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Der Elefant verschwindet
 
 
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Der Elefant verschwindet [Taschenbuch]

Haruki Murakami
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch, 1998 --  

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 186 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Tb. (1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499222493
  • ISBN-13: 978-3499222498
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 11,4 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 184.665 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Haruki Murakami
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Ein Elefant verschwindet. Und auch von seinem Pfleger keine Spur. Ganz Tokio steht vor einem Rätsel, denn die Fußkette ist ungeöffnet, die Gitter sind intakt. Nur einer versteht, was wirklich passiert ist: Ein junger, etwas einsamer Mann, der in der Werbeabteilung eines Küchengeräte-Herstellers arbeitet, erzählt bei einem Scotch einer Journalistin eine ganz erstaunliche Geschichte.

Klappentext

"Murakami verschmilzt Moderne und Märchen, Mythos und Fantasy. Er schafft es, westlichen Individualisierungswunsch und fernöstliche Ganzheitlichkeit miteinander zu versöhnen ..."
Frankfurter Allgemeine Zeitung

"Haruki Murakamis Sätze zerschmelzen oft wie Pralinen auf der Zunge."
Bild am Sonntag

"Leider sind Murakami Bücher irgendwann immer zu Ende, und eigentlich sollte man sie ein Leben lang lesen können, täglich, immer, ohne Ende ..."
Die Welt -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Acht kleine Meisterwerke 23. September 2003
Format:Gebundene Ausgabe
Die Bücher von Haruki Murakami bringen mir den japanischen Alltag sehr nahe. Er berichtet in einer leisen, lakonischen Art und Weise vom Alltag in und um Tokio. Die Leute haben eigentlich die gleichen Probleme wie wir in München oder Düsseldorf oder Zürich.
Man nimmt Platz im Sessel, legt vielleicht die Füsse auf den Klubsessel, nimmt dieses Buch in die Hand und wird vom erzählerischen Sog mitgenommen. Ganz sanft, leicht, und da: plötzlich taucht das Irrationale auf. Eine Frau am Telefon mit einer erotischen Stimme, die nur 10 Minuten plaudern will!! Nur das!
Oder der Freund der Freundin, der mir sein Hobby gesteht: Scheunen anzünden!
Oder, eine verwöhnte glückliche Ehefrau verliert den Schlaf, plötzlich kann sie nicht mehr schlafen. In der Nacht kann sie das machen, was sie schon immer wollte: Anna Karenina lesen und Cognac trinken!
Am Tag ist diese Frau weiterhin die brave, anständige Ehefrau.
Insgesamt acht Geschichten erzählt der japanische Autor. Jede ein kleines Meisterwerk.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
30 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Die kurzen Geschichten aus Haruki Murakamis Erzählband kommen unscheinbar, ohne einen sensationellen Sprachduktus oder übertriebenes savoir-vivre-Gehabe, daher. In ihnen stolpern normale japanische Menschen (die uns so vertraut sind, als wären sie zugleich amerikanische, deutsche oder französchische) in ihren 100%ig alltäglichen Leben über Merkwürdigkeiten, die sie für Momente aufhorchen lassen, die in ihre fadenscheinige Realität eingreifen und ihnen, wenn sie sich auf eine Reflexion der Geschehnisse einlassen, zu wagen Erkenntnissen über die höheren Zusammenhänge ihres Lebens verhelfen. So gewinnt eine Hausfrau, deren Leben mit zunehmender Routinierung ihrer Position als Ehefrau und Mutter eine mechanischen Ablauf angenommen hat, durch eine plötzlich auftretende Schlaflosigkeit, ihre abhanden gekommene Individualität zurück. Zunächst erschrocken über diese Annormalität, versucht sie, ihrer Schlaflosigkeit mit Hilfe wissenschaftlich-autoritärer Erklärungen auf den Grund zu gehen und greift zu allgemein-konventionellen Methoden, um den erschreckenden Zustand der permanenten Wachheit abzustellen: Konjaktrinkend liest sie russische Klassiker auf der Wohnzimmercouch, während Ehemann und Sohn nichtsahnend ihren selbstgefälligen Schlaf schlummern. Tagsüber wühlt sie in medizinischen und psychologischen Büchern nach Erklärungen für das Phänomen. Nach und nach eröffnet sich ihr die volle Bedeutung der Schlaflosigkeit für ihr Leben: In den Stunden zwischen 22 und 6 Uhr gehört ihr Leben von nun an ihr: Sie nimmt ihr eigenes Denken wieder auf, das im Verlauf ihres Lebens als Hausfrau im automatischen Erledigen von fürsorgendem und rollenkonformem Tun (putzen, einkaufen, kochen, Figur in Schuss halten, "Sei vorsichtig" sagen) gänzlich verschwunden war. Sie kehrt zurück zu einer intensiven Beschäftigung mit Literatur, die bis zum Punkt ihrer Eheschließung ihr Leben bestimmt hatte. Sie gönnt sich Rauschzustände, deren Ablehnung zuvor lediglich aus der Übernahme von Verhaltensregeln ihres Mannes entstanden war. Im nächtlichen, ihr eigenen Teil ihres Doppellebens erfährt sie sich selbst und verweigert durch ihre konstante Wachheit, dass sich ihr Körper und ihr Geist im Schlaf von der einseitigen Benutzung regenieriert. "Wenn Schlaf nur die die periodische Wiederkehr ist, um mich von der Aufzehrung durch meine Disposition zu heilen, dann will ich ihn nicht. [...] Mein Körper mag von Dispositionen aufgezehrt werden, doch mein Geist gehört mir. Ich behalte ihn fest für mich. Ich will nicht therapiert werden. Ich schlafe nicht." In einem neuen Bewußtsein ihrer Eigenständigkeit reflektiert sie nachts die Beziehung zu ihrem Mann und ihrem Sohn und konstatiert die Dominanz der reinen Nützlichkeit gegenüber wirklicher Liebe. Sie realisiert, dass die beiden Männer in ihrem Leben selbstgefällig und unfähig, sie zu verstehen, sind. Sie reflektiert über den Tod und erahnt ihn als einen Zustand ewigen Wachseins in absoluter Dunkelheit. Im Zustand erweiterten Bewußtseins unternimmt sie nächtliche Streifzüge durch eine schlafenden Welt. "Als sei das Ich, dass jeden Abend schlafen ging, nicht mein wahres Ich, und als seien meine Erinnerungen aus der damaligen Zeit nicht meine wahren Erinnerungen." Wie viele Murakami-Geschichten ist auch die Geschichte über die schlaflose Frau offen für eine zutiefst symbolische Lesart. Ein Geschichte über Grenzgängertum zwischen wacher Bewußtlosigkeit und bewußter Wachheit,zwischen Körper und Geist. Eine Parabel, die mit unsichtbaren tiefenpsychologischem Garn gestrickt ist und deren Ende den Leser wie die Protagonistin mit ungelösten Fragen über die menschliche Existenz im Kopf zurücklässt.

In der gewohnten Mixtur aus lakonisch-korrektem Erzählton und surreal, absurdem Inhalt, ist auch die Titelgeschichte geschrieben. Ein junger Angestellter einer Werbeabteilung für elektronische Küchengeräte (der prototypische Beruf eines modernen Japaners?!) beschäftigt sich in seiner Freizeit aus Langeweile mit der detektivisch-genauen Verfolgung der Geschichte um einen alten Elefanten, der nach langen Debatten in der lokalen Politik von der Stadt einen Platz im Haushaltsbudget zugesprochen bekommt. Auf das Genaueste informiert durch Zeitungslektüre und eigene Beobachtungen ist der junge Mann der Einzige, der mehr über das plötzliche Verschwinden des Elefanten aus seinem Hochsicherheitsgehege weiß. Isoliert mit seiner Erkenntnis verfolgt der Mann tatenlos, wie das Interesse am Mysterium um den Elefanten in der Öffentlichkeit langsam abflaut und schließlich erstirbt. "Es schien, als wollten die Leute den Vorfall mit dem Elefanten zu den vielen anderen der Kategorie "unlösbare Rätsel" stecken. Der Lauf der Welt wurde durch das Verschwinden eines Elefanten und eines Pflegers in keiner Weise beeinträchtigt. Die Erde setzte ihre monotonen Umdrehungen fort, Politiker hielten weiter ihre hohen Reden, Menschen gingen weiter jeden Morgen gähnend in ihre Firmen, Kinder lernten für ihre Prüfungen. " Doch für den jungen Mann bewirkt der Vorfall eine Wende in seinem Leben. "Manchmal habe ich das Gefühl, als verlören die Dinge um mich herum ihr eigentliches, ihnen angemessenes Gewicht. Seit dem Vorfall mit dem Elefanten ist etwas in meinem Innern zerbrochen, vielleicht nehme ich deshalb verschiedene äußere Dinge als seltsam wahr. Wahrscheinlich liegt es an mir." Die Fabel der Geschichte ist der Verlust des Glaubens in die Realität, ausgelöst durch die Erfahrung, dass eine unheimliche, übernatürliche Begebenheit von der modernen Welt zunächst als Mediensensation ausgeschlachtet, um dann, wenn die Geschichte kein neues Futter für die nach vermeintlich objektiven Informationen hungernden Meute mehr abwirft, verdrängt zu werden. Das Besondere in Murakamis Absurdität liegt darin, dass sie zu Beginn von denkbar Alltäglichtem steht, um mit ihr klar zu kommen, müssen Leser und Protagonisten gleichermaßen eine Gradwanderung aus intellektuellem und intuitivem Erklären der Dinge unternehmen. Eine nachdenkliche Persiflage auf Politik, Medien und zwischenmenschliche Beziehungen oder einfach nur eine skurile phantasievolle Geschichte mit offenem Ende. Die Qualität an Haruki Murakamis Werken ist, dass er die Entscheidung immer dem Leser überlässt.

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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Einstiegsdroge 8. März 2007
Von Ate Heck
Format:Broschiert
Die beste Geschichte ist der Überfall auf einen Bäckerladen. Absurd ist normal und völlig abgedreht keineswegs ungewöhnlich, weder für die Protagonisten, noch für den Leser, wenn er sich nach einer Weile an das Murakami Wonderland gewöhnt hat. Man kennt diesen Einbruch des Phantastischen aus der Lateinamerikanischen Literatur. Japanisch inspiriert ist er kafkaesker, kleiner und existentieller. Selbst wenn nichts passiert, weiß man, dass es gleich losgeht. Allein dafür lohnt es sich, einzusteigen oder abzutauchen. Danach war ich Murakami-süchtig und bin es heute noch.
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Veröffentlicht am 22. Dezember 2005 von Polygraph
Kurzweil
Bei den Kurzgeschichten blieb das Ende für den Leser offen. Bis auf die Geschichte „Scheunenabbrennen" war mir das einfach zu abstrakt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. Dezember 2004 von Heinz Müller
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Am 25. Juni 2004 veröffentlicht
Idyllische Reise
Mit seinem Erzählband "Der Elefant verschindet" schafft Murakami es, den Leser in seinen Bann zu ziehen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. Februar 2004 von Stefan Grieger
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Am 10. Dezember 2003 veröffentlicht
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messies 0 22.12.2008
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