Langsam ist Routine eingekehrt in der Hamburger Mordkommission. Tim Rasch darf inzwischen außerhalb des Büros an den Ermittlungen teilnehmen, Kriminaldirektor Henning Peters ist zufrieden mit den Ergebnissen seines Teams und hat sich etwas mehr in sein Büro zurückgezogen und auch die junge Gerichtsmedizinerin Dr. Tina Jäger hat ihren Platz in beruflicher und privater Hinsicht gefunden. Nur die Verbrecher, die Hamburg und Umgebung unsicher machen, sind noch immer eine Überraschung wert. Und so haben es Paul Zorn und sein Team auch diesmal wieder mit fünf ungewöhnlichen Fällen zu tun, die ihren ganzen Einsatz fordern. Denn neben dem heimtückischen Mord an der Tochter eines Kollegen, gehört auch das plötzliche Ableben eines Bettnachbar dazu, mit dem sich Paul Zorn das Zimmer in einer Kureinrichtung teilen muss.
Jeder Mord ist schrecklich. Doch das, was dem Sternekoch Fabian Raabe widerfährt, ist in doppelter Hinsicht schlimm. Nicht nur, dass der Gourmet in seinem eigenen Restaurant hinterrücks niedergeschlagen wird und beinahe an den lebensgefährlichen Kopfverletzungen stirbt, ist schon eine Tragödie für sich. Auch sein Auffinden im Kühlraum der renommierten Lokalität viele Stunden nach dem Überfall, lässt vermuten, dass sein Mörder kein Risiko eingehen wollte. Ein verzwickt Fall, der Paul Zorn in die Hamburger Restaurant-Szene führt.
Nach diesem lukullischen Ausflug könnte man meinen, dass der Beruf eines Kommissars viele guten Seiten hat. Ein Irrtum, dessen ganzes Dilemma sich offenbart, als Paul Zorn bei der Observierung eines Zigarettenschmugglers in dessen Schusslinie gerät. Mit einer schweren Verletzung am Bein findet er sich schon bald in einer Rehaklinik wieder und muss nach einer schlafreichen Nacht kleinlaut gestehen, dass jemand seinen Bettnachbarn erstochen hat. Ein triftiger Grund für ihn, sofort die Ermittlungen aufzunehmen und damit Kriminalrat Peters und seinem Kollegen Rasch ins Handwerk zu pfuschen.
Ende gut, alles gut, sollte man meinen. Doch leider trifft dieser Spruch in dem letzten Fall des Hamburger Hauptkommissars nicht zu. Denn ausgerechnet Paul Zorn, der den heimtückischen Mord an einen Kollegen aufklären möchte, wird mit der Entführung seiner Tochter konfrontiert. Ein Verbrechen, dass er ohne die Hilfe seiner Kollegen lösen möchte und damit zu viel riskiert.
Die fünfte und letzte Box der beliebten Krimiserie "Der Ermittler" wartet diesmal nur mit fünf Fällen auf, weiß aber wiederum durch seine Vielseitigkeit zu überzeugen. Interessante Fälle wechseln sich mit spannenden Szenen und bekannten Darstellern ab und bietet all das, was der Zuschauer gerne sieht. Einen harten Kommissar, der auch weinen kann, hübsche Frauen, die Köpfchen haben und dramatische Szenen, die nicht immer gut ausgehen. Bestandteile aus dem realen Leben, die wunderbar gespielt und inszeniert, beste Unterhaltung bieten. Dabei kann sich der Zuschauer auch auf Schauspielgrößen wie Dominic Raacke, Sissy Höfferer, Max von Thun und Helmut Berger freuen, die neben den gewohnten Darstellern zum Einsatz kommen.
Fazit:
Nun heißt es Abschied nehmen vom Hamburger Hauptkommissar Paul Zorn, der gemeinsam mit seinem Team 1.740 Minuten beste Krimiunterhaltung geboten hat. Mit viel Sympathie und einer unverwechselbaren Art knifflige Fälle zu lösen, gelang es ihm, sich in die Herzen der deutschen Fernsehzuschauer zu spielen. Deshalb gibt es für alle, die Paul Zorn gerne wiedersehen möchten, die 29 Folgen in guter Fernsehqualität auf DVD und so heißt es nicht für immer "Good Bye, Paul Zorn".