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Der Engel schwieg: Roman [Taschenbuch]

Heinrich Böll , Werner Bellmann
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

1. November 1997 3423124504 978-3423124508
Am 8. Mai 1945 kehrt ein junger Soldat, mit falschen Papieren desertiert, in seine zerbombte Heimatstadt zurück. Er ist auf der Suche nach Brot, nach einer Bleibe und nach Menschen.»Es wird nichts vom Krieg erzählt, kaum etwas von der Nachkriegszeit, diesem Dorado des Schwarzhandels und der Korruption: es zeigt nur die Menschen dieser Zeit, ihren Hunger, und berichtet von einer Liebesgeschichte ...« Heinrich BöllWeitere Informationen zu Heinrich Böll gibt es unter: www.heinrich-boell.de

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 212 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. November 1997)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423124504
  • ISBN-13: 978-3423124508
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12 x 1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 197.293 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Als "permanente Fortschreibung" bezeichnete Heinrich Böll einmal die chronologische Reihenfolge seiner zahlreichen Romane, Erzählungen, Artikel, Essays und Buchbesprechungen. Der Nobelpreisträger für Literatur und Ehrenbürger seiner Geburtsstadt Köln kam 1917 zur Welt und erlebte den Zweiten Weltkrieg als Soldat. Schrieb Böll erst über den Krieg und dessen Folgen, wie im Antikriegsroman "Wo warst du, Adam?" (1951), so behandelte er später aktuelle politische und gesellschaftliche Themen. Böll unterstützte den russischen Schriftsteller Solschenizyn sowie den deutschen Liedermacher Wolf Biermann; er engagierte sich in der Friedens- und Anti-Atombewegung. Für "Die verlorene Ehre der Katharina Blum" (1974) wurde er von der Liga für Menschenrechte ausgezeichnet. Er starb 1985.

Produktbeschreibungen

Der Verlag über das Buch

»Dieses Buch ist so etwas wie der Böllsche ›Urfaust‹: er besitzt Anmut und poetische Kraft [...] ›Der Engel schwieg‹ ist fortan der Schlüssel zum Romancier Heinrich Böll.« Jochen Hieber in der ›Frankfurter Allgemeinen Zeitung‹

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Heinrich Böll, geboren am 21. Dezember 1917 in Köln, nahm nach dem Abitur eine Lehre im Buchhandel auf, die er bald abbrach. Nach einem gerade begonnenen Studium der Germanistik und klassischen Philosophie wurde Böll 1939 zur Wehrmacht eingezogen.1945 kehrte er aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft nach Köln zurück, wo er sein Studium wieder aufnahm und in der Schreinerei seines Bruders arbeitete. Ab 1947 publizierte er in Zeitschriften und wurde 1951 für die Satire ›Die schwarzen Schafe‹ mit dem Preis der Gruppe 47 ausgezeichnet. Fortan war er als freier Schriftsteller tätig und veröffentlichte Romane, Erzählungen, Hör- und Fernsehspiele sowie Theaterstücke. Außerdem übersetzte er, gemeinsam mit seiner Frau Annemarie, englische und amerikanische Literatur (u. a. George Bernard Shaw und Jerome D. Salinger).

Als Publizist und Autor führte Heinrich Böll Klage gegen die Grauen des Krieges und seine Folgen, polemisierte gegen die Restauration der Nachkriegszeit und wandte sich gegen den Klerikalismus der katholischen Kirche, aus der er 1976 austrat. In den sechziger und siebziger Jahren unterstützte er die Außerparlamentarische Opposition. 1983 protestierte er gegen die atomare Nachrüstung. Insbesondere engagierte sich Böll für verfolgte Schriftsteller im Ostblock. Der 1974 aus der UdSSR ausgewiesene Alexander Solschenizyn war zunächst Bölls Gast. Ab 1976 gab er, gemeinsam mit Günter Grass und Carola Stern, die Zeitschrift ›L’76. Demokratie und Sozialismus‹ heraus. Der Verband deutscher Schriftsteller wurde 1969 von ihm mitbegründet, und er war Präsident des Internationalen PEN-Clubs (1971 bis 1974).

Böll erhielt zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den Georg-Büchner-Preis (1967), den Nobelpreis für Literatur (1972) und die Carl-von-Ossietzky-Medaille (1974).

Heinrich Böll starb am 16. Juli 1985 in Langenbroich/Eifel. Sein gesamtes Werk liegt im Taschenbuch bei dtv vor.


