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Ein kleiner Junge verschluckt einen wundersamen Elbenstern und bekommt somit die Möglichkeit in die Welt der Elben zu wechseln, so oft er es will. Auf seinen Reisen erlebt er wunderbarer Dinge und sein Leben wätre nicht so, ohne diesen einzigartigen Stern.
Doch wie kam der Stern zu ihm? Durch ein Stück Kuchen, eine Torte, welche nur alle 24 Jahre einmal gebacken wird - nur für Kinder. Der Bäcker/Koch hat es übrigens auch in/an sich - es ist kein normaler Koch - doch wer dahinter steckt, das offenbart sich erst am Ende.
Die Geschichte ist voller Weisheit und Anmerkungen wie man sich verhalten soll und was zum Beispiel ein schlechtes Vorbild ist... J.R.R. Tolkien hat es verstanden in seinen Geschichten, den Kindern Ratschläge und Lebensweisheiten mit auf den Weg zu geben. Doch nie mit dem erhobenen Zeigefinger, immer mit einem Lächeln und Schmunzeln - am Ende kommt es halt doch immer so, wie es von Anfang an geplant war...
Für Kinder ist diese CD bestens geeignet, den sie ist ruhig und fesselt doch den kleinen Zuhörer. Die Geschichte ist einfach schön, den sie stammt aus einer anderen Zeit, einem anderen Land und hat das gewisse „Etwas" - was nur Tolkien erzeugen konnte.
So einen Elbenstern hätte sicherlich gerne ein jeder, doch wer ihn bekommt, das entscheidet oftmals das Schicksal - zumindestens die Geschichte um den Elbenstern kann jeder bekommen...
In Großholzingen dreht sich das Leben vor allem ums Kochen. Wenig wunder, dass der Küchenmeister einen angesehenen Platz im Dorfleben einnimmt. Alle 24 Jahre fällt ihm die ehrenvolle Aufgabe zu, den Großen Kuchen für das „Fest der guten Kinder" zu backen. Diese Süßigkeit wird mit 24 Talismanen versehen, die den Mädchen und Jungen, die sie verschlucken, Glück bringen sollen. Doch diesmal ist ein 25. Glücksbringer im Teig, ein Elbenstern, beigemengt von Alf, einem gar geheimnisvollen Küchenlehrling. Wenige Monate nach dem Fest stellt sich heraus, dass der Sohn des Schmieds den Stern samt einem Stück Kuchen aß. An seinem 10. Geburtstag beginnt der Junge wunderbar laut und klar zu singen, wenngleich in unbekannter Sprache. Der Stern - strahlend wie poliertes Edelmetall - fällt aus seinem Mund in seine Hand.. Voller Aufregung schlägt der Bub das Zauberstück an die Stirn, wo es haften bleibt. In fremdartigem Glanz bringt der magische Stern die Augen des Kindes fortan zum Strahlen. Und er verleiht dem Träger ein hohes Maß Geschicklichkeit in der Schmiedekunst. Bald schon heißt es über den Schmiedsohn: „Er konnte Eisen in Formen bringen, die leicht und zart aussahen - wie ein Hauch von Blättern und Blüten -, aber sie bewahrten die strenge Kraft des Eisens oder schienen eher noch härter."
Nicht nur hohe Handfertigkeit beschert der Stern dem Träger, er verschafft auch Zutritt ins Reich der Elben. Wenigen Menschen auf Mittelerde ist solch Geschenk gegönnt. In den folgenden Jahren macht der Schmiedsohn von der Magie des Sterns oft Gebrauch. Mehrfach bricht er auf an die gefährlichen Gestade des Elbenvolks. Erst muss er die äußeren, später die inneren Berge überwinden, schweren grauen Dunst durchschreiten, der Wut des Windes trotzen oder einen See aus rotem Licht, härter als Stein und glatter als Glas, überqueren. Doch: „Die kleineren Übel mied der Stern, und die großen blieben ihm fern." So geschieht es, dass der Schmied die Pracht des Baums der Könige zu sehen bekommt, einer weinenden Birke Trost zuspricht und letztlich im Tal von Immermorgen den Tanz mit einer wunderschönen Maid wagt.
24 Jahre leistet der Stern ihm gute Dienste. Doch dann erscheint ein Wanderer im Wald, gehüllt in Kapuze, ganz in grün gewandet. Seine Stimme klingt vertraut, zugleich auch fremd und majestätisch ...
J.R.R. Tolkien verfasste „The Smith of Wootton Major" 1967, es war das Spätwerk eines bereits kranken Mannes, dem aber immer noch die Freude am Fabulieren innewohnte. Die Geschichte kann so oder so aufgenommen werden, als Märchen für Kinder oder aber als erwachsenengerechte Parabel wider Hochmut und Überheblichkeit; der „Elbenstern" als Symbol für die Einsicht, dass alles im Leben nur geliehen ist.
Tolkien liebte das Landleben, das gute Essen sogar noch mehr. Den Elben hingegen bringt er in allen Erzählungen tiefen Respekt entgegen. Im „Schmied von Großholzingen" kommt dies alles zum literarischen Ausdruck. Die feiernden Dörfler erinnern an die unbekümmerten Hobbits vom Auenland, welche von der „Welt draußen" wenig mitbekommen. Macht und Zauber der Elben rücken Großholzingen hingegen nahe an William Shakespeares „Ein Sommernachtstraum", wo Titania und Oberon der Geschicke Lenker sind.
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