alte Version besser! Warum? Weil diese mit einigem Kartenmaterial ausgestattet ist. Damit fällt es leichter sich zu orientieren und die Zusammenhänge zu erkennen.
Das neue Buch ist extrem detailliert und ohne eine einzige Landkarte. Tu mir deutlich schwerer damit! Ein paar Seiten Text weniger und dafür ein paar Landkarten wären deutlich besser gewesen!
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