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Kundenrezensionen

4.6 von 5 Sternen
4.6 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eines der besten "Nachkriegsbuecher" ueberhaupt 28. Juni 1999
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Eigentlich gibt es nur zwei Mankos, zum einen die Einbandrueckseite, auf welcher so tiefsinnige Gedanken wie "... der Boellsche Urfaust..." oder "... der neue Schluessel zum Romancier Boell..." und zum anderen das unlesbare Geleit von Max Frisch. Beide sehen wichtig aus sagen aber nix, und deshalb schnell zum eigentlichen Roman. "Der Engel schwieg" ist fuer mich das vielleicht beeindruckenste Buch, welches mir zum Thema Nachkriegszeit in die Finger kam. Hier gibt es keine Helden oder Antihelden, kaum gut oder boese und keine besserwisserische, politisch ach so korrekte Abrechnung mit wem auch immer. Es geht einfach um einen Heimkehrer, welcher ins zerstoerte Koeln kommt, seine ganz individuelle Erlebnisswelt und die Menschen, welche ihn dort erwarten. Der Wert einer Zigarette ist fuer diese Menschen einfach wesentlich groesser als die Politik, welche, da sie schrecklich versagt hat, von den, kriegsgestoerten aber nicht vernichteten, Menschen kaum wahr genommen wird. Ganz einfache Menschen und ebenso einfache wie ehrlich Geschichten, dies ist das Geheimnis dieses Ausnahmewerkes. Die erhobenen Zeigefinger ueberlaesst Boell anderen, obwohl nie Zweifel an der politischen Korrektheit aufkommt. Dieser Roman ist ein Stueck Zeitgeschichte, welches mir (ausgestattet mit der "Gnade der spaeten Geburt) weit mehr gezeigt hat als ein Grossteil der Kapitel ueber das 20ste Jahrhundert aus meinen Geschichtsbuechern. Trotz aller intelektueller Jubelschreie ist dieses Buch auch spannend und unterhaltsam. Bleibt nur die Ueberlegung es zur Pflichtlektuere an allen Schulen zu machen, warscheinlich wuerde es dann aber niemand mehr lesen wollen, und das waere Schade. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Ein posthum erschienener Roman, der mit großen Worten bedacht wird, eigentlich ein muß für jeden Freund der Böllschen Werke! Doch leider bleibt es dabei, denn bei einem breiten Publikum wird dieser Roman wohl kaum auf Gefallen stoßen. Zwar ist Bölls Sprache nach wie vor von außergewöhnlichem Charme, seine Wortwahl sehr bedacht und die Beschreibung der ersten Nachkriegstage sehr beeindruckend, aber gleich dem dort beschriebenen zertrümmerten Köln bleibt dieser Roman eher bruchstückhaft. Erzählt wird die Geschichte eines desertierten Soldaten, der mit falschen Papieren versucht, nach und nach wieder im normalen Leben Fuß zu fassen. Aber auch die Geschichte der zurückgelassenen, vereinsamten Frauen, der geizigen Reichen und der "neuen" Kirchenfunktionären wird erzählt.
Kenner des Böllschen Werkes fallen die vielen Paralellen zu anderen Romanen auf. Nahezu alle dieser Begebenheiten finden sich in anderen Büchern wieder ("Ende einer Dienstfahrt", "Ansichten eines Clowns", etc.)
Fazit: Schöne Worte, einrucksvolle Sprache, nachdenklich stimmende Anekdoten, aber: Im Westen nichts neues. Für Böll-Hungrige ein muß, Gelegenheitsleser sollten aber ein anderes Buch wählen.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterwerk! 12. Februar 2003
Format:Gebundene Ausgabe
Dieser Roman ist etwas ganz besonderes, nicht nur weil er aus dem Nachlass Bölls veröffentlich wurde, sondern auch weil er schriftstellerisch absolut großartig gelungen ist und mehr über Böll verrät als jeder andere Roman.Die Handlung ist traurig, es geht um Krieg, vermeindlichen Frieden, Liebe und Hunger. Bölls Protagonist hungert so sehr, dass ich Tage lang kaum mehr zu essen gewagt habe, weil ich so sehr in die Handlung eingebunden war. Sehr schön zu lesen...
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Das Drama vom deutschen Soldaten, der nach dem verlorenen Krieg nach Hause kommt und dann doch nicht nach Hause kommt, weil es für ihn keine Heimat mehr geben kann, hatte bereits im Herbst 1946 der todkranke Wolfgang Borchert in "Draußen vor der Tür" durchexerziert. In den Jahren 1949 bis 1951 schrieb Böll seine eigenen Erfahrungen mit jenem Jahr 1945 nieder, in dem der Krieg endete und der Kampf ums Überleben in der Trümmerwüste Deutschland seine Fortsetzung fand. In diesem posthum erschienenen Roman" läßt Böll den Buchhändler Hans Schnitzler (!) in eine zerstörte Stadt zurückkehren, die unschwer als Köln zu erkennen ist. Den Krieg hat der Deserteur nur überlebt, weil ein anderer an seiner Stelle erschossen wurde. "Ihr Mann hat mir meinen Tod gestohlen", wird Schnitzler dessen kranker Witwe erklären, als er ihr das Testament ihres Mannes bringt. "Ich begreife jetzt, daß man jemand das Leben schenken kann, indem man ihm den Tod stiehlt." Im folgenden irrt Schnitzler als lebender Leichnam durch die Stadt und seine Beziehungen mit den Menschen. Böll erzählt episodenhaft und entwickelt in jedem Abschnitt in sich abgeschlossene Welten. Als "Böllscher Urfaust" und "Steinbruch und Humus" für spätere Werke müsse "Der Engel schwieg" fortan begriffen werden, postuliert der Verlag im Klappentext. Wer den Roman liest, ohne dabei den späteren Werdegang seines Autors als Qualitätsmaßstab anzulegen, wird vor allem einen Text entdecken, der in seiner Sprödigkeit und Hoffnungslosigkeit die gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Perspektiven des vergangenheitsverdrängenden Nachkriegsdeutschland voraussagt. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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Die neuesten Kundenrezensionen
4.0 von 5 Sternen Der Engel schwieg: Roman
Die Rezession ist für mich nicht möglich weil meine Tochter dieses für die Schule brauchte, wobei ich sagen kann es ist für 16-17 jährige sehr schwer zu... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Undine veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Trost im Elend
Das Lesen war beeindruckend von der ersten bis letzten Zeile.Erstaunt hat mich,daß keiner der Personen jemals gesagt hat:Ach,wie war es doch früher schön. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. März 2011 von Dr. Michael Engels
4.0 von 5 Sternen Gut gemeint, doch nicht gut geschrieben
Aufmerksam gemacht hat mich die Erwähnung von H. Bölls "Der Engel schwieg" in W.G. Sebalds "Luftkrieg und Literatur " (ISBN: 978-3596148639) als eines 'jener wenigen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. November 2010 von Medienknecht
5.0 von 5 Sternen Heinrich Böll: Der Engel schwieg
Das vorliegende Buch wurde erst in den 90iger Jahren veröffentlicht und beschreibt die Zeit des Übergangs vom Krieg zum Frieden am 8.5.1945. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. Juni 2010 von Seb
5.0 von 5 Sternen Frühwerk aus dem Nachlaß
Mai 1945: Der Deserteur Hans Schnitzler kehrt in seine in Trümmern liegende Heimatstadt zurück, die unschwer als Köln zu erkennen ist. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. Dezember 2007 von Dr. Reinhard Lahme
5.0 von 5 Sternen Kein Vergleich zu anderen Büchern Bölls.
Der Engel der schwieg stammt aus dem Nachlass Bölls. Das Buch wurde zu Lebzeiten Bölls nicht ganz fertiggestellt, aber nach seinen Skizzen und vielen Aufzeichnungen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. Dezember 2006 von B. Katrin
5.0 von 5 Sternen Tatsachen - Menschen - Charakteren
habe die Nacht über diesem Buch verbracht und es in einem Rutsch gelesen, was sehr selten vorkommt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. September 2006 von bea650130
5.0 von 5 Sternen 8. Mai 1945
Der Krieg ist zu Ende, aber wer jetzt denkt, dass eine Retrospektive folgt oder eine brutale Nachkriegsdokumentation geschildert wird, irrt sich gewaltig. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. Januar 2003 von Amazon Kunde
5.0 von 5 Sternen Leseerlebnis
Ein nachentdeckter Böll! Dringend der Lektüre empfohlen.
Am 3. Juni 2001 veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein frühes Meisterwerk
Für mich schuf Böll mit diesem Buch sein absolut bestes Werk. Die Gefühle der Hauptfiguren sind für jeden, der den Krieg nicht miterlebt hat schwer... Lesen Sie weiter...
Am 30. Juni 2000 veröffentlicht
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