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Der Erlkönig. ( Unhold)
 
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Der Erlkönig. ( Unhold) [Taschenbuch]

Michel Tournier
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 373 Seiten
  • Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt; Auflage: 10 (Januar 1996)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 359625793X
  • ISBN-13: 978-3596257935
  • Größe und/oder Gewicht: 19,3 x 11,9 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 70.517 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

»Wir haben diesen Roman zum Buch des Monats gewählt«, entschied seinerzeit die Darmstädter Jury, »weil der Versuch eines Franzosen, deutsche Unheimlichkeit in einer phantastisch-realistischen Groteske seinen Landsleuten begreifbar zu machen, auch für deutsche Leser bedeutungsvoll ist.« Wohl nur ein Nicht-Deutscher konnte sich so (un-)befangen an die Nazi-Jahre machen und einen Titelhelden mit dem beziehungsreichen Namen Tiffauges vom Elsaß aus in deutsche Kriegsgefangenschaft schicken, von dort nach Ostpreußen, wo er in der Rominter Heide Tierpfleger von Gnaden des Reichsjägermeisters Göring und schließlich Faktotum in der Nationalpolitischen Erziehungsanstalt »Kaltenborn« wird. Nebenbei: In keinem deutschsprachigen Nachkriegsbuch finden sich derart brillante und präzise Landschaftsbeschreibungen Ostpreußens wie im »Erlkönig«.

Über den Autor

Michel Tournier, 1924 in Paris geboren, studierte Philisophie und Rechtswissenschaft und arbeitete zunächst als Journalist, bevor er 1967 seinen ersten Roman vorlegte. Heute zählt er zu den großen französischen Romanciers. 1970 erhielt er den Prix Goncourt und 1993 die Goethe-Medaille.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Überall Zeichen 21. November 1999
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Es ist eine alte Weisheit, daß man eine Sache besser beschreiben kann, wenn man eine gewisse Distanz einhält. So konnte kein Deutscher ein Buch wie das Vorliegende schreiben.

Die Ideologie des Dritten Reiches, in dessen Endzeit es Abel Tiffauges als Kriegsgefangenen verschlägt, dem Helden des Buches mit dem beziehungsreichen Namen, ist ganz von Zeichen und Mythen geprägt. Auch der Weg Tiffauges ist ganz von Zeichen bestimmt, so daß es nicht verwundert, wenn er bald Tierpfleger bei Reichsjägermeister Göring und später eine Art stellvertretender Leiter der Nationalpolitischen Erziehungsanstalt „Kaltenborn" wird. Ein anderer, verwirrter Kriegsgefangener wird in den letzten Kriegswirren gar Bürgermeister. Damit wird das Dritte Reich entblößt: ein System, in dem man als Verrückter leicht nach oben kommt. So ist es ein Hobby von Goering, den Kot von Wildtieren zu deuten. Überhaupt nimmt das Fleischliche und Tierischen einen bestimmenden Teil in Tiffauges Gedankengut ein, was bei der Lektüre etwas schockiert. Aber das soll es wohl.

Das Buch hat 1970 den 'Prix Goncourt' erhalten. Nicht nur wegen seiner detaillierten Beschreibungen der ostpreußischen Landschaft. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Leserleser TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Mit der Beschreibung des Lebenswegs des Franzosen Abel Tiffauges durch die Wirren des zweiten Weltkrieges und die Nazizeit, seine Reise durch Nazideutschland, immer ostwärts, ist Michel Tournier ein faszinierendes Buch gelungen. Wohl kein deutscher Schriftsteller hätte den Zerfall der Gesellschaft und die Hohlköpfigkeit von Nazis wie Göring so treffend und pointiert darstellen können. Trotz aller Tristesse des Handlungsumfelds strotzt der Roman aber vor humorvollen Details. Und das Ende des Romans ist einfach einzigartig.
Der Film von Volker Schlöndorf kann, trotz eines brillanten John Malkovich, dem Buch nicht das Wasser reichen.
Einfach großartig! Ein optimaler Einstieg in die höheren Sphären der Literatur...
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein faszinierender Roman 10. September 2006
Format:Taschenbuch
Ein großartig geschriebenes Buch, das die Schlöndorff-Verfilmung "Der Unhold" an Eindringlichkeit weit übertrifft. Tournier vermag es, den Leser in seinen Bann zu ziehen. Das Zeitgeschehen ist gründlich recherchiert. Unbedingt lesen!
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