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Der Eisvogel: Roman (suhrkamp taschenbuch) Taschenbuch – 19. April 2010


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 318 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 2 (19. April 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518461613
  • ISBN-13: 978-3518461617
  • Größe und/oder Gewicht: 11,8 x 2,7 x 19 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (19 Kundenrezensionen)
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Wiggo Ritter hat Mauritz, seinen besten Freund, erschossen und liegt mit schweren Brandwunden in einer Klinik. Die Geschichte, die als Krimi beginnt, entwirrt sich nur langsam: In Erinnerungsfetzen Wiggos, Gesprächen mit seinem Anwalt, Stellungnahmen von Freunden und Familienangehörigen. Wir lernen einen Gescheiterten kennen, der am Leben und der Gesellschaft leidet. Aus reicher Bankiersfamilie stammend, hat er gegen die Kapitalistenwelt seines Vaters rebelliert und ist Philosoph geworden. Doch nach einem Streit mit seinem Professor ist auch dieser Weg verbaut. Da kommen Mauritz und seine Schwester Manuela daher und verdrehen Wiggo den Kopf -- Manuela mit ihrer kühlen Schönheit, Mauritz mit der revolutionären Utopie einer konservativen Elitegesellschaft.

“…er spann wahre Satzlianen, ausschweifende, komplexe, reiche Perioden; aber es wollte lange kein Raum entstehen, die Sätze, die man las, glichen zersplitterten und wieder gekitteten Blumenvasen, man hatte den Eindruck, dass die Scherben nicht in der regelrechten Ordnung zusammengefügt waren“ -- Wiggos Urteil über das Buch eines „kühnen Schriftstellers“ gilt in weiten Strecken auch für Der Eisvogel. Ein kunstvolles Gebilde aus Stimmen, Zeitebenen, Bildern und Erinnerungssplittern einer Kindheit in Südfrankreich. Keine leichte Kost, aber Tellkamp gelingen Passagen von poetischer Schönheit, und vor allem den Vater-Sohn-Konflikt schildert er beeindruckend.

Reichlich misslungen dagegen ist der politische Handlungsstrang des Romans: dieser Mauritz ist eine Witzfigur, ein Möchtegern-Charismatiker mit seiner Organisation „Wiedergeburt“, die auch vor Terror nicht zurückschreckt, um die Gesellschaft zu heilen und einen Kastenstaat mit Ordnung und neuen-alten Werten zu schaffen. Und alles, was Wiggo, dieser angeblich so begabte akademische Philosoph, an philosophischen Gedanken äußert, ist unglaubwürdig und banal. Auch die bildmächtige Sprache Tellkamps stürzt zwischendurch heftig ins Klischeehafte. Etwa wenn Wiggo aufs Arbeitsamt geht und es dort -- natürlich! -- nach “Discounter-Zigaretten“, „schlechter Seife“ und „billigem Parfum“ riecht.

Uwe Tellkamp gewann 2004 den Ingeborg-Bachmann-Preis und wurde von einigen Jurymitgliedern schon als neuer großer Autor gefeiert. Der Eisvogel beweist Sprachtalent, aber um gute oder sogar große Romane zu schreiben, braucht es ganz offensichtlich mehr als das. --Christian Stahl -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Uwe Tellkamp wurde 1968 in Dresden geboren. Nach seinem Wehrdienst in der NVA verliert er wegen »politischer Unzuverlässigkeit« seinen Medizinstudienplatz, wird 1989 im Zuge der Wende inhaftiert und setzt danach sein Studium in Leipzig, New York und Dresden fort. Nach seinem akademischen Abschluß arbeitete er als Arzt in einer unfallchirurgischen Klinik in Dresden. Derzeit lebt er als Schriftsteller in Dresden.

Bislang sind von ihm erschienen: Der Hecht, die Träume und das Portugiesische Café  und Der Eisvogel. Für seinen Roman Der Turm, seinem ersten Buch im Suhrkamp Verlag, erhielt er 2008 den Deutschen Buchpreis.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

32 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von euripides50 TOP 500 REZENSENT am 5. Oktober 2006
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
"Tintenhaft kroch die Unsicherheit durch die Fugen und Risse spröde gewordener Tage, schlich sich unter die Oberfläche der Dinge. Man vermochte in den Gesetzen der Wohnung, aber kaum noch denen des Gebäudes zu leben, und so hatte man das Gefühl, etwas schwer Greifbarem ausgesetzt zu sein, das keine Züge besaß, kein Gesicht, keine Gestalt, die man zum Ziel einer Verteidigung hätte nehmen, gegen die man sich hätte zur Wehr setzen können. Die Menschen kämpften, aber sie kämpften gegen Spiegelbilder, es schien mir, als bemerkten sie, dass es nichts half, so dass sie sich aus Furcht vor den schleichenden Wandlungen auf die Verteidigung dessen verlegten, was sich mit ihren Mitteln verteidigen ließ: das, was sie sahen, was sie hatten, was sie besaßen. Mir schien, dass sie immer bösartiger, besessener, irrsinniger vor Angst wurden, weil sie spüren mochten, dass das nicht genügte, denn es war so, als ob sie sich gegen das Untergehen eins Schiffes versicherten bei dem, der selbst auf dem Schiff war und nicht bei einem, der sie retten konnte aus ihrer Not" (S. 69/70)
Das ist die Grundstimmung von Uwe Tellkamps Buch "Eisvogel", einer der ungewöhnlichsten Neuerscheinungen der letzten Jahre. Wiggo Ritter, ein gegen seinen Vater rebellierender Philosophiestudent, ein nörgelns-labiles Abbild seiner Zeit, trifft auf einen wirklich Radikalen: auf den "Eisvogel" Mauritz Kaltmeister, den Spiritus Rektor der "Organisation Wiedergeburt", der als einziger die Frage wagt, "ob diese Gesellschaft vielleicht deshalb nicht funktioniert, weil der ihr zugrunde liegende Gedanke, das sie bestimmende System: die Demokratie, nicht funktioniert." (S. 150).
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Robert Kopitsch am 1. August 2006
Format: Taschenbuch
Was für ein komischer Zufall es doch war, der mir dieses Kleinod in die Hände gespielt hat.

Es war spätabends, und ich zappte bereits schlaftrunken durch das mitternächtliche Abendfernsehen als ich plötzlich auf eine Sendung über Literatur stieß, die, welch schicksalhafte Fügung, den 'Eisvogel' als Thema hatte.

Dabei wurde viel gelobt, viel gesprochen und noch viel mehr gelobt. Der Inhalt so schien mir war lesenswert, die Bachmann-Preis-Jury war 2004 übrigens der selben Meinung.

So kam es wie es kommen musste, ich kaufte mir das Buch und kurz darauf begann ich zu lesen. Ganz vorsichtig und ohne Hast. Ich genoss es, in vollen Zügen. Das wieso will ich ihnen hier kurz erläutern.

Uwe Tellkamps' Eisvogel ist, ähnlich wie auch Hesses Steppenwolf, den ich im übrigen zu einem meiner Lieblingsbücher zähle, eine Geschichte über einen Menschen, der nicht so recht weiß was er mit seinem Leben anfangen soll. Er liest viel, reist auf Kosten seiner Eltern durch die Lande und versucht sich als ein Philosoph zu beweisen, in jeder Hinsicht.

Er stellt alles in Frage, alles was ihm in die Quere kommt wird beinahe kriminell angefochten, jede Existenz wird verbal vernichtet und jedwedes Leben, das anders ist als das einen großen Denkers wird verdammt. Er lebt die geistige Freiheit ohne jedoch zu bedenken, dass es auch eine Welt außerhalb seiner Geisteswelten gibt.
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Manuel Haas am 1. August 2005
Format: Gebundene Ausgabe
Tellkamps Buch ist ein großartiger Roman, der mich beeindruckt hat wie schon lange kein Buch eines lebenden Autors. Sprachlich wagt Tellkamp mehr als sonst ganze Jahrgänge von Jungautoren zusammen, da ist wohl zu erwarten, dass es zu Missverständnissen kommt: Wo die Metaphorik ins allzu Gesuchte abgleitet, sollte man dafür den Erzähler verantwortlich machen und nicht den Autor; und dann passt das Geschmäcklerische der Sprache hervorragend zu einem Protagonisten, der sich viel auf seinen erlesenen Geschmack einbildet.
Dieser Protagonist Wiggo Ritter ringt mit der Sprache; in immer neuen Wortkaskaden versucht er, der Wahrheit nahezukommen; verschiedene Erinnerungsebenen verschränken sich dabei und kommentieren sich gegenseitig, dazu kommen die ganz anderen Stimmen der Bekannten Ritters. Zunächst mag diese Konstruktion anstrengend wirken, doch immer mehr entsteht ein Sog, dem man sich nicht entziehen kann.
Wer die Handlung abstrus findet, hat wohl vergessen, dass Peter Handke Deutschland schon lange einen Bürgerkrieg wünscht und dass Botho Strauss die bundesrepublikanische Sattheit herzlich verachtet. Uwe Tellkamp hat es gewagt, diese intellektuelle Attitüde wörtlich zu nehmen, und sich ausgemalt, wie ein Bürgerkrieg à la Handke aussehen könnte. Ein Buch also, das schon lange notwendig war.
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25 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Andreas Hutt am 8. April 2005
Format: Gebundene Ausgabe
Nicht gerade leichte Kost ist es, die uns Uwe Tellkamp mit seinem Roman "Eisvogel" zumutet. Das Werk besteht größtenteils aus Erinnerungsbruchstücken des Protagonisten Wiggo Ritter, aber auch anderer Figuren, die an dessen Verteidiger in einem Mordprozess gerichtet sind. Ziel dieser Fragmente ist es zu erhellen, warum Ritter seinen Freund Mauritz Kaltmeister erschossen hat. Was die Sprache betrifft, so zeichnet sich das Werk durch komplexe, scheinbar nicht endenwollende Sätze und eine nicht immer gelungene Bildlichkeit aus ("dunkleres Land, das unnahbar und still hinter den sichtbaren Dingen begann").
Was meines Erachtens besonders stört, ist, dass Tellkamp keinen Willen zur Form zeigt: Er springt vor und zurück, verharrt über lange Zeit hinweg detailverliebt auf einem Fleck und kanalisiert das, was er dem Leser mitteilen möchte, nicht. Dazu kommt auch noch erschwerend hinzu, dass der Roman thematisch überfrachtet ist: Es geht um Terrorismus, Vaterkomplexe, böse Kapitalisten, fehlende Orientierung, Sado-Maso-Sex, Arbeitslosigkeit, eine Gesellschaft ohne Ideale und vieles mehr...
Was Tellkamp wirklich gut gelingt, ist die bis ins Detail glaubwürdige Zeichnung seiner Figuren. Hier hat er echte Stärken.
Vielleicht hafte ich mit meinen Erwartungen an ein Buch zu sehr im Trivialen, aber meines Erachtens ist Tellkamps Roman "Eisvogel" zu ambitioniert, es ist ein Buch, dem ich nicht so viel abgewinnen konnte.
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