Foggarts Pfuhl, ein Stadtviertel in Nophelet wird der Schauplatz bestialischer Morde. Innerhalb kürzester Zeit werden Elbenstricher tot in den Straßen gefunden. Das merkwürdige daran: In den Leibern befindet sich kein Tropfen Blut mehr und auch die Hoden fehlen.
Für diesen Fall werden zwei Spezialisten der IAIT- einer Organisation, die sich auf die Aufklärung magischer Verbrechen spezialisiert hat, beauftragt, den Mörder so schnell wie möglich zu fassen.
Das Agentenduo besteht aus Hippolit, einem der besten und ältesten Magier des Landes, der wegen eines missglückten Verjüngungszaubers im Körper eines Knaben steckt, und Jorge, einem Troll, der dem Alkohol nicht abgeneigt ist und körperliche Gewalt bevorzugt.
Auf ihren Ermittlungsgängen treffen die Beiden allerlei illustre Personen. Doch vom Elbenschlächter fehlt jede Spur.
Erst als Jorge von einem Elbenstricher angesprochen wird, und dieser ihm mitteilt, dass der Mörder immer des Nachts in einem Vulwoog (so eine Art Limousine) durch Foggarts Pfuhl chauffiert wird und den jungen Elben bei lebendigem Leib die Körpersäfte entreißt, gibt es die erste heiße Spur. Während Hippolit mit einem alten Bekannten sprechen will, knöpft sich Jorge den Limousinen- Chef vor.
Der Inhaber des Vulwoog- Verleihs kann sich jedoch nicht daran erinnern, eines seiner Gefährte zu so später Stunde nach Foggarts Pfuhl geschickt zu haben. Seine Aufzeichnungen geben ihm Recht. Bevor Jorge das Gebäude verlassen kann, wird er von einem Vulwoog- Chauffeur angesprochen, der merkwürdige Andeutungen macht. Das folgende Gespräch der Beiden verläuft aber ins Nichts.
Auch Hippolit hat bei seinem alten Bekannten keine neuen Erkenntnisse gewonnen.
Als die beiden Ermittler von Prinz Salm in dessen Schloss eingeladen und gebeten werden, einen nahen Verwandten nicht in die Sache hineinzuziehen, werden sie hellhörig.
Entgegen dem Wunsch des Prinzen schleichen sich Hippolit und Jorge ins Gemäuer dessen Verwandten und erleben eine Orgie ungeahnten Ausmaßes.
Obwohl der Adlige Elbenblut verwendet, um eine Droge herzustellen, hat er nichts mit den Morden zu tun, da er seine Stricher für die Blutabnahme bezahlt. Er verrät den beiden Ermittlern, woher das Rezept stammt.
Hippolit und Jorge folgen der neuen Spur, doch was sie herausfinden, will einfach nicht zusammenpassen'
'Der Elbenschlächter' ist ein Buch, das sich von anderen Fantasywerken deutlich unterscheidet. Zwar sind die Vergleiche mit Holmes & Watson, Clever & Smart und Quentin Tarantino (Buchrücken) etwas weit hergeholt- die Geschichte ist aber trotzdem interessanter als ich gedacht habe.
Die Highlights des Werkes sind ganz klar die Hauptdarsteller. Der alleswissende Hippolit, der im Knabenkörper steckt, und Jorge, der Troll, der immer ans Trinken denkt und die unmöglichsten Trollsprichwörter hervorbringt. Diese Kombination und die Art, wie sich die beiden von Schauplatz zu Schauplatz bewegen, sind erfrischend.
Was mir auch sehr zugesagt hat, ist, dass alle Elben Stricher zu sein scheinen und es keine schnulzige Liebesromanze gibt!
Zwar sind die Actionszenen rar gesät, der Wortwitz und die Situationskomik entschädigen dafür.
Ich freue mich auf weitere Teile, die bereits angekündigt sind.
Mein Fazit: Eine erfrischend neue Geschichte, die lebhafte und durchgeknallte Personen beinhaltet und in der die Mischung aus Charakteren, Kampf und Magie stimmt.
Uneingeschränkt empfehlenswert für all jene, die mal wieder was Neues lesen wollen.