Zillmer ist zurück, und wie (leider) auch bei seinen anderen Werken startet er mal wieder im Titel mit einer möglichst provokanten These, um welche er dann konfus aber selbstverliebt herum schreibt.
Man tut sich wirklich schwer, dem Buch bei der Lektüre etwas Positives abzugewinnen - nicht, weil der Autor eine kontroverse Ansicht zur Debatte stellt (davon lebt ja letztlich der wissenschaftliche Diskurs), sondern weil dieses Buch schlichtweg schlecht und höchst unwissenschaftlich geschrieben ist.
Der Autor schreibt konfus und verheddert sich in seinen Thesen - hierbei lässt er elementarste Grundsätze wissenschaftlicher Beweisführung völlig außer Acht. Eine Darstellung anhand von These und Antithese, bei klarer Kennzeichnung von Spekulation und Fakt, ist dem Autor völlig fremd.
Vielmehr geht es fröhlich von einem Thema zum nächsten, und egal ob die Evolutionslehre, die Gravitation oder die Geschichtswissenschaft, bei diesem Autor kriegen einfach alle ihr Fett weg. Zillmer steht (mal wieder) über allem, und fröhlich voranstolpernd versucht er wieder einmal Gott und der Welt zu "beweisen" (dieses Wort muss anhand seiner Argumentation wahrhaft in Anführungszeichen gesetzt werden), das alle außer ihm unwissende Deppen sind. Hinzu kommt noch, nicht weniger ärgerlich, die etwas sehr penetranten Verweise auf eigene Bücher.
Sicherlich: es ist für den Diskurs immer wichtig, kontroverse Meinungen zu publizieren - nur beschleicht einen bei der Lektüre von "Der Energie-Irrtum" das Gefühl, dass hier vom Autor einfach nur eine bereits vor Jahrzehnten publizierte These aufgegriffen wird, um sich erneut zu profilieren und gleichzeitig die Werbetrommel für seine anderen Werke zu rühren.
Alles in allem: albern und ärgerlich.