Unruhige Zeiten für den sonst so gemächlichen Vatikan : der neu gewählte Papst will alles anders machen als seine Vorgänger und zugleich wird der Befehlshaber der Schweizer Garde unter mysteriösen Umständen ermordet. Da der Fall von offizieller Seite in kürze abgeschlossen worden ist, ermittelt der Neffe des Ermordeten, Alexander Rosin, zusammen mit der Journalistin Elena auf eigene Faust.
Bei ihren Nachforschungen begegnen die beiden zahlreichen Gefahren und erkennen schon bald, dass die Wurzeln der aktuellen Geschehnisse bis in den Anfang des 16. Jahrhunderts zurück reichen.
Dem Autor ist hier ein recht dichter Thriller gelungen, in dem so ziemlich alles reingepackt worden ist, was ein Buch kurzweilig und spannend macht. Das beste für mich war aber die absolut verrückte religiöse These, die der Auslöser für all die Streitigkeiten gewesen ist (und die ich hier natürlich nicht verraten werde).
Der Erzählstil ist dem Inhalt angepasst, also recht locker und flott. In die Person des Alexander Rosin kann man sich sehr gut hineinversetzen, die anderen Personen bleiben dagegen eher etwas flach. Was mich stellenweise etwas irritiert hat, waren die vielen genannten Orte und Personen des Vatikans - dafür waren für mich als Freund historischer Romane die relativ ausführlichen Rückblicke ins Jahr 1527 eine wirkliche Bereicherung.
Alles in allem ein recht gutes Buch, speziell wegen dem "religiösem Touch"!