Als Fan von alten deutschen Spielfilmen u. als Fan von Hans Söhnker hatte ich natürlich riesenhohe Erwartungen an diesen Film, doch leider wurden sie nicht ganz erfüllt bzw. ich hatte mir doch irgendwie mehr erwartet.
Worum geht es?
Ein Mann lernt nach einem Streit mit seiner eigentlichen Partnerin, die er anscheinend auch lieber heute als morgen los wäre, auf einer einsamen Berghütte eine Frau kennen, die ihrerseits auch aus ähnlichen Gründen auf der Berghütte Zuflucht gesucht hatte.
Nach anfänglichem Scheingezanke kommt es zu einer Begegnung mit Folgen.
Man verabredet sich für den nächsten Tag u. verliert sich an unterschiedlichen Bahnhöfen aus den Augen.
Der Mann, gespielt von Hans Söhnker, gibt täglich in drei Tageszeitungen Suchanzeigen nach der Frau, gespielt von Herta Feiler, auf u. findet sie nicht.
Als er sie dann mindestens ein Jahr später zufällig findet gibt er sich reserviert was angesichts der hunderten von Suchanzeigen vorher mehr als unlogisch erscheint.
Mich hat das geärgert, aus meiner Sicht dramaturgisch eine Katastrophe für den restlichen Film, den ich hier nicht verraten werde.
Was hätte man aus diesem genialen Plot alles machen können !!!
Und dann sowas, eine Schande!
Der Film ist trotzdem ansehbar, so schlimm ist es auch wieder nicht, aber doch ein Ärgernis.
Hans Söhnker konnte überhaupt nicht seinen ganzen Charme einsetzen, da er leider von dem schlechten Drehbuch zu anderem genötigt wurde.
Herta Feiler spielt mir zu geprobt, da wird nichts dem Zufall überlassen, sie geht keinerlei Risiko ein in ihrer Darstellung.
Zwischen ihr u. Söhnker stimmt auch irgendwie die Chemie nicht so ganz. Die manirierte, altjüngferliche Art von Feiler harmoniert so gar nicht mit der jungenhaft, draufgängerischen Art von Söhnker, man hat zuweilen das Gefühl sie ist die Mutti u. er der Sohn, unmöglich!
Auch wenn einige mich jetzt vielleicht für meine Rezension hassen werden, so ist dies meine ehrliche Meinung zu dem Film, den man trotzdem unbedingt gesehen haben sollte um mitreden zu können.
Alles in allem ist mir der Film schlicht u. ergreifend einfach zu steif, ihm fehlt das Leichtfüßige einer guten Komödie, dafür ist er zu sehr mit akribischem Schulmeistern u. einem erhobenen Zeigefinger unterwegs, dazu paßt übrigens überhaupt nicht die aufgesetzte Pseudolockerheit der ersten Partnerin Söhnkers in dem Film.
Aber sehen Sie selber.
Von mir gibt es trotzdem 4 Sterne, da er nicht schlecht ist, aber für die 5 Sterne hat es eben aus meiner Sicht dann eben leider doch nicht gereicht!