Elfenpakt setzt genau da an, wo der Vorgänger aufhört. Recht bald fallen die beiden Handlungsstränge zu Beginn auseinander, teilen sich und bieten dadurch verschiedene Schauplätze, an denen immer Neues, immer wieder Aufregendes und Überraschendes passiert. Die kurzen Kapitel und die Cliffhanger an deren Enden halten den Leser bei der Stange und fordern ihn förmlich dazu auf, noch ein wenig weiter zu lesen, um zu erfahren, wie die Helden sich aus der brenzligen Situation oder ausweglos scheinbaren Lage befreien können.
Man trifft auf altbekannte und lieb gewonnene Figuren; die neuen Charaktere wie etwa der Gewürzmeister spielen nur untergeordnete Rollen, Brennan beschränkt sich auf ihre die Handlung vorantreibende Funktion. So bleibt die Fokussierung auf den bekannten Hauptcharakteren, die wieder einmal auf ein Übermaß an Gefahren und unvorhersehbaren Wendungen der Ereignisse treffen. Kaum eines der vielen verschiedenen Feuerwerke an Ideen wird bis ins liebevolle Detail ausgeschlachtet, schon wird ein Geschehnis vom nächsten abgelöst oder gar übertrumpft. Da Brennans Stil ein durchweg angenehmer mit einem Schuss Humor ist, verdirbt einem das hastige Vorantreiben der Ereignisse den Lesespaß jedoch nicht allzu sehr.
Gemessen an seinen beiden Vorgängern bleibt Der Elfenpakt einer klaren Linie treu und vermag es, spannende Ideen mit halsbrecherischer Geschwindigkeit zu verbinden. Leider bleibt der Roman dabei hinter seinen Möglichkeiten, Brennan schöpft seinen Einfallsreichtum nicht vollends aus, und so hat man eine geballte 376-Seiten-Ladung Fantasyfeuerwerk, dessen einzelne Raketen leider zu schnell abbrennen